Ich bin da bei Die blaue Viper.
Das war eine theoretische und weltfremde Entscheidung der Videojudges, die den Charakter hat, das Spiel und seine natürlichen Spielzüge zu pervertieren. Wenn man die Szene im gesamten Kontext sieht und beurteilt kann ich keinen bewußten außergewöhnlichen Kontakt an der Goalie erkennen. Das hier möglich Gebotene, um den Kontakt zu vermeiden oder noch weiter zu minimieren erscheint mir doch sehr eishockeyuntypisch. Goalies sind zwar von den Regeln grundsätzlich zu beschützen, aber das hier außerhalb des Torraums Entschiedene geht doch weit über die Schutzintention der Regel hinaus.
Schade, dass so ein bedeutendes Spiel mit so einer Entscheidung abseits des Eises beeinflußt wurde. Das war wahrlich kein Ruhmesblatt für den Verband und seine Videojudges. Die angebotene Erklärung halte ich für unheimlich arrogant und publikumsverachtend.
Man könnte den Eindruck erlangen, du hängst den alten Broadstreet-Bully Zeiten ein wenig nach. Ich bin froh dass sich das Eishockey in eine technisch-/läuferische Richtung entwickelt.
Du kannst keinen bewussten Kontakt erkennen? Ich nehme an du fährst auch nicht ungebremst auf eine rote Ampel zu in der Hoffnung, sie wird vielleicht eh noch rechtzeitig auf Grün umspringen, um eine Analogie zu bringen, zu der man vielleicht etwas mehr Praxisbezug hat.
Wenn man weiß dass die Torfrau nicht angefahren werden darf und trotzdem ungedrosselt in ihre Richtung fährt, dann nimmt man bewusst einen Zusammenstoß in kauf, mir ist schleierhaft was es da wegzudiskutieren gibt? Klar geht es schnell, aber sie weiß was passiert, wenn sie dort hin zieht, und könnte rechtzeitig reagieren, wenn sie das wollte. Das ist der selbe Zugang, der bei Checks gegen Spieler in verletzlicher Position zur Anwendung gelangen sollte.
Das ist gar nicht eishockeyuntypisch, wenn der Tormann bspw. hinter das Gehäuse fährt um die Scheibe zu spielen, darf er auch nicht angefahren werden, das ist dir sicher schon etliche Male aufgefallen, dass die Feldspieler hier zurückziehen, hat schlussendlich auch etwas mit Respekt vor dem Mitspieler zu tun, auch wenn es hier zu keinen weiteren Folgen kam (Knie in Kopfhöhe).
Und das die Entscheidung über die Schutzintention hinaus geht denke ich auch nicht, nicht umsonst gibt es über die Jahre immer weitere und neue Präzisierungen zum Thema Torleute, Torraum und was erlaubt ist und was nicht. Der Tormann/frau ist in der Regel in einer statischen Position, noch dazu mit dem Kopf meist weit unten, wenn da Spieler mit 30 km/h ungebremst in sie hineinfahren dürften, sähe und sehe ich ehrlich gesagt schon ein besonderes Schutzbedürfnis innerhalb des Regulativs dieses Sports.
Dass es schade ist dass so eine Entscheidung Einfluss nimmt unterschreibe ich sofort, allerdings muss man auch erkennen, dass der Tripping Call der Schiedsrichterin schlicht und ergreifend ein Falscher war, die Torfrau war zuerst an der Scheibe. Ich finde der Videoschiedsrichter hat im Rahmen seiner Möglichkeiten die richtige Entscheidung getroffen und den Schaden minimiert.
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Aja übrigens Die blaue Viper : man könnte auch den Eindruck gewinnen dass Du dir die Situation in Superzeitlupe angesehen hast, wenn du von einem satten Schuss sprichst! ![]()
@Rotter, Fischer: ich verstehe schon den Punkt den trant anspricht, die Wiener fahren aneinander vorbei, Comrie und Fischer müssten übergeben bzw, kann Fischer durch Rotter seinem Mann nicht mehr folgen, weshalb er ihn mit unlauteren Mitteln versucht, aus dem Weg zu zerren. Aber ich denke auch dass Rotter hier seinem "natührlichen" Laufweg vors Tor folgt und das in der Situation einfach geschickt macht. Ich mein warum sollte er ausweichen, sein Job ist es vors Tor zu gehen und Fischers Job ist es dem Spieler zu folgen. So gesehen gut gelöst von den Caps.