Dass Talente nicht in der Fülle vorhanden sind und "nicht vom Himmel fallen", kann man meiner Meinung nach nach 8 Jahren nicht mehr als Argumentation heranziehen. Nach den ersten Jahren wurde immer gesagt, dass man noch Zeit braucht, jetzt sprechen wir von Spielern, die von 9, 10 oder 11 Jahren weg von der neuen Nachwuchsausrichtung (gestartet unter Dieter Kalt) beim KAC profitiert haben. Theirich, Tialler, Sunitsch, VanEe, Hochegger und Co. hatten alle Möglichkeiten.
Zudem löst eine Top-Nachwuchsadresse + AHL Team ja auch einen pull Effekt aus, so dass generell Nachwuchsspieler aus ganz Österreich eingebaut werden können. Richter, Schnetzer, Sticha, Steffler, Kraus, die Witting-Brüder usw. sind ja alle nicht in Klagenfurt geboren.
Wenn der riesige und qualitativ hochwertige Nachwuchsapparat des KAC (also die so wichtige und jahrelange Entwicklung vor der AHL) aus den Scharen an Nachwuchsspielern zumindest jedes Jahr zwei, drei Toptalente hervor bringt, die in weiterer Folge zuerst tragende Rollen in der AHL und später in der Kampfmannschaft übernehmen, wäre das optimal.
Wenn dazwischen ein Jahrgang nicht gut ist, ok, das ist normal, aber wenn jahrelang kein einziger Spieler heraus kommt, der einmal einen Hundertpfund oder Strong/Unterweger qualitativ ersetzen kann, ist das einfach zu wenig. Von den Goalies will ich erst gar nicht anfangen, das ist einfach nur mehr peinlich.
Interessant aber wohl völlig abwegig wäre eine Art Kooperation mit dem slowenischen Eishockeyverband. Schließlich bildet der KAC aufgrund der geografischen Nähe auch sehr viele slowenische Spieler aus, die später einmal im Nationalteam stehen können oder eh schon tun (Gomboc, Kapel). Die Kosten für den ganzen Betrieb zahlt aber alleine der KAC.
Du sprichst eh einige an, und dann gibts da noch ein paar mehr, die alle zu passablen, absolut ICE tauglichen Spielern ausgebildet worden sind. Die wenigen, richtigen Talente gehen früh ins Ausland (und das ist auch richtig so). Ich finde, dass man mit dem vorhandenen Material durchaus gut gearbeitet hat, durch den breiten Stamm an guten Österreichern in der KM aber auch viel Weg für nachkommende Spieler versperrt ist (insbesondere bei den forwards). Um arrivierte Spieler zu verdrängen, fehlt dann einfach das Talent und die Qualität (und dadurch auch Motivation und der alles unterordnende letzte Biss) bzw. manchmal auch das Vertrauen der Trainer. Der Niveausprung U18/20 zu KM ist riesig,- wenn es da keine ALPs Mannschaft gibt, ist das Aufrücken innerhalb eines Vereins sehr schwer. Von daher wird man sich auch für die Zukunft gut überlegen müssen, wie man das handhabt.