Ich glaub wir sind uns alle einig, dass es im Sport absolut legitim ist, Spieler, deren Verträge auslaufen, Angebote zu unterbreiten. Am Ende entscheidet dann ohnehin der Sportler selbst, was er tut. Es wird ja keiner zu irgendetwas gezwungen.
Klar ist auch, dass die 99ers nach den bisherigen 25 Jahren keine Anlaufstelle für Top-Spieler sind. In den 24 Spielzeiten in der höchsten Spielklasse wurden die Play-Offs 11 Mal erreicht, davon überstand man dann einmal eine Serie. Die letzten drei Jahre qualifizierte man sich nie, 23/24 setzt jetzt ohnehin dem Ganzen die Krone auf.
Jetzt hat man natürlich das Glück, dass auf einmal mehr Kohle zur Verfügung steht. Weil sind wir uns ehrlich, ohne diesem Punkt, wäre es nächste Saison wieder schwierig. Man hat es jetzt aber, sodass man es dennoch bei Top-Spielern und vor allem österreichischen Akteuren, die immer schon mehr kosten, versuchen kann. Zusätzlich natürlich mit dem Aspekt, dass man noch einmal einen Neuanfang startet. Es werden sicher nicht alle, mit denen man spricht auf den Zug aufspringen, dennoch werden es einige sein, und wie bereits oben geschrieben, ist das völlig legitim, da es ja jeder Spieler für sich entscheiden kann.
Absolut legitim. Man muss aber klar ansprechen, dass man nicht Angebote macht, welche sich mit dem aktuellen Gehaltsniveaus matchen und sich Spieler aufgrund des sportlichen Neustarts und der Herausforderung für die 99 entscheiden, sondern weil wohl zumindest am Österreichersektor signifikant über Ligaschnitt gezahlt wird. Ansonsten wuerden sich all die Neuankömmlinge nämlich nicht für Graz entscheiden, da der Verein sowohl historisch, wie auch perspektivisch nicht viel vorzuweisen hat. Es freut mich für die Spieler, dass es dort jetzt gutes Geld zu verdienen gibt,- ein Stück weit wird man sich hoffentlich auch den sportlichen Erfolg damit erkaufen, um Graz als Gesamtpaket wieder nachhaltig zu einer guten Adresse im Hockey zu machen.