@RexKramer
Der Vergleich mit den Bäckerinnung und den Semmeln hinkt aber gewaltig.Es gibt weder nationale Semmelmeisterschaften, noch ist eine Innung mit einem Verband vergleichbar und das Eishockey eines Landes ist dann doch etwas anderes wie das Herstellen und Verkaufen von Semmeln. Aber nimm einfach einen x-beliebigen privatrechtlichen Verein wie den Feitlklub von St.Johann her: wenn da in den Statuten steht, dass ein Mitglied seinen Speck nicht mit einem schweizer Taschenmesser schneiden darf, weil das gegen die Förderung der Feitlkultur ist, dann wird es zur Einhaltung dieser Vorschrift meist auch eine Sanktion für Mißachtung geben.
Und wenn Du z.B die Statuten des OEHV hernimmst, da sind relativ klar die Zielsetzungen des Verbandes drinnen: Förderung des österreichischen Eishockeysports. Und das wird sicher nicht erreicht, wenn die Mannschaften in ausländische Ligen abwandern. Und da die Vereine (freiwillig) Mitglieder des Verbandes sind, erkennen sie damit auch diese Inhalte und Ziele als die eigenen an. Jeder, der das nicht will, kann den Verband auch wieder verlassen. Und sollte es wirklich diesen 3-Jahresvertrag geben, dann kann der italienische Verband keinen Verein zwingen, nicht an der INL teilzunehmen. Wie und womit auch? Darum wundert es mich, dass alle betroffenen südtiroler Vereine keine irgendwie geartete Aktion gesetzt zu haben scheinen, um ihre Recht auf Teilnahme an der INL einzufordern. Daher auch meine Vermutung, dass das nicht die ganze Wahrheit der Geschichte ist. Sollte es hingegen echt nur einen 1-Jahresvertrag gegeben haben und in den italienischen Verbandsstatuten Ähnliches wie in den österreichischen stehen, dann wird es imo wohl bei der Pönale für das Ausscheiden nach Nennung bleiben. Mehr dürfte da kaum passieren.
Also da machst deiner Signatur alle Ehre und mein Bäckerbeispiel trifft des Pudels Kern deutlich besser als deine Feitlklub Geschichte
Dem Feitlklub St.irgendwas kann ich, wenn ich mit deren Statuten nicht zufrieden bin, durch Austritt verlassen und hinfort meinen Speck genüßlich mitm Schweizermesser hacheln und vielleicht sogar einen St.irgendwas Schweizermesserklub gründen. Wenn Eishockeyklub X aus Unzufriedenheit mit dem Verband und dessen Verbot ihn eines seiner Teams in einer Liga außerhalb des eigenen Wirkungsbereiches spielen zu lassen aus diesem Austritt kann er aber uU gar nicht mehr spielen, da der Verband ein MONOPOLIST ist, den sich der Verein NICHT aussuchen kann und der sein Verbot mit sehr effektiven Zwangsmaßnahmen durchsetzten und so den ganzen Klub lahmlegen kann...das ist genau das Problem, die Vereine sind durch die Realverfassung des Sportes den Verbänden sehr stark ausgeliefert und haben kaum eine Möglichkeit sich dagegen zu wehren und dabei ist es (bzw. sollte es) völlig egal (sein) was in den Statuten des Verbandes steht, sofern dadurch eine höherwertige Rechtsnorm verletzt wird. Vereins- bzw. Verbandsstatuten sind das Gesetz des kleinen Mannes und nicht mehr, dadurch lassen sich keine Freieitsrechte aushebeln. Dass du das schönredest... steht mMn in krassem Widerspruch zu den grundlegenden Freiheiten/Stützpfeilern der EU und gehört mMn genauso gekippt wie die Tatsache dass früher (pre-Bosman Urteil) Fussballklubs eine Ablöse für Spieler mit ausgelaufenem Vertrag verlangen konnten (das stand vermutlich auch in irgendwelchen Statuten).
Und der OEHV oder die FISG können hundertmal in ihren Statuten stehen haben, dass ihr Ziel die Förderung des EH-Sportes ist, diese Organisationen haben definitiv keine Deutungs und Definitionshoheit darüber was das zB "Österreichische oder Italienische Eishockey" wirklich ist (wir haben das im Forum hier auch schon diskutiert). Und warum zum Teufel sollte es schlecht für das EH in X sein, wenn ein Verein seine sagen wir Kampfmannschaft in einer Liga außerhalb von X spielen lässt? Was ist da das Bewertungskriterium und wer legt das fest. Völlig absurd zu glauben, dass man sowas überhaupt sinnvoll definieren kann und wenn, dass sich dadurch der Abagng aus dem heimischen Ligensystem eines Klubs als NICHT förderlich ableiten lässt. Zu glauben sowas tun und über die Köpfe der betroffenen entscheiden zu können ist angewandter Faschismus (damit ich auch ein Keulenaudruck benutzen kann ;-).
Zum Anschluss: ich möchte mal sehen was los wäre, wenn in CAN "Hockey Canada" die kanadischen NHLTeams unter seine Fuchtel zwingen und ihnen vorschreiben würde in einer rein kanadischen Liga zu spielen (aus Sorge um das kanadische Eishockey). Da wäre das Gelächter wohl groß...