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  3. RexKramer

Beiträge von RexKramer

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 20. Juni 2015 um 16:44
    Zitat von Heartbreaker

    Vielleicht, weil in Villach eine gute Nachwuchsarbeit gemacht wird und zwei der drei aktuellen österreichischen NHL-Spieler schon als Sechzehnjährige zu ihren ersten Kampfmannschaftseinsätzen beim VSV gekommen sind und das vor zehn Jahren noch möglich war weil es keine sechs Stürmerlegios in jedem Team gegeben hat?


    Und die Karriere des Michael Graber wie sie bis heute verlaufen ist, steht und fällt also mit den Spielen (wie viele waren das noch mal?), die er als 16-jähriger in der Kampfmannschaft des VSV gemacht hat? Und die x-Saisonen in WHL, AHL etc. ohne Einheimischenbonus und alles was er dort gelernt hat sind nur deshalb passiert, weil damals, als er 16 war, ihm der 8., 9. und 10. drittklassige Legio nicht im Weg gestanden sind? D.h. wäre er als 16-jähriger nicht schon in der Kampfmannschaft zum Zug gekommen, hätten ihn seine schnellen Haxn und das, was in der VSV Jugendabteilung in x Jahren davor draus gemacht wurde, nicht nach USA und weiter in die NHL getragen? Klingt nach einer sicheren Wette, in jedem Fall.
    Und Raffls Saisonen als einer der Topscorer in einer legiodominierten EBEL haben auch gar nix damit zu tun, dass er nach Schweden geholt wurde und sich dort ins große Schaufenster spielen konnte? Darüberhinaus, wenn er die Spiele als 17, 18 jähriger nicht bekommen hätte, wer sein Weg in die EBEL und sein Durchbruch als 21-jähriger unmöglich gewesen?

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 20. Juni 2015 um 10:45
    Zitat von Heartbreaker

    Ja, ganz toll und jetzt weiß ich auch, worüber du dissertiert hast und bin angemessen beeindruckt. Nur war das nicht meine Frage. Soweit ich mich erinnern kann, wurden in den Neunzigerjahren die damalige Bundesliga und Nationalliga in einer Liga zusammengeführt und da hat sich recht bald herausgestellt, dass das für Teams wie Ehrwald eine Nummer zu groß war - klar hat das damals eine gewisse Fluktuation gegeben. Aber für dich ist eh jedes erdenkliche Faktum und dessen Gegenteil geeignet, deine mittlerweile hinlänglich bekannten Thesen zu untermauern.


    Inweiweit du beeindruckt bist ist deine Sache, das kümmert mich wenig. Dass das Thema ein Teil meiner Arbeit war, muss ich, glaube ich nicht verschweigen. Bin damals einen Tag lang im Verbandsbüro in Wien gewesen und habe die alten Unterlagen (Durchführungsbestimmungen etc). durchgegraben, ich habe mich mit der Angelegenheit also wirklich eingehend beschäftigt. Keine Ahnung, ob du auch.

    Und wenn die Graphik deine Frage nicht beantwortet, was war denn die eigentlich? Wennst was darüber wissen willst wie stabil die Liga in der Zeit der Oberhoheit des Verbandes gegenüber der Zeit der Selbstverwaltung war, dann hast die Antwort (die Gründe sind sicher mannigfaltig und nicht ausschließlich auf die Selbstverwaltung zurückzuführen). Aber dass diese offensichtliche Fluktuation in den 90ern wie du sagst am einmaligen Einstieg von Ehrwald gelegen ist, nenn' ich mal einen zünftigen Argumentationsnotstand. Wenn das dein Strohhalm ist deine These, von der keiner weiß wie sie eigentlich lautet, weilst dir eh nicht die Mühe machst irgendwas präzise zu sagen, zu stützen, kann ich wirklich nix machen.
    Wennst seriös diskutieren willst, formulierst deine Frage bzw Kritik präzise, legst dir eine Argumentation zurecht und dann schauen wir uns nochmal die Daten an. Kein Problem. Aber Schwafeln und mit einem Schatten von Argument einen auf beleidigt machen weilst in Wahrheit keine Ahnung hast ist a bissl wenig.

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 20. Juni 2015 um 01:12
    Zitat von Heartbreaker


    Könntest du diese Aussagen auch mit Fakten belegen? Wie viele Konkursverfahren nach der KO (jetzt) IO wurden über Vereine der alten Bundesliga und wieviele über EBEL-Teams eröffnet. Vermutlich reden wir in beiden Fällen in absoluten Zahlen von weniger als 10 Verfahren. Sehr weitreichende Schlußfolgerungen würde ich mir da nicht zutrauen.

    Bitte sehr, siehe Grafik im Anhang. Zeigt jeweils die Zahl der teilnehmenden Ö-Vereine an der obersten Liga (inkl. Aussteigern und Zugängen) im angegebenen Zeitraum. Die Zeitreihe endet 2006 (Bild ist aus meiner Diss...lang ist's her) aber die kannst leicht vervollsändigen (Ausstieg und Wiedereinstieg Innsbruck, Einstieg Dornbirn). Dann sagst mir bitte in welchem Zeitraum, EBEL Phase oder davor unter Verbandsführung, mehr Fluktuation war.... Und ob jetzt tatsächlich Konkurse Grund für die Ausstiege waren oder sich die betreffenden Vereine noch irgendwie derrettet haben, ist wirklich egal, zählen tut die langfristige Teilnahme an der Liga, also bitte keine Spitzfindigkeiten ;)
    Konkurs hat's in der ganzen EBEL Geschichte nämlich nur einen gegeben (Linz, 2005 wenn ich mich recht erinnere, Verein wurde aber sofort neugegründet und in der Liga weitergeführt).
    Und wenn jetzt die Ansge kommt, man möge um das Bild zu komlettieren die nicht-Ö Klubs dazunehmen, weil dann die EBEL viel schlechter ausschaut (Jesenice, jetzt uU Laibach und Bozen), bitte den Vergleich mit der Alpenliga suchen, da gings erst ab...

    Bilder

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  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 19. Juni 2015 um 00:27
    Zitat von reinkbb

    Und was sagen die Verbandsgegner wohl wenn die nächste Konkurswelle rollt? Es dauert nimmer lang, also warum ist daran wieder der Verband schuld? GsD "sterben" die "Mäzene" der Gegenwart bald aus..

    Historisch gesehen hat's die überwiegende Mehrzahl aller Konkurse in Zeiten gegeben, in denen der Verband sehr viel mehr zu sagen hatte als heute...absolut wie relativ ganz klar die Liga in Zeit der Selbstverwaltung bisher stabiler als alles davor. Just sayin'...

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 19. Juni 2015 um 00:24
    Zitat von nordiques!

    Genau mit solchen Aussagen untermauerst nur, dass Dich imo gar nicht interessiert, was wer anderer meint. Oder glaubst ernsthaft nach all den Jahren, dass ich der Meinung bin, eine Importbeschränkung würde von heute auf morgen lauter Supertalente in Österreich hervorbringen oder damit mehr normale Talente geboren werden? Da gibt es genügend Posts, in denen ich das relativierender und komplexer sehe und sogar Deinen Thesen was abgewinnen kann. Ich hege aber den leisen Verdacht, dass Du alles, was nicht Deinem Leistungscredo entspricht, in Wahrheit gar nicht durchliest und zu verstehen versuchst, sondern von vornherein als Rubbish abtust und dann wortreich als solchen niedermachst. Wenn ich einen Satz wie

    lese, wird mir wieder klar, dass alles, was so Leute wie ich schreiben und denken, für Dich wie der blanke Schwachsinn klingen muss. Wie kann man auch nur freiwillig an etwas anderes als das Höchste, Beste und Maximalste denken? Dabei liegst Du damit gar nicht so falsch, nur wer definiert denn, was für ein System und Land das Maximum ist? Vielleicht ist es für Österreichs Eishockey in Wahrheit Semiprofessionalismus? Ich weiß, dass Du und z.B. der donald das ganz anders seht, aber bevor jetzt ein weiterer Aufschrei kommt, seid versichert, dass Ihr genauso recht oder unrecht habt wie ich. In diesem Punkt gibt es für uns kein richtig oder falsch, sondern halt persönliche Meinungen, weil ...

    ... - und da hast Du recht (und das habe ich auch selber oft genug betont) - die Leute zu Recht entscheiden, die sich auch im Eishockey engagieren. Und damit läuft das System auch so, wie die das als richtig einschätzen. Was wir hier tun ist lustiges Theoretisieren und Diskutieren. Solange es eben für einen lustig und interessant ist... .

    Dass du das komplexer siehst etc. weiß ich, der einleitende Satz war bewußt überspitzt und nicht ausschließlich an dich gerichtet, es gibt vermutlich noch so Spinner wie uns, die das auch lesen... Und für den Fall, dass da wer dabei ist, der dieser Theorie anhängt, gibt ja genug Leute denen die ganz einfachen Erklärungen am liebsten sind, auch wenn sie noch so hinken, grad wenns um irgendwas mit Ausländern geht, dann hoffe ich es bleibt was hängen. Bin ja schließlich ein Überzeugungstäter...

    Was das Optimum ist, weiß man nicht, stimme dir zu, weil ja nicht klar ist, was überhaupt optimiert wird...das ist hoch subjektiv. Aber das ist halt so und mit meiner Ökonomendenke hab ich halt eine Vorstellung.... Worum's mir aber prinzipiell geht, ist die Abhängigkeiten und Unvereinbarkeiten rauszuarbeiten unter denen die Dinge passieren und denen man sich -Meinung hin oder her- nicht entziehen kann. Wenn einer meint (Achtung Überhhöhung!), semi-pro Hockey unter freiem Himmel, durch und durch inländisch (inkl dem Rum zur Erwärmung der Patrioten hinter der Bande) ist das Wahre - ok soll so sein. Wenn mir sower aber erzählt, dass damit Eishockey 5,10 Jahre später ein Breitensport ist in Schnitzelland und noch ein bissl später wird Ö Weltmeister regt sich in mir was, weil das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einfach nicht so funktioniert. Disclaimer: mit sowem bist nicht du gemeint.

    Bei dem, dass die,entscheiden sollen, die sich engagieren, bin ich voll bei dir, schreib ich ja auch immer. Entscheiden soll wer die Kosten trägt und ein Risiko nimmt zuallererst. Alle anderen dürfen ihren Senf dazugeben und haben das Recht gehört aber nicht Ernst genommen zu werden ;)

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 18. Juni 2015 um 15:56
    Zitat von nordiques!

    Naja, es ist aber auch nicht so, dass in Österreich jedes Jahr 5 Vaneks oder Raffls geboren werden. Wir schaffen ja meist nicht einmal 5 Geiers ... .

    Aber ok, wenn die normalen Talente für Dich keine Berechtigung im bezahlten Leistungssport haben, dann erübrigt sich eh jede weitere Diskussion...

    Genau, wir schaffen im Normalfall keine 5 Geiers aber wenn wir nur die Liga nationalisieren wird sich das sicher ändern. Und nein, ein System, dass normalen = durchschnittlichen "Talenten" bezahlten Leistungssport ermöglicht hat mMn einen Konstruktionsfehler. Mit Berechtigung (das Wort habe ich nie benutzt, weil das einfach keine Frage eines Rechtes ist) absprechen wie du es nennst hat das nix zu tun. Ich bin für offenen Wettbewerb, junge Sportler sollen eine top Ausbildung bekommen (da kann/soll sich auch der Staat dran beteiligen), aber wer Profi wird und wer nicht hat nach Leistung entschieden zu werden und das sollen verdammt noch mal die Leute tun, die die Gehälter dann pecken und das Risiko tragen. Das bist nicht du, nicht ich und auch nicht der Verband. Jedem der das unter den gegenwärtigen Bedingungen schafft, Hut ab, ich bin dein Fan. Wer's nicht schafft sorry aber was wiegt des hat's. Im Leistungssport geht's um's Exzellenz, im bezahlten Leistungssport erst recht. Dieses Anspruchsdenken, wem auf Grund von seiner Herkunft welches Recht bezüglich des PRIVILEGS Profisportler sein zu können zusteht ist mMn unpassend.

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 18. Juni 2015 um 14:41
    Zitat von Teamplayer


    In Graz spielen wir mit den "Dukes" ja bereits in der EUHL. Schöne Sache, aber leider noch weit entfernt als Bindeglied zwischen EBYSL und EBEL zu dienen. Wenn mit Vollgas daran gearbeitet wird, die Entwicklung total positiv ist und die österreichischen Universitäten Möglichkeiten für Leistungssportler finden ("KADA" ???), könnte die EUHL eventuell in 5-6 Jahren diese Lücke füllen....

    Die INL als eine Art U24 ( "EBEL II" ) zu installieren, scheitert vor allem daran, dass die meisten INL Vereine nicht unter der (derzeitigen ??) EBEL Führung spielen möchten.

    Na dann sind wir ja quasi Projektpartner ;-). Leider ist das in Wien ein bissl anders als in Graz...aber wir schauen was in die Richtung auf die Beine zu stellen.
    Und im Herbst haben wir ein Rendez-vous, ganz wichtig!

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 18. Juni 2015 um 13:46
    Zitat von Teamplayer

    Das Geld für einen Österreicher-Topf ist sehr rasch da (vielleicht nicht in der Höhe wie Donald fordert, aber....). Ich glaube Deutschland hat(te) das System schon. Bei Anmeldung eines Imports sind nicht wie jetzt € 1.800.-- fällig sondern € 6.800.-- oder sogar € 11.800.--. Somit würden sich die Vereine vielleicht besser überlegen, welchen Import sie wirklich anmelden und auf der anderen Seite stehen pro Team durchschnittlich € 100.000.-- für den "Österreicher-Topf" zur Verfügung.
    Punkto "die guten jungen werden sich schon durchsetzen": Ja, aber zuerst müssen sie eine realistische Chance erhalten ! Ich glaube nicht, dass Legionen von jungen Österreichern nachdrängen,
    aber durchschnittlich gehen uns zur Zeit 5-6 Spieler pro Jahrgang österreichweit "verloren", weil sie keinen vernünftigen Übergang von U20 in die EBEL ermöglicht bekommen (mittrainieren mit dem EBEL-Team, Eiszeiten in der EBEL, gerechte Entlohnung....und das über einen Zeitraum von 2-3 Jahren).

    Das ist das Reindl-System. Sehe ich als sinnvolle Sache an, reicht aber mMn nicht. Ich glaube man muss massiv und direkt in die Ausbildung investieren und Strukturen schaffen. Der Umweg über finanzielle Anreize bei den Profimannschaften ist hilfreich aber nicht genug denke ich. Schulmodelle, bezahlte, gut ausgebildete Trainer auch für Kleinvereine abstellen (v.a. für die jüngsten Jahrgänge) um dort vorhandenen, überdurchschnittl. talentierten Spielern nicht durch frühe Trainingsdefizite den weiteren Weg zu verbauen, systematische Testungen im Längsschnitt um individuelle weiterentwicklung gezielt anstoßen zu können, bla bla bla. Das sind die Projekte, die Vereine und Verband mMn umsetzen müssen.
    Die mangelnde Zwischenstufe von EBYSL zur EBEL ist v.a. in Ostösterreich ein Problem, keine Frage. INL hat im Osten keine Chance wie's ausschaut. Es gibt Ideen und Projekte (zB EUHL Team in Wien, nachdem ich da involviert bin kann ich sagen die Ö-Unisport(un)kultur ist ein großes Hindernis) aber das ist eine risen Baustelle. Vielleicht tut sich dbzgl. mit dem Projekt (oder Gerücht?) U24 EBEL was. Die Idee wird vom Verband als INL Betreiber angeblich vehement bekämpft...

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 18. Juni 2015 um 13:19
    Zitat von nordiques!

    Und es hat auch nirgendwo wer behauptet, dass die Liga mit weniger Imports gleich an Niveau gewinnen würde - im Gegenteil, das Niveau würde sicher sinken. Aber wenn man das österreichische Eishockey verbessern will, muss man das österreichische Eishockey zuerst einmal sehen. Und nicht den hinteren AHL-, DEL- und woher-auch-immer-Durchschnitt. Zwei Wochen WM reichen dafür nicht aus. Die Liga muss wieder von Österreichern geprägt werden, auch wenn das am Anfang beim Zuschauen ein wenig weh tun könnte. Das Ziel muss imo über kurz oder lang bei 5 Imports liegen (wie immer man das rechtlich auch hinbringt). Anders wird sich nie was ändern (das werden auch die Deutschen merken, wenn sie ihr Programm nicht mit Importreduktion koppeln).

    Zu glauben, wir fahren oben eine künstlich hochgezüchtete Import-Liga und entwickeln währenddessen den tollen österreichischen Unterbau (also nur Goodies ohne Opfer), ist Wunschdenken. Ebenso, dass sich ohne Regulierungen oder wirklich grenzüberschreitendes Denken irgendwas am primären und alles weitere mit-sich-ziehende Problem der Standortproblematik ändern wird.

    Na gsd hat keiner behauptet, die Liga würde bei Legioreduktion besser werden. Wäre wirklich ein Fall für die Klapse. Ein Ziel von 5 Imports ist schön und gut, hab ich gar nix dagegen. Nur wenn das nicht endogen entsteht durch Investitionen in den Nachwuchs, sondern bürokratisch in der Verfolgung eines vermeintlich höheren Zieles verordnet wird, richtet man halt das was man zumindest hat auch noch zugrunde. Aber am Altar des Patriotismus lässt sich schnell mal was opfern, ist ja für den guten Zweck....
    Opfer braucht man, ja, man muss sich hinstellen und die Kinder zum Hockey bringen, in größerer Zahl als jetzt. Und man muss nach Exzellenz streben, mit modernen Methoden. Und man muss wettbewerb zulassen und reinbringren (am besten international). Dann und nur dann kriegst die Spieler, die du gerne hättest.

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 18. Juni 2015 um 13:18
    Zitat von nordiques!

    Das kostet Dich jetzt Minimum 10€ für's Phrasenschwein.

    Das Phrasenschwein freut sich, hast recht, inhaltlich stimmt die Aussage aber. Die Hürde in der EBEL ist durch die Ausrichtung Vollprofi-Spektakel-internationale Ambitionen-viele Imports etc. hoch aber die Spieler, die wirklich gute Anlagen mitbringen und den Sport entsprechend ernst nehmen, machen ihre Karriere. Ist so.

    Zitat von nordiques!


    Weiters: Du obliegst imo dem prinzipiellen Denkfehler, dass Eishockeyspieler irgendwelche Massenprodukte wären, deren Sport man deshalb mit Angebot/Nachfrage regeln kann. Tatsächlich beschränkt sich jedes Angebot auf einen Spieler für sich und egal wie viele es dieser Einen gibt (ob jetzt 100 oder 10000), es wird die Nachfrage für den Einzelnen wenig tangieren. Darum stimme ich Dir schon zu, dass die vermehrte Masse ein Höher an Wettbewerb und Qualität bringen wird, aber kaum zur sportlichen Ausgeglichenheit oder einer wirtschaftlicher Entspannung beitragen kann. Für einen neuen Standort wird Eishockey auch mit zehnmal soviel Jugendspielern in Österreich nicht billiger werden.

    Sorry, das halte ich für Unsinn. Wenn es um die Frage geht, wer einen Platz in einer Mannschaft im professionellen Bereich bekommt und wer nicht sind die Kräfte von Angebot und Nachfrage, die durch die Optimierung der Akteure auf beiden Marktseiten getrieben werden absolut relevant. Und ob ich als Spieler x mit einem gegebenen Profil an Fähigkeiten und Eigenschaften (und einem gewissen Potential zu weiterer Entwicklung) mich gegen 10 oder 100 andere durchsetzen muss, die vom Profil her ähnlich sind, macht sehr wohl einen Unterschied, für jeden einzelnen. Sowohl die Spieler, als auch die Klubs sind klarerweise heterogen und v.a. die Spieler differenziern sich in ihren Eigenschaften, vertikal in besser und schlechter (der Pöck ist einfach ein besserer Spieler als der Peter usw.), horizontal in Spielertyp A vs. Typ B (offensiver Verteidiger vs. stay-home oder was weiß ich was). welchem Spieler ich als Verein wie viel Kohle biete, damit der bei mir unterschreibt hängt fundamental davon ab was der kann bzw. was ich glaube, dass der kann und wie er in meine Vorstellung vom idealen Team, dass ich auch bezahlen kann reinpasst. Und umgekehrt gilt das für die Spieler auch, die schauen sich auch an,was kann ich beim einen Klub verdienen, was beim anderen, wie ist das Umfeld dort und da, Erfolgsaussichten, welche Rolle würde ich da bzw. dort spielen. Und wenn mehr Optionen da sind gibt's mehr Verhandlungsmacht, das ist wie überall. Wenn wir die Trattnigs, Pöcks, Komareks, Raffls usw und wie die Ö topspieler alle heißen klonen könnten und von jedem davon 3, 4 herumlaufen und einen Job suchen würde ceteris paribus jeder einzelne davon weniger verdienen als die Unikate jetzt und damit auf jeden Fall mal die Kostenseite entspannter sein. Und klar würde auch die Ausgeglichenheit der Liga steigen (die eh im internationalen Vergleich sehr gut ist). Sportliche Unausgeglichenheit ist das Resultat von finanzieller Unausgeglichenheit in Kombination mit dem Leistungsgefälle am Spielermarkt. Wenn durch mehr Masse bei gleicher Qualität die Verfügbarkeit von guten Spielern steigt fallen finanzielle Nachteile eines ärmeren Klubs weniger ins Gewicht...deshalb ist auch die quasi fehlende Importbeschränkung gut für die Ausgeglichenheit. Das Beispiel Uniqa Liga hat ja gezeigt was passiert wenn finanziell sehr unterschiedlich potente Klubs bei gleichzeitg starker Importbeschränkung zusammengespannt werden - die Liga zerbröselts innerhalb kürzester Zeit. Siehe dazu auchwas in Italien grade abgeht...

    Zitat von nordiques!

    Dein Beispiel mit Lettland freut mich, denn indirekt gibst Du ja damit jenen Recht, die eher eine Liga mit wenig Imports fordern (wie eben in Lettland, die damit im Juniorenbereich regelmäßig vor Österreich landen). Ansonsten kann ich die Logik dieses Vergleiches aber nicht ganz nachvollziehen, ...

    Mitnichten. Das Beispiel Lettland soll nur verdeutlichen, dass das oft angeführte Argument "wir sind schwach im Nachwuchs weil die Jungen auf Grund mangelnder Verdiensterwartungen (wegen der Konkurrenz durch die Legionäre) frühzeitig den Hut drauf hauen" unplausibel ist. Die lettische Liga ist soweit ich weiß semi-professionell und zahlt wenig (darum hast auch so viele recht gute Letten in tw. schwachen Ligen, wo der Rubel jetzt auch nicht wie wahnisinnig rollt, siehe Lustenau letzte Sasion), Profiteam wo gut Kohle zu machen ist hast gerade mal eines im Land und dort liegt die Latte extrem hoch. Und trotzdem gibt's im kleinen Lettland einen Hockeynachwuchs der unserem überlegen ist. Da kann man jetzt nur sagen, die Letten spielen halt gut und gerne Hockey ohne das von der Möglichkeit daheim Kohle damit zu verdienen abhängig zu machen und die jungen Ösis sind scharfe Rechner und Materialisten, die nicht wegen dem Tun an sich den Sport betreiben, sonder weil sie nachher mal Kohle machen wollen. Oder aber -und davon bin ich viel mehr überzeugt- die Sache mit den Verdiensterwartungen ist Bullshit und unsere Probleme im Nachwuchsbereich liegen woanders...
    Abgesehen davon, dass in der lettischen Liga kaum Imports spielen (paar Esten, Litauer etc. gibts) ist für mich v.a. ein Zeichen dafür, dass dort nix zu verdienen ist und es im Land (anders als bei uns) das Personal, das nötig ist, um die Liga, die man sich leisten kann, auszustatten, gibt. Die Legiolosigkeit der lettischen Liga ist eine Folge des Stellenwertes den dieser Sport dort hat und ein Zeichen dafür, dass die gut arbeiten (und keine Kohle haben) und nicht umgekehrt. Ursache und Wirkung!!


    Zitat von nordiques!

    ...aber das liegt vielleicht auch an einem weiteren prinzipiellen Missverständnis in Deiner Argumentation: Jobchancen/-aussichten hat ja nichts mit der von Dir gerne zitierten Jobgarantie zu tun. Dann dürfte sowieso niemand irgendwo eine Ausbildung beginnen. Jobaussichten ist das subjektive Einschätzen, ob man mit seinen Fähigkeiten und seiner Ausbildung eine faire Möglichkeit gegenüber den anderen auf einen vernünftigen und guten Arbeitsplatz hat. Dass man eben bis zu einem gewissen Grad das Blatt selber in der Hand hält. Da spielt es auch keine so große Rolle, ob man dann 10 oder 1000 Mitbewerber hat. Wenn man aber zum Schluss kommt, dass man als normale Begabung mit der hierzulande angebotenen Ausbildung wahrscheinlich nur für die jederzeit austauschbaren Plätze im hinteren Bereich in Frage kommt, wird das die Jobwahl mit Sicherheit beeinflussen (und wurde ja auch anderswo in diesem Forum schon des öfteren so geschildert). Und der Umstand, dass es kaum mehr bekannte heimische Namen und Stars in der Liga gibt, ist sicher auch kein Branding für zukünfigen Nachwuchsschübe. Darum auch kein Wunder, wenn bei Deiner Rechnung rauskommt, dass weniger nachrücken als Austausch-Posten frei werden.

    Ja und, eine "normale" Begabung ist halt für bezahlten Leistungssport nicht ausreichend, das ist ja nicht nur bei uns so....ganz im Gegenteil Und bis zu einem gewissen Grad hast das Blatt eh in der Hand, man muss halt in sich investieren. Und obst 10 oder 100 Mitbewerber hast spielt glaub ich schon eine Rolle. Und gut und fair und was weiß ich was...was soll das heißen? Bezahlt Sport zu betreiben ist sowieso ein Privileg und jeder der ein bissl was im Kopf hat wird/sollte sich um einen Plan B umschauen (da versagt das system auf jeden Fall, Thema Verschränkung von Schule und Leistungssport). Und vor allem im Jugendsport geht's um die intrinsiche Motivation...tun weil man's will und weil es lässig ist, die Kumpels es auch machen und weilst ehrgeizig bist. Warum gibt's in den reinen Amateursportarten, in denen du abgeshen du hast Weltklasseformat so gut wie nix verdienen kannst, Nachwuchssportler die sich voll und ganz reinhängen? Was haben junge Kanuten (gibts leider ned viele), Ruderer, Schwimmer, Leichtathleten, Judokas etc. was die Eishackler nicht haben? Warum ist für dieeinen die Job- bzw. Verdienstaussicht sowichtig und für die anderen offensichtlich nicht? Das passt hint und vorne nicht zusammen. Unser system ist schwach, die Breite fehlt und die Umstände Sport und Schule auf hohem Niveau zu vereinen sind schwierig, ja. Aber das hat wenn überhaupt nur marginal mit der Legiozahl in der EBEL zu tun. Die Legios in der EBEL sind eine Folge dieser Probleme und der Unfähigkeit des Ausbildungssektors in größerem Ausmaß die Spieler zu liefern, die nachgefragt werden...tbc

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 17. Juni 2015 um 13:20
    Zitat von starting sex

    Sorry aber diese Aussage checke ich einfach nicht 8| 8|

    Meine Aussage ist, dass das Verhältnis zwischen der "Produktionskapazität" der Spielerausbildungssektors (gemessen an der Anzahl von Klubs bzw. Standorten an denen diese auf gutem Niveau gemacht wird) und der Zahl in Ö zu besetzenden Eishacklerarbeitsplätze (gemessen an der Zahl der Organisationen, die professionelles oder semi-professionelles Eishockey betreiben) derart ist, dass es sich ceteris paribus nicht ausgehen kann unter weitgehendem Verzicht auf Imports die Kader der Teams ausreichend mit Spielern zu bestzten, die das Zeug (Anlagen, Grundausbildung) mitbringen irgendwann mal in der Lage zu sein dem NT entscheidende Impulse zu geben oder den Spielern, die das Potential dazu haben, eine ausreichend fordernde Konkurrenz zu sein.

    Mit anderen Worten, wo es in besseren Hockeyländern eine Pyramide gibt, d.h. viele, viele Kinder fangen an vielen Standorten mit dem Sport an, über den Ausbildungsweg hinweg selektieren sich die besten davon in die besten Organisationen was darin kulminiert, dass man am Ende des Zyklus (in den Junioren) eine verhältnismäßig große Anzahl von Spielern mit guten Anlagen und guter Ausbildung hat, die in den Wettbewerb um verhältnismäßig (nicht absolut!!) wenige Arbeitsplätze im Profibereich eintreten, steht bei uns eine Säule (wenige Kinder an wenigen Standorten fangen an, und am Schluss gibt's noch viel weniger und noch dazu oft zahlenmäßig schwache Juniorenteams deren Abgänger eine Profiliga personell besetzen sollen).

    In einem Gednakenexperiment ausgedrückt:

    Sagen wir der einfachheit halber Spieler, die aus der U20 abgehen stellen die Basis der Neuzugänge in der Profiliga dar, diese hat zum Zeitpunkt t = 0 (Gegenwart) N Arbeitsplätze zu besetzen. Jetzt sei X_-15 die Anzahl der Kinder, die zum Zeitpunkt t = -15 (also vor 15 Jahren) im Alter von sagen wir 5 Jahren begonnen haben zu spielen (alle die später angefangen haben sagen wir der einfachheit halber derblasen es sowieso nicht). Das ist die Basis der Spieler, die in der Gegenwart in die Profiliga nachrücken können. Weiters sei X_t mit t zwischen -1 und -15 die Anzahl jener Spieler, die bei t = -15 schon dabei waren (also mit 5 angefangen haben), zum Zeitpunkt t immer noch dabei sind, nie pausiert haben und in immer in einem Klub mit einem wie auch immer definierten "guten" Mindestausbildungsstandard aktiv waren. Jetzt schaue ich mir die Reihe der Verhältnisse N/X_-1, N_X-2, ...N/X_-15 im Vergleich über verschiedene Länder an. Ich behaupte, dass die Punkte in dieser Reihe für Österreich für jeden Zeitpunkt (deutlich) über denen in den strukturell besseren Eishockeyländern liegen. D.h. in Ö ist die Basis an Nachrückern im Verhältnis zu den Plätzen im Profisektor größer als anderso (weniger spieler matchen sich um mehr Plätze), Die folge ist, dass der margiale Spieler (der schwächste, der's noch in die Liga schafft) klarerweise schwächer als anderswo. Genau daran liegt in einer statischen Betrachtungsweise das Problem der oftmals als notwendig oder sogar hinreichend dargestellten Importreduktion, um die Zahl und Qualität der einheimischen Spieler zu heben. Die Zahl vielleicht, die Qualität mMn nicht, da muss man viel grundlegender ansetzen.

    EDIT:

    Zzu den Zahlen von Teams...gegenwärtig 8 in der EBEL (=Profiteams) und 5 (von mir aus 6 wenn man Kapfenberg zählt) INL (semi-pro Teams), das ist die Basis von Senioren Hockey auf leistungssportlichem Niveau in Ö. Die Anzahl der Teams im Jugendsektor wäre GROB gleichzusetzen mit der Anzahl der Vereine, die zumindest eine U18 oder aber eine U20 in der EBJL bzw. EBYSL führen (mal von dern Voralrbergern abgesehen, die das über die Schweiz spielen). Darüberhinaus gibt's je nicht wirklich viel auf von Leistungssportperspektive her gesehen adäquatem Standard. Soll aber nur ein grober Überblick sein. Wien ist da zB schon anders zu behandeln, da es zwar nur eine U20 Organisation gibt abe mehrere, die bei den jüngeren Jahrgängen aktiv sind etc. Geht aber nur ums große Bild.

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 16. Juni 2015 um 23:00

    Wenn die Jungen ordentlich was drauf haben (wenn Anlagen und Qualität der Ausbildung stimmen) werden sie sich auch spielen. Supply creates demand, bin in dem Fall voll ein Supplysider. Und die Story mit den Arbeitspätzen kauf ich nicht, erstens ist die Zahl nicht in Stein gemeisselt (wenn mehr junge, gute Spieler am Markt sind geht ja vielleicht auch die Anzahl der in Liga 1 und 2 aktiven Klubs wieder rauf, weil sich konkurrenzfähige Roster leichter finanzieren lassen...) und in den großen Eishockelänern sehen wir ja auch, dass die Pyramide (riesig breite Basis an Spielern im Verhältnis zur Zahl an Profis) funktioniert und der damit verbundene Wettbewerb Qualität bringt. Menschenrecht auf einen Arbeitsplatz als Hockeyprofi gibts nicht, kanns nicht geben. Wir haben 8 Profiteams und 5 Semi-pro Teams und keine 13 Klubs/Standorte in denen state-of the art Jugendarbeit gemacht wird. Das kann nicht funktionieren...
    Und was würdens denn da zB in Lettland sagen? Im Nachwuchs seit ewig besser als Ö und im eigenen Land hast mit Dynamo Riga ein Vollprofi Team und der Rest (& Teams in der 1. Liga darunter eine reine Jugendmannschaft) ist bestenfalls semi-pro. Trotzdem ist die Breite im Nachwuchs da....

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 16. Juni 2015 um 10:14
    Zitat von Heartbreaker

    Eine Menge Aufwand um das Faktum wegzudiskutieren, dass eine Nationalmannschaft, die in den EBEL-Anfangszeiten zu Beginn der Nullerjahre meistens in der Weltgruppe spielte, zur Fahrstuhlnation geworden ist, die nur mehr alle zwei Jahre an einer A-WM teilnehmen darf und dann sofort wieder hinunter muß.

    Nicht ausreichend viel Aufwand um zu sehen, dass die Tatsache des mehrmaligen "Obenbleibens" in den frühen 00er Jahren viel eher durch
    * besseres Teamgefüge/Chemie
    * zumeist mehr Austros
    * größere Verfügbarkeit der Topspieler da kaum Spieler in NA/NHL (Ausnahme Divis) und offensichtlich bessere Motivation für's NT aufzulaufen
    Was wäre gewesen, wenn der Ulrich, H.Hohenberger (a la Trattnig und Pöck jetzt) damals auch keine Lust mehr gehabt hätten und zB Brandner, Kalt so wie Grabner und Vanek in der NHL gespielt und nicht immer verfügbar gewesen wären?
    * reinen Zufall
    getrieben war als durch die BuLi Legionärsquote?

    Der Klassenerhalt war auch damals genauso keine gmahte Wiesn, man hat halt im Vergleich zu den letzten A-WMs damals die richtigen Spiele gewonnen... Und gegen die Großen hat's auch damals meistens derbe Schlappen gegeben, hin und wieder mal einen Achtungserfolg. Wo ist da der große Unterschied? Warum sind wir 2005 abgestiegen, da war die Buli auch noch leginärsbeschränkt?
    Also wenn du meinst, dass die Leistugen damals im Detail a) statistisch signifikant besser waren und b) dieser Unterschied auf die paar Jahre mit weniger Legionären in der BuLi zurückzuführen ist, ok, wennst glauben willst, dann glaubst das halt. Ist ja schön einen einfache Erklärung und noch gleich dazu einen Sündenbock zu haben... Hat halt nur mit der bösen Komplexität der Wirklichkeit ned unbedingt viel zu tun.

  • Aktion: Wir fordern weniger Legionäre!

    • RexKramer
    • 16. Juni 2015 um 00:18

    Ja, interessant die Geschehnisse vor dem Hintergrund der von den Hflern damals angeleierte Kampagne Revue passieren zu lassen.

    Aus den damals als Weltuntergangszenario herbeigeredeten 9-10 Legionären pro Team ist Realität geworden aber die Nationalmannschaft ist keinen Deut schlechter geworden als damals. Ohne den mangelnden Erfolg sich seither mal oben halten zu können schönreden zu wollen, man hat in einer von 2 Gelegenheiten die Olympiaquali gepackt (dort bis zum Selbstfaller auch eine ordentliche Figur gemacht) und ist heuer mit einem radikal verjüngten Team unter Absenz von Topspielern großer Zahl ars**knappst nicht oben geblieben. Der Grund für mich: alle Ö Spieler, die eine Karriere in der EBEL derpacken -und um ein NT zu besetzen sind das immer noch genug, selbst nach der post Sotschi Rücktritts- und Absagewelle- können auf europaweit beachtlichem Niveau professionell diesem Sport nachgehen und werden dort, egal in welcher Rolle sie jetzt agieren, in Training und Spiel gefordert. Und die Auswahl an Spielern, die eine vernünftige 3. und 4. Linie hergeben mit denen man gegen die üblichen Verdächtigen im Abstiegskampf bestehen kann ist groß wie nie zuvor. Dass bei der Absage/Ausfall von 3 der 6 besten Defender, Verzicht/Abwesenheit auf/von 2 NHL Profis und einer Ladehemmung bei den wenigen übriggebliebenen Scorern der offensive Output (Knapp) nicht reicht wäre in jedem anderen Land am unteren Ende der A Gruppe genauso. Die Probleme mit dem Abgang von so vielen Spielern sind weit mehr den Kalamitäten im Team in den letzten Jahre geschuldet an denen der OEHV sicher nicht gaanz schuldlos ist (die Spielerseite wohl auch nicht) als irgendwas sonst. Fazit: das NT ist in den letzten 10 Jahren, nicht an der EBEL und ihrer Legionärspolitik gescheitert, sondern an Problemen im eigenen Bereich und einer Ladung Pech (2009 nur wegen Veranstalter D abgestiegen, 2013, 2015 mit jeweils Absteigerunktemaximum). Also nein, das NT ist trotz der 9-10 Imports statt der damals 7 nicht untergangen. Man ist grosso modo dort wo man hingehört, wenn man die U20 und U18 Ergebnisse der letzten Dekade anschaut. Mit besserem Teammanagement, einer besseren Chemie und einem Quäntchen Glück mehr (oder weniger Pech ;) wär man seit 2006 vielleicht nur 2 oder 3 mal abgestiegen...was an den fundamentalen Bedingungen auch nicht viel geändert hätte. Insofern, Suhonen's Vision von der 4-6 Imports EBEL, schön und gut. er muss ja nicht die Tickets verkaufen und das Risiko tragen. Gestehe ihm die Aussage als Teil des politischen Spieles absolut zu. Und ich vermute auch, dass er wissen wird, dass der Krieg in Wirklichkeit in den Jugendabteilungen gewonnen wird und seine Plan nur dann aufgeht, wenn der Nachschub entsprechend kommt. Und dabei wartet noch viel Arbeit wie wir wissen.

    Lustig auch: unser kl. Eisbär hat damals die Befürchtung geäußert, dass wenn bei den 7 Imports schon so viele Pfeifen dabei sind, bei 9-10 ja nur noch gehbehinderte, halbseitig gelähmte Ausländer zu erwarten seien. Nur waren damals die typischen Imports der EBEL ECHLer mit uU ein bissl AHL Erfahrung und heute sinds im Schnitt career AHLer und die Zahl derer, die auch mal in der NHL ran durften ist mMn auch größer als damals. Ebenso ist die Zahl der Leute, die aus den unteren Minors a la CHL, NAHL etc. kommen auch weniger geworden. Und das sieht man auch in den internationalen Vergleichen damals und heute, ganz klare Entwicklung, die Liga ist deutlich besser geworden und schlechte Imports (klar gibts die) sind in aller Regel nach einem Jahr wenn nicht schon früher Geschichte (KAC ausgenommen). Viel Lärm um wenig insgesamt.

  • Nationalmannschaft der Zukunft

    • RexKramer
    • 15. Juni 2015 um 14:54

    Hab gerade auch die Zusammenfasung der OEHV Generalversammlung gelesen. Was ich nicht verstehe ist, dass Suhonen die Nutzung aller 4 international breaks für das NT fordert. aber der OEHV seit Jahr und Tag die Turniere in den Ligapausen mit Teams bestreitet, die bestenfalls ein bissl was mit der für den Saisonhöhepunkt geplanten Mannschaft zu tun haben. Dabei sichtet man so gut wie alles und jeden, der in der EBEL mit einem Ö-Pass unterwegs ist. Dafür braucht's jetzt wirklich alle 4 Turniere? Oder will man in Zukunft bei 2 Turnieren sondieren und sichten und bei 2 weiteren das vorrausichtlich bei der WM an den Start gehende Team zusammenspielen lassen (was man bisher nie getan hat)? Geht mir nicht ganz ein.

  • Transfergeflüster: HC TWK Innsbruck "Die Haie" 2015/16

    • RexKramer
    • 12. Juni 2015 um 00:13

    In meiner Innsbrucker Zeit war der Lack(ch)mus(ch)tes(ch)t: Akakikokundenkarte

  • Historische Fragen...

    • RexKramer
    • 11. Juni 2015 um 09:35
    Zitat von nordiques!

    Wurde wohl gequetscht. Das war in den Endsiebzigern noch nicht aus der Mode, Kuschelige Atmosphäre (wobei, kenn ich aus der Zeit mehr aus den Fußballstadien).

    @RexKramer Also empirisch war meine Aussage jetzt nicht wirklich, sondern mal eine leicht frotzelige Feststellung in Richtung der Importsbefürworter. Und das, was Du da alles angeführt hast, wäre z.B auch ein Punkt gewesen, den ich mir bei der seinerzeitigen Idee des HF-Hockeyboards vorstellen hab können. Rausfinden, wie es war, wie es ist, wie es werden könnte. Ich hab z.B. meine Erinnerungen, dass es Anfang der 80iger sehr wohl einen Hype in Kapfenberg gegeben hat (ich erinnere nur an das Memphis-Team), aber zu der Zeit war ich viel zu selten vor Ort, um das wirklich bestätigen zu können.

    Ich finden es nur auch nicht ganz fair, die Uniqua-Liga immer als Negyativ-Beispiel hinzustellen, weil auch Du keine Ahnung hast, wie sich das Ding entwickelt hätte, wenn es richtig und konsequent fortgeführt worden wäre. Die Jahre 1 und 2 waren die Notbremse und die ist ja selten was Attraktives.

    Frotzelig oder trotzig? Oder gar beides? ;)
    Und nein, ich weiß nicht mit Sicherheit wie sich das Reformligaprojekt der frühen 0er Jahre entwickelt hätte, wenn man es auf Teufel komm raus weiter so durchgezogen hätte (mit Zwang durch den Verband oder so). Ich weiß aber, dass in der Phase, als man das tat, binnen kurzem 4 Klubs das Handtuch werfen mussten (DEK hätte da sowieso nie hingehört, was für ein Schwachsinn...) und dass sich die Importbeschränkung ganz endogen, von innen heraus und graduell überlebt hat. Aus guten Gründen mMn. Das war einfach kein stabil-tragfähiger Zustand und genau deshalb hat man diesen Weg verlassen. Zu glauben alles, von Liga über den Nachwuchs bis hin zum Nationalteam, wäre ganz anders und besser geworden wenn man nur so weitergemacht hätte, dafür sehe ich wenig bis keinen Grund - außer dem Prinzip Hoffnung, dem du diesbezüglich recht stark anzuhängen scheinst...

    Schauen wir nach Italien, die ziehen gerade ein ähnliches Projekt auf und laufen prompt in ähnliche Probleme wie in Ö damals. Ob das nur die "Anfangsverschlechterung" ist und dann der große Sprung nach vorne kommt - bin dezent skeptisch. Ein interessantes "Feldexperiment" aber auf jeden Fall.

  • Historische Fragen...

    • RexKramer
    • 10. Juni 2015 um 16:46
    Zitat von MoRn1nGsTaR


    OT: Komm in den Playoffs nach Linz - da ist das auch noch durchaus "üblich" - wenn auch wohl nicht mehr in solchem Ausmaß wie früher

    Genauso wie die freiwilligen Ordner die mal schnell ein paar "Freunde" mit entsprechender Transitgebühr auch so reinlassen übrigens ;)

    Ahem, ich bin aus der Gegend und besuche die Blackwings, wenn ich mal in der alten Heimat bin, schon seit laaanger Zeit immer wieder. Im Play-off ein jährlicher Fixtermin. Dass zwischen voll und volll nach wie vor ein Unterschied ist, ist klar. Auch die Story mit den Ordnern kenne ich (auch einer aus meinem Bekanntenkreis war da zeitenweise recht kulant ;-). Dass es diesbezüglich in der guten alten Zeit, gerade in einer Halle wie Kapfenberg noch viel lockerer abgegangen sein muss, um mir das auszumalen brauch ich nicht viel Fantasie ;-).
    In Linz ist ja mit dem Verscwhinden quasi einer ganzen Stehplatztribüne (West) der Spielraum für die Publikumsverdichtung (keine Referenz auf den in Eishallen typischen Alkoholkonsum) ja auch etwas kleiner geworden.

  • Historische Fragen...

    • RexKramer
    • 10. Juni 2015 um 15:57
    Zitat von Heartbreaker

    Ich weiß nicht, was manche hier glauben, wie es in den frühen Achtzigern in den Eishallen der Bundesliga zugegangen ist. Das war ja nicht mehr die Postkutschenzeit. Klar wurde da an den Eingängen kontrolliert und weinende Mütter mit hungrigen Babies am Arm durften auch nur hinein, wenn sie eine Karte hatten. So war es jedenfalls in Villach, Kapfenberg, Klagenfurt, Innsbruck und im Donaupark, wie ich aus Erfahrung bestätigen kann.

    Aber zB in Feldkirch haben sich die Leute aus Getränkekisten und Brettern ganz hinten noch eigene Tribünen gebaut. Das möcht ich heute mal wo sehen ;)

    Ich glaub man kann ohne viel Zögern sagen, dass die diversen Vorschriften für Sportveranstaltungen in der Öffentlichkeit bzw. für die solche beherbergenden Gebäude damals erstens nicht ganz so bierernst waren wie heute und zweitens -vermute ich- auch weniger streng exekutiert wurden...
    Zudem gab's insgesamt noch mehr Stehplätze mit denen man sich leicht tut Leute weit über das zulässige Maß hinaus in die Halle hineinzupferchen (gerade für Kapfenberg relevant da quasi ein reines Stehplatzstadion). Ob mit oder ohne Karte. Die Möglichkeit ohne Ticket zu einem Spiel zu kommen wird in der Zeit vor Drehkreuzen und Strichcodelesern, freiwilligen Ordnern statt Securitypersonal etc. wohl auch ein bissl weitergehend gewesen sein als heute. Just sayin...

  • Nationalmannschaft der Zukunft

    • RexKramer
    • 10. Juni 2015 um 15:32
    Zitat von Teamplayer

    Forumsregel Nr.1 - Der Verband ist Schuld,
    WEIL es ihm seit Jahr(zehnten) egal ist, wie wo und wie oft trainiert wird. Ob eine U18 2x wöchentlich mit einem Pausen-Clown am Eis steht, oder zwei professionelle gut ausgebildete Trainer 6x wöchentlich mit dem Team trainiert, ob Goalie-Trainer vorhanden oder nicht, ob Off-Ice Training gemacht wird, Frühjahrs-Training, Sommer-Training,...dem Verband ist es so egal, dass er nicht mal weiß, wo was passiert !
    Finanzielle Anreize für Trainings-Intensität, Einrichtungen, Umsetzungen, Erreichen von Ziele gibt es keine. Man bekommt immer € 0.-- !!! ?(
    Welche Erwartungen hat der Verband von der Vereins-Arbeit ? Warum wird die Arbeit der Vereine nicht regelmäßig evaluiert und honoriert !?

    Das finde ich ist ein bissl billig...
    Der Verband ist von seiner Konstruktion her, die Interessensgemeinschaft der Vereine (= Vertreter des Sportes auf Basisebene) und als solcher prinzipiell für Standardsetzung, internationale Beziehungen und Wettkämpfe (Auswahlteams), Abwicklung von nationalen Meisterschaften, Bereitstellung gewisser organisatorisch- administrative Dienstleistungen (Spielerzulassungen, what not), Vertretung nach außen (gegenüber Politik, Sportbürokratie, 3. Partnern...) und für die Standardsetzung in verschiedensten Bereichen zuständig, ja.

    Wofür der Verband definitiv nicht zuständig ist, ist die tatsächliche Arbeit mit den Spielern im Zuge deren Ausbildung. Das kann und muss in der Gesamtheit nur von den Vereinen kommen und wenn die sagen wir mal auf billig, altmodisch und amateurhaft machen (warum auch immer, weil man'snicht besser weiß, kann, weil's immer schon so war und warum sollt man was neues machen...), kann der Verband selbst wenn er wollte relativ wenig dagegen tun. Und vor allem können Vereine und Verband (erstere wählen ja die handelnden Personen in letzterem) sowieso auf lange Sicht nicht getrennt betrachten, das sind korrespondierende Gefäße. Die Verantwortung für eine gute Arbeitsbasis liegt mMn auf beiden Seiten und interagiert mit dem was Vereine und auch Verband tun oder unterlassen. Kann man mMn zumindest langfristig nicht voneinander trennen...außer die Vereine koppeln sich, so wie es in der EBEL passiert, vom staatlich sanktionierten Monopolisten Verband ab und schaffen eigene Strukturen. Oder umgekehrt, der Verband verzichtet auf die Vereine und wählt sich neue ;)

  • Historische Fragen...

    • RexKramer
    • 10. Juni 2015 um 12:54
    Zitat von nordiques!

    Hab ich mir fast gedacht, dass das von Dir kommt (nur nicht so flott). Nö, im Prinzip bleib' ich bei meiner Aussage (die ich eh immer vertreten habe), dass auch eine Liga mit weniger Imports bei den Fans gut ankommen würde. Dass sich Dinge immer ändern, no na, aber im Wesen bleibt imo bestehen, dass die Leute immer zu den Spielen der höchsten Liga gehen werden, wurscht ob mit 10 oder nur 2 Legios. Mal jetzt von allen rechtlichen Schwierigkeiten (EU) abgesehen. Weil würde es nur um vergleichbare Qualität gehen, dürfte in Österreich bei der mittlerweile medialen Verfügbarkeit von NHL oder KHL nach Deiner These sowieso keiner mehr in die Halle konmen. Die Leute tun es aber komischerweise trotzdem ... .

    Die Möglichkeit NHL, KHL in TV o.ä. verfolgen zu können spielt vermute ich nur für wenige Leute eine Rolle bei der Entscheidung, ob sie auch live Spiele anschauen gehen - ich kenne ein paar Leute, bei denen das so ist...nur so nebenbei
    Die Behauptung, dass auch eine importreduzierte und damit notwendigerweise sportlich schwächere Liga (die auf Grund der Importreduzierung behaupte ich auch noch weniger ausgeglichen sein würde - durch den Konzentrationsprozess der guten Inländer auf die finanzstärksten Klubs ohne Möglichkeit der finanzschwächeren über den offenen Markt kompensieren zu können) gleich attraktiv ist für die Zuschauer gestehe ich dir zu - gute und logisch konsistente Gründe gibt's dafür mMn aber nicht wirklich. Das ist halt deine Meinung, ok.
    Diese Story mit Zahlen aus der guten alten Zeit zu argumentieren halte ich aber für naiv bis absichtlich irreführend.

    Nur die Tatsache, dass es in Kapfenberg mal Spiele gab die bei nur 2 Imports von 6.000 Zusehern verfolgt wurden sagt mal gar nix. War das der Regelfall oder nur Ausreißer an ganz besonderen Tagen? Gab's in der Zeit einen Hype in Kapfenberg (so wie es ihn auch an anderen Standorten mal temporär gegeben hat)? Wie haben die Zuschauerzahlen in dieser Zeit in der Liga allgemein ausgesehen...über mehrere Saisonen und in allen Standorten (das ist die relevante Datanbasis für so einen Vergleich - wenn schon). Dann gibt's noch für 1000 Dinge zu kontrollieren, die einen Unterschied erklären können, hier nur ein paar:

    * Anzahl Spiele /Saison (ZS-Schnitt sinkt i.A. mit der Anzahl der Spiele)?
    * Eintrittspreise (Kaufkraftbereinigt)
    * Ausgeglichenheit der Liga
    * Lokale Rivalitäten
    * Sicherheitsstandards in den Hallen und deren Exekution
    * Konkurrenz durch ander Unterhaltungsangebote (inkl. Selbstkonkurrenzierung im Hockey durch Medienverfügbarkeit)

    und so weiter...

    Ohne die Berücksichtigung solcher Dinge ist dein Schluss einfach völlig an den Haaren herbeigezogen. Wennst schon empirisch argumentierst, solltest dich um die Regeln, wie man das tut schon auch ein bissl kümmern. In der Art wie du das bringst wär's schon fast politiktauglich. Mit seriöser, empirischer Argumentationsweise hat das gar nix zu tun.

    Und vor allem ist deine Einschätzung konträr zu allem was wir in der jüngeren Vergangenheit beobachten konnten, da gibt's ned viel was deine These stützt. In der Zeit deiner geliebten Uniqa Liga (wenige Imports!) zB waren auch die Zuschauerzahlen im Keller im Vergleich zu heute. Das ist glaube ich schon ein gutes Indiz, dass das absolute sportliche Niveau sehr wohl einen Einfluß auf die Attraktivität der Spiele bzw. der Liga hat. No na ned. So schasaugert sind die Leute nicht, dass sie ned sehen was gutes und nicht so gutes Eishockey ist. Ned umsonst ist die ASH bei AUT gegen Kanada bumvoll und gegen Ungarn eher schütter besetzt. Das spielt eine Rolle und gerade heutzutage wo andere Angebote egal aus welchem Bereich abundant sind so zu tun als ob Können und Klasse im Sport nicht so wichtig wären ist ein bissl naiv.

  • Historische Fragen...

    • RexKramer
    • 10. Juni 2015 um 10:31
    Zitat von nordiques!

    Und das in der Zeit von nur zwei Imports (und dem einen oder anderen Austro). Soviel zu der auch dahier oft getätigten Aussage, mit weniger Imports würde vor halbleeren Hallen gespielt werden ... .

    Und der Schluss von den Bedingungen und Zuschauerzahlen damals auf heute ist deiner Meinung nach logisch zulässig? Oder gibt's vielleicht ein, zwei Dinge, die sich seither geändert haben und die man in so einem Vergleich eventuell berücksichtigen müsste?

  • Nationalmannschaft der Zukunft

    • RexKramer
    • 5. Juni 2015 um 21:54
    Zitat von starting sex

    Das Thema Testungen wäre unerschöpflich, und würde den Rahmen hier sprengen. Die Pallette reicht hier von recht einfachen Tests über bestehende Testbatterien wie zum Beispiel von z&r bis hin zu Universitätssportwissenschaftlichen Tests mit Langzeitstudien eben unter den bekannten Aspekten der Objektivität Nachhaltigkeit Reliabilität und Valididät.
    Je nachdem wie intensiv sich jemand damit befassen will, hier kleine Tipps. Wobei man hier sagen muss, dass Topvereine oder Verbände sich hier sehr sehr oft eben professioneller Firmen oder eben Sportunis bedienen . Auch die Referees zum Beispiel bedienten sich in der Schweiz im Beisein von Smith für die NHL und Kommisarov für IIHF einer solchen Firma (Name kann eh jeder selber rausfinden, um keine Werbung zu machen) ebenfalls interessante Ergebnisse und Entwicklungen

    Literaturtipps
    Christopher Langhans der Sportmotorische Test praktische Anwendung und statistische Auswertung
    Christian Jansen wissenschaftliche Kriterien bei sportmotorischen Tests in Hinblick Reliabilität und Valididät und Zusammenhangsmerkmale ausgewählter leistungsdiagnostischer Verfahren
    diese beiden Bücher sind topneu und nach neuesten Erkenntnissen und Pflichtlektüre in der Trainerausbildung

    weiters interessant Dieter Niedlich& Arndt Krüger ITHACA Eishockeytest oder Alain Hache the Physics of Hockey sowie The usefulness and reliability of fitness testing protocols for ice hockey playersNightingale SC1, Miller S, Turner A.

    aber eben wie gesagt unerschöpflich.

    nur eine kleines Beispiel noch am Rande Roland Luchner Bsc Msc und ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.Christian Raschner haben eine Studie zum Thema Zusammenhang anthropometrischer Parameter und ausgewählter Oberkörperfitnesstests mit der Schussgeschwindigkeit bei professionellen Eishockeyspielern durchgeführt mit der Erkenntnis, dass bei Österreichischen Profi Eishockeyspielern sowohl der Einfluss der körperlichen Fitness als auch KGR und KGW auf die Schussgeschwindigkeit geringer ist als angenommen.

    Danke für die Infos, super! Die Theorie ist spannend, keine Frage aber damit kenn ich mich eh ein bissl aus. Was mich darüberhinaus sehr interessieren würde, was diesbezüglich in Ö gemacht wird. Wird bei Vereinen und/oder im OEHV Bereich getestet? Wenn ja, richtig systematisch, groß angelegt im Längsschnitt oder nur auf eher isolierter Basis? Weißt du da was?

  • Nationalmannschaft der Zukunft

    • RexKramer
    • 3. Juni 2015 um 14:41

    Frage an die Insider: gibt es sowas wie systematische Längsschnittstestungen der Jugendspieler mit Testbatterien, die gut geeignet sind die v.a. motorisch technische Entwicklung (Eislaufen, Stocktechnik-Passen-Schiessen) zu objektivieren und damit vergleichbar zu machen?
    Lese immer wieder mal von Test, die in diese Richtung gehen, aber gibt's da was systematisches? Was in allen bzw. zumindest den großen Vereinen oder zumindest mit den Spielern der Auswahlteams angewandt (ev. ein internationales Programm in Verbindung mit den Skills competitions?) wird?

    Bin mir sicher, dass man da das Rad nicht neu erfinden müsste und es in größeren Hockeyländern sowas ohnehin gibt. Wenn man das umfassend (in alllen Vereinen) über immer wieder macht sieht man genau wo es Defizite gibt und wann diese entstehen und man hätte ein Informationsgrundlage um gegenzusteuern... Ist so ein Testprogramm in den Agenden von Bader inkludiert?

  • Nationalmannschaft der Zukunft

    • RexKramer
    • 2. Juni 2015 um 21:28
    Zitat von starting sex

    da wären wir bei dem Mann, von dem ich dauernd rede. :veryhappy:

    Es gab genügend Leute die dies im Verband aufgezeigt haben und zwar schon seit Jahren, nur wurden sie immer belächelt. EIn Werfing redet schon seit Jahren drüber.


    Aber, dass man of-ice übers ganze Jahr trainiert und man im Sommer, wenn kein Eis ist, in dem Bereich einen Schwerpunkt setzen muss, wenn man was weiterbekommen will, könnten die Vereine auch ohne einen Einflüsterer wissen. Mir scheint, dass diesbezüglich nicht nur der Verband, sondern auch die Klubs, wo ja der Großteil der Arbeit passiert bzw. passieren sollte, ein bissl hinten nach sind. Scheint mir kein Partikularproblem von Verband oder dem Bereich der Vereine zu sein, sondern eine allgemeine Zustandsbeschreibung zu sein. Aber gut, dass Bewegung reinkommt, von wem auch immer initiiert...

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