Pusterer, du überschätzt den Einfluß des Verbandes maßlos. Der OEHV hat über die Verbandsschiene und den Link zur IIHF zwar einen Hebel bzgl Spielertransfers und die EBEL hält sich natürlich auch an die international vorgegebenen Regularien, alles andere ist aber eine Verhandlungssache in der die EBEL über ihre Entscheidungsstruktur (Einstimmigkeit in der Präsikonferenz) als Gegenüber des Verbandes deutlich mehr Gewicht hat.
Wenn der OEHV das Sagen gehabt hätte wie du meinst hätte es die Punkteregel nie gegeben (sondern eine klassische, wie auch immer angesetzte Quote). Das Machtverhältnis war dbzgl immer asymmetrisch und die Drohung an die Liga ihr die Anerkennung zu Verweigern und die ÖSTM außerhalb der EBEL auszuschreiben und ausspielen zu lassen hätte man nie und nimmer durchgestanden. Ganz in der Frühphase nach dem Ligacrash 99/00 (zu Zeiten der Uniqua Liga) hat Kalt mal genau damit gedroht, weil die Klubs nicht ganz so getan haben wie der Verband wollte - das Ergebnis ist bekannt, Gründung der selbstverwalteten Liga (welche Rechtsform die hat ist dabei nicht wirklich wichtig), Lockerung der Importbeschränkung bis hin zur Punkteregel.
Ich schätze seit dem Übergang zu Mittendorfer als Präsi wird sich das Machtverhältnis verändert haben wobei von der Historie her ist das vielmehr als das die EBEL den Verband übernommen hätte als umgekehrt. Im Prinzip rauft man sich bei den wesentlichen Themen halt im Dreieck Klubs-Verband-EB halt auf einem kl. gem. Nenner zusammen, aber der liegt sicher deutlich näher am Idealpunkt der EBEL Klubs als bei dem was der Verband will.