ZitatAlles anzeigenOriginal von Pausentee
Als langgedienter Eishockeyfan nun mal hallo an alle user hier in diesem Forum. Ich werde mich mal- nachdem ich mir von den vorhergehenden postings ein eindeutiges Bild gemacht habe - kurz zum Thema KAC, Salzburg, Koch und Geld einbringen:1. dass Tommy Koch dem Ruf des Geldes folgte, der ihn keinesfalls vom KAC weg hin zu den Bulls, aber von Schweden weg nun doch hin ins Eishockey-Uganda Österreich (vgl. registrierte Spieler, Hallen, Infrastruktur .... AUT-SWE) brachte, ist für jeden Sportler legitimer Motivationsgrund und wird auch wohl in anderen Mannschaftssportarten so der Fall sein. Nachdem kommende Saison Koch sicher der beste Österreichische Feldspieler, der in der EBL spielt, sein wird, ist es auch logisch, dass nicht die Vereine die Konditionen stellen, sondern selbiges Koch als Spieler tut und eben derjenige Klub den Vorzug erhält, der den Vorstellungen Kochs am nächsten kommt. Nun jammern hauptsächlich diejenigen, die Koch selbst gern in "IHREM" Team gesehen hätten. Dann nämlich, wenn Koch z.B. beim KAC unterschrieben hätte, wären die "Sorgen" um Kochs sportliche Zukunft in seiner Heimat bei denjenigen wie weggeblasen gewesen.
2. Koch hat in Österreich sicher nach einigen Monaten EBL-Saison einen höheren Werbewert als als Spieler in Schweden. Und Marketing ist ja nicht gerade eine vernachlässigte Abteilung bei Red Bull.
3. Dass der KAC nicht mithalten konnte stimmt nur begrenzt. Denn ein Grossteil des VERBUND-Budgets wurde bereits für Intranuovo, Norris, Rebek etc. verwendet, da schon Monate zuvor mit den Sponsorverhandlungen KAC--Verbund begonnen wurde, es in den letzten Wochen nur noch Feinschliffe gab.
4.Der KAC bzw. Teile seiner Fans (manche wissen allerdings ohnehin nicht, was sie eigentlich wollen, denn es ändern sich gewisse user-Meinungen quasi mit dem Kalenderdatum bzw. je nach dem, was gerade in der Presse steht), glauben offensichtlich immer, alle ehemaligen KAC-Youngsters, die von irgendwo wieder nach AUT kommen, hätten eine moralische Verpflichtung, AUSSCHLIESSLICH beim KAC anzuheuern. Wenn man die Infrastruktur (sh. Homepage, sh. Stadthalle, sh. Vorverkaufsvermarktung, sh. Vorstand) des KAC ansieht, fehlt eigentlich eine logische Begründung. Die Grazer verfluchen ja Norris oder Rebek auch nicht, weil sie weg sind, obwohl sie eine Grazer Institution waren. Im Gegenteil - flugs hatten die Grazer zumindest gleichwertigen Ersatz.
5. Und wenn Red Bull was für den Eishockeysport tut, ist es nur gut für ganz Österreich. Immerhin wurde mit Koch wieder ein Top-Österreicher nach Österreich gelotst, was sich der KAC schlicht nicht leisten konnte (oder wollte).
6. In der EBL funktioniert das Miteinander unter den Vereinen eigentlich ausgezeichnet, unterbrochen lediglich durch den logischen sportlichen Konkurrenzkampf. Vielleicht sollte der Eigentümer dieses Forums dies auch den einzelnen Fan-Foren für ihr Verhalten zueinder vorschlagen, denn es ist Tage VOR Beginn der Meisterschaft NICHT notwendig, wieder das leidige Thema Geld und Red Bull und Pasut und Verbund und Liwest und und und durchzukauen, nur um den anderen in die Pfanne zu hauen. Wenn dann manche user den anderen einen Psychiater "an den Hals" wünschen u.ä., sollten diese solche Dispute bitte über PN´s austragen!
ad 1): Klar ist viel Geld ein legitimer Motivationsgrund. Gutheißen braucht man dies aber deshalb nicht. Charakterliche Stärke bzw. Ehrgeiz signalisiert eine solche Entscheidung nun einmal nicht.
Bei einem Engagement beim KAC wären selbige Einwände und Bedenken, die im übrigen von Fans aller Vereine kommen, keineswegs ausgeblieben. Nur hätte es mMn keine solch schiefe Optik erzeugt, wenn Koch (wenn möglich nach einem längeren Auslandsabenteuer als es nun der Fall war) dorthin zurückgekehrt wäre, wo er groß geworden ist. Wenns ihm eh nicht ums Geld geht, sondern Herzensangelegenheit ist
, müsste dann sein Herz nicht, wie dereinst selbst von ihm beteuert, in Klgft liegen? Das ist, glaub ich, der Punkt. Und glaub mir, ich gönn den Nebelstädtern keinen Koch :P;).
ad 3)Meinst Red Bull hat bei seinen anderen Spielern gespart um sich Koch leisten zu können?
ad 4) eine gewisse Treue zum Heimverein sollte es mMn geben - zumindest wenn man es im Vorhinein so angekündigt hat! Wenn man die Chance hat eine Auslandskarriere zu starten und sich dort auch durchzusetzen, was spricht dann dagegen selbige beim Heimverein ausklingen zu lassen? Und Youngstars sollten ohnehin nur nach AUT heimkehren wenns im Ausland nicht klappt. Manche finden dann auch den Weg zum EBEL-Stammklub (Raffl, Iberer...)
Im Übrigen ist der Vergleich mit den Legionären Stumpfsinn. Legionäre kommen und gehen, auch innerhalb der Liga. Außerdem sind sie nicht beim Verein großgeworden.
ad 5) Dies ist eben der Streitpunkt, ob diese "Rückholung" wirklich gut für den Eishockeysport in Österreich ist.