Das trifft aber nur auf 3 Vereine zu die sich das leisten können in so einer Welt zu leben (und Spezzas Heimteam zählt net dazu und würde überrollt werden)
Genau das ist ja der springende Punkt. Wenn mal diese privaten Geldgeber nicht mehr vorhanden wären bzw. in einem angemessen Verhältnis investieren würden, könnt sich keiner der österreichischen Vereine mehr leisten, mit dem Gehalt von Koch, das er in Schweden verdienen würde, mitzuhalten.
Österreichs Eishockey hat im Moment ein gewisses finanzielles Grundpotenzial, das aus den Zuschauereinnahmen und den Sponsoren (gewöhnlichen Sponsoren, nicht zig Millionen von Red Bull oder Horten) resultieren sollte. Und genau mit diesen beschränkten Mitteln sollte budgetiert werden, nicht mehr und nicht weniger. Dann wäre die Liga halt nicht mehr so stark, ergo weniger Zuschauer, na und? Dann hat Österreich halt im Moment nicht mehr Zuschauerpotenzial. Anscheinend würden aber mehr kommen, wenn die Liga stärker ist. Dann sollten wir diese vom aktuell herrschenden Niveau weg besser machen und nicht künstlich hochzüchten. Diese Entwicklung hatten wir schon einmal in Österreich und ich glaub, ich brauch dich nicht daran erinnern, wie es geendet hat, oder? Geldgeber weg, Verein weg, und das kann schon mal wirklich nicht der Sinn eines Sports auf einem gesunden Level sein, oder?
Das Potenzial ist ganz einfach beschränkt in Österreich und mMn machts genau null Sinn, über diesem Potenzial zu spielen. So funktionieren wirtschaftliche Strukturen nicht, ich kann nicht mehr Kosten haben, als ich tatsächlich an Erträgen reinbekomme, end of story! Wenn sich das Eishockey in Österreich sowohl vom Niveau als auch von den finanziellen Begebenheiten auf ein natürliches Level einpendeln würde, dann könnten wir versuchen, die Liga TATSÄCHLICH stärker zu machen, nämlich, indem die Österreicher besser ausgebildet werden.
Und zum angesprochenen Punkt von dir: Klar wärs problematisch, weil die Vereine, die bisher kaum Nachwuchsarbeit betrieben haben, durch den Rost fallen würden. Aber ich kann dazu nur sagen, selbst schuld und geschieht ihnen recht. Die Nachwuchsarbeit sollte die Existenzgrundlage jedes Vereins sein, erst dann wird sich das österreichische Eishockey weiterentwickeln. Und die Vereine, die das noch nicht realisiert haben, sind dann mMn selbst schuld. Und mit den jetzigen Strukturen in der Liga förderst aber genau diesen Gedanken: Warum sollte ich Nachwuchsarbeit betreiben, wenn ich keinen unmittelbaren Nutzen draus ziehe? Man kann doch jederzeit einen Legio oder aber auch einen Österreicher von einem anderen Verein holen. Und genau da gehört ein Riegel vorgeschoben, dass das eben nicht mehr so leicht möglich ist. Wie das umgesetzt wird, wär dann die nächste Frage, die man sich stellen müsste. Das ist für mich kein Argument, dass dann die Liga unausgeglichen wäre. Erstens ist sie das in der jetzigen Form genauso und zweitens sollte das österreichische Eishockey nicht wegen Gründen der Fairness am Stillstand stehen. Wenn ein Verein keine Nachwuchsarbeit betreibt, sollte er auch nicht erfolgreich sein können, so, und nur so werden die Klubs von alleine drauf kommen. Kanada betreibt doch auch nicht schlechtere Nachwuchsarbeit, nur damit dieser Sport weltweit ausgeglichener ist, oder? Warum sollte man dann in Österreich auf die Vereine Rücksicht nehmen, die bisher nix geleistet haben? Die Liga zwanghaft ausgeglichen zu gestalten, ist der falsche Weg. Vielmehr sollte man auf der aktuell herrschenden Grundbasis aufbauen, diese verbessern und so versuchen, die Liga ausgeglichener zu gestalten. Abgesehen davon würds auch sicher sinnvolle Strukturen geben, die in einer Übergangszeit die bisher nachwuchsarbeitnegierenden Vereine nicht ganz so benachteiligen.
Natürlich hast dann das Problem, dass in der ersten Zeit die Kärntner, Vorarlberger und mit Abstrichen Wiener Klubs dominant wären. Na und? Dort spielen halt die meisten Leute Eishockey und deswegen hat man auch mehr Potenzial. Aber sollen wir jetzt deswegen ewig lang am Stillstand stehen, damit es ausgeglichen bleibt? Nein, vielmehr sollte man versuchen, das Potenzial in den anderen Bundesländern zu erhöhen. Und das ist mMn auch gar nicht so schwierig, wenn die Spieler in Österreich endlich mal besser ausgebildet werden würden, damit das Bewusstsein in der Bevölkerung wächst, dass man es als Österreicher als Eishackler fast leichter schaffen kann als als Fußballer. Vanek als der bestverdienende österreichische Sportler ist der lebende Beweis dafür...