Die Skandalbank Hypo Alpe Adria hat noch 3,9 Milliarden Euro Schulden bei der BayernLB. Diese muss sie jedoch erst bis 2016 tilgen - auch, weil die Bank frühestens 2012 wieder rentabel arbeiten wird.
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Ermittlungen ergeben neuen Verdacht gegen Ex-Bankchef
Hat der ehemalige Chef der BayernLB, Werner Schmidt, frühere Vorstände und Verwaltungsräte beim Kauf der österreichischen Skandalbank Hypo Alpe Adria gezielt getäuscht? Laut SPIEGEL-Informationen prüft die Staatsanwaltschaft, ob der Top-Manager persönlich von Insider-Deals profitierte.
Hamburg - Der ehemalige Chef der Bayerischen Landesbank, Werner Schmidt, im Zusammenhang mit den Ermittlungen um den umstrittenen Kauf der Kärntner Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) durch die BayernLB immer mehr unter Druck. Es verdichten sich Hinweise, dass Schmidt frühere Vorstände und Verwaltungsräte gezielt getäuscht haben könnte.
Der Top-Manager und seine Kollegen hatten im Vorfeld des Deals 2006 auch ein Gebot für das österreichische Gewerkschaftsinstitut Bawag abgegeben, das sie angeblich favorisierten. Nach SPIEGEL-Informationen könnte das Interesse jedoch nur vorgegaukelt gewesen sein, um vom wahren Plan, dem Erwerb der HGAA, abzulenken.
Ein Berater, der damals den Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) als Verkäufer vertrat, soll Schmidt kurz vor Ende der Abgabefrist über das Konkurrenzangebot eines Konsortiums um den Investmentfond Cerberus informiert haben. Besorgte ÖGB-Funktionäre wollten so verhindern, dass die Bawag an den Finanzinvestor geht, da sie die Bayern bevorzugten.
Doch statt seine Offerte aufzustocken, soll Schmidt den Kaufpreis von Cerberus um 50 Millionen Euro unterboten und zusätzliche Sicherheiten gefordert haben. Wie zu erwarten, erhielt Cerberus den Zuschlag, Schmidt konnte seinen "Plan B", den Kauf der HGAA, in Angriff nehmen.
Die Münchner Staatsanwälte prüfen nun, ob der Ex-Bayern LBChef womöglich persönlich von dem Geschäft profitierte. Schmidt selbst wollte sich vergangene Woche zu dem Vorgang nicht äußern.