Lange Sperre, aber am tiefsten sitzt der Schock
Der Schock über die Verletzung von Salzburg-Stürmer Henrik Antonson sitzt immer noch tief. Der Strafsenat sperrte HCI-Verteidiger Philipp Kink für acht Nationalliga-Partien.
Von Alex Gruber
Innsbruck – Philipp Kink, der den unglücklichen und folgenschweren Check gegen Antonson gefahren hat, klang gestern immer noch schwer benommen. Aber weniger wegen der harten Sperre, die der Eishockeyverband über ihn verhängt hat („ich habe mit fünf Spielen gerechnet“), sondern weil er in Gedanken nach wie vor rund um die Uhr beim schwerverletzten Schweden ist: Nach Schädelbruch und Gehirnblutungen – Antonson verlor beim Kink-Check seinen Helm – soll sich der Salzburg-Crack auf dem Weg der Besserung befinden.
„Ich telefoniere laufend mit den Salzburgern. Er ist bei Bewusstsein und schläft sehr viel. Die Ärzte können aber noch nicht sagen, wie es mit ihm weitergeht“, ringt Kink mit den Worten. Nachsatz: „Ich habe sofort gesagt, dass mir die Strafe egal ist, so lange es ihm gutgeht. Mir geht es nicht gut. Die ersten zwei Tage waren der Horror.“
Der 25-jährige HCI-Verteidiger ist froh, dass der Job (Post) und seine Freunde für etwas Ablenkung sorgen. Sauer stößt ihm nur auf, dass ihm der Schiri Absicht unterstellt hat: „Ich spiele seit 20 Jahren Hockey und wollte noch nie jemanden verletzen. Ich habe in der Videoaufzeichnung gesehen, dass mich nur eine Minimalschuld trifft.“ Das harte Durchgreifen des Verbandes macht er an den gehäuften Vorfällen in der Erste Bank Eishockeyliga fest: „Es ist diese Saison zu viel passiert. Deswegen legen sie die Strafen rigoros aus. Aber wie schon gesagt: Die Hauptsache ist, Antonson wird ganz gesund.“
Nach der Zwangspause beim 4:1 in Feldkirch muss Kink noch sieben Spiele absitzen. „Ich bin enttäuscht. Die Sperre ist zu hart, weil er niemand verletzen wollte“, erklärt Coach Jarno Mensonen vor dem Heimspiel gegen Lustenau (Samstag, 19.15 Uhr)."