Und den Gastronomen zeigst mir der, also vor Corona, wegen zwei grippiger Mitarbeitern sein Lokal dicht gemacht und die Gesundheitsbehörden informiert hätte..
Von welchem Gastronomen redest Du?
Ich rede vom Bezirkshauptmann in Landeck, vom Landeshauptmann von Tirol und vom Gesundheitsminister als den Leitern der nach dem Epidemiegesetz zuständigen Behörden, die nach Paragraph 6 Epidemiegesetz beim Verdacht einer anzeigepflichtigen Krankheit (COVID-19 seit Ende Jänner 2020)
"ohne Verzug die zur Verhütung der Weiterverbreitung der betreffenden Krankheit notwendigen Vorkehrungen im Sinne der folgenden Bestimmungen für die Dauer der Ansteckungsgefahr zu treffen" haben (ua Verhängung einer Quarantäne).
Wenn bereits am 5.3. amtlich bekannt ist, dass sich schon 14 Isländer in Ischgl angesteckt haben (max Anteil isländischer Touristen in Ischgl 1%; von Mitte Feber bis Mitte März waren ganze 90 Isländer dort auf Urlaub neben Tausenden Deutschen, Österreichern, Niederländern, Briten usw), dann hätte sich sogar das berühmte Milchmädchen ausrechnen können, dass sich - rebus sic stantibus - bis dahin insgesamt mindestens 1.400 Leute infiziert haben müssen. Dass Ischgl also ein Infektionsherd der Extraklasse ist.
Zu dieser einfachen Rechnung waren die verantwortungslosen Flaschen anscheinend nicht in der Lage. Oder doch? Wenn schon, dann ist die Unterlassung der sofortigen Quarantäne noch gravierender.