Ein Sittenbild Österreichs an einem Donnerstag Ende März 2022 mit durchaus witzigem Inhalt:
Mittagsjournal Ö1, die ersten vier Beiträge:
1. Strafantrag gegen den Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Fuchs, wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses und wegen Falschaussage vor dem IBIZA-Untersuchungsausschuss, weil er Fotos von Akten der WKStA über eine überzogene Strafanzeige der WKStA an die StA Wien gegen eine PRESSE-Journalistin an den nur noch für die Legistik zuständigen Sektionschef im Justizministerium, Pilnacek, geschickt hat, dem die Weisungssektion längst entzogen worden war, und der diese Strafanzeige an eine Journalistin des KURIER verraten hat, um die WKStA anzuschwärzen; und weil er sich im Untersuchungsausschuss auf die Frage, ob er "Fotos" von Akten verschickt habe, ausgesagt hat, dass er sich daran nicht erinnern könne, dass es aber möglicherweise so gewesen sein könne. Und wie man darauf gekommen ist, dass die Fotos auf dem sichergestellten Handy Pilnaceks vom Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien stammen? Der schlaue Fotograph hat gleich auch noch den Schreibtisch des Leiters der Oberstaatsanwaltschaft, Fuchs, auf dem die zu fotografierenden Akten aufgelegt waren, mitabfotografiert.
2. Ermittlungen der WKStA gegen den Nationalratspräsidenten Sobotka (zweithöchstes Amt der Republik) wegen Missbrauchs der Amtsgewalt, weil er als Innenminister bei der Besetzung des Stellvertreters des Wiener Polizeipräsidentin und Besetzung eines Postenkommandanten unsachlich mitgewirkt haben soll - Beweismittel: Belastende Chats zwischen Sobotka und seinem damaligen Kabinettschefs Kloibmüller, dessen Handy bei einem Bootsausflug ins Wasser gefallen ist. Warum? Weil die damalige Pressesprechering Sobotkas, die Ehefrau des aktuellen Bundeskanzlers, das Boot zum Kentern gebracht hat. "Profis" des Bundesamts für Verfassungsschutz sollten die "Handyfotos" für Kloibmüller "retten", haben aber gleich auch noch die Chats "gerettet", die später bei Peter Pilz gelandet sind. Sobotka gibt den Vorsitz des ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschusses, der auch Postenschacher klären soll, nicht ab.
3. ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss: Vernehmung des ehemaligen Justizministers Brandstetter, gegen den wegen Bestimmung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses ermittelt wird, weil er als Strafverteidiger Sektionschef Pilnacek zum Verrat einer Hausdurchsuchung gegen einen Mandanten angestiftet haben soll.
4. Ermittlungen gegen das Lockdown-Orakel Ho (aufgrund von diversen Anzeigen von Mitarbeitern), einen guten Freund des Ex-Ex-Bundeskanzler Kurz, wegen schweren Betrugs, weil er während Lockdowns zu Unrecht "Kurzarbeitsbeihilfen" beantragt und erhalten hat, obwohl voll durchgearbeitet worden war.