Genau das ist das Problem.
Wäre sie nicht gleichgeschlechtlich gepolt, würde kein Hahn nach der Dame krähen.
Also soll sie die Fahne auch nicht tragen.
Ich verstehe das Argument nicht ganz. Iraschko ist eine der ganz ganz wenigen Spitzensportler(/innen), die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennen. Und das gehört ihr genauso angerechnet wie ihre sportlichen Erfolge. Da die olympischen Spiele eben nicht nur eine sportliche Veranstaltung sind, sondern in ihrer Symbolik einfach viel viel mehr, wäre eine lesbische Fahnenträgerin ein deutliches Zeichen gegen die homophobe Politik in Russland.
Aber da das ÖOC weiß, wie wichtig Osteuropa für Österreich ist und wie wichtig Russland für Osteuropa ist, wird man sich so eine Provokation (ja, ich denke schon, dass man das durchaus so nennen kann) nicht leisten.