Hier der Artikel aus der heutigen TT:
Pallin bleibt, Budget steht noch nicht
Haie-Obmann Günther Hanschitz setzt auch in der neuen Eishockey-Saison auf Headcoach Rob Pallin. Ansonsten sind einige Fragen offen.
Von Alex Gruber
Innsbruck - Zweimal fixierte er mit den Innsbrucker Haien sensationellerweise bereits nach dem Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga den Einzug ins Play-off, zweimal gelang es in der Quali-Runde zuletzt nicht - wenn man so will, steht die Bilanz von Rob Pallin im Haifischbecken auf einem 2: 2-Remis.
Man(n) muss aber immer die Rahmenbedingungen kennen. Und in dieser Hinsicht passt Pallin zu den Haien offenbar weiter wie der Deckel auf den Topf. "Er lebt unsere Philosophie und kennt unsere Möglichkeiten - mit dem, was finanzierbar ist, das Beste zu machen", hielt Günther Hanschitz gestern am Mittagstisch beim Saisonabschlussgespräch fest. Nach Jan Lattner, Miha Zajc und Christof Kromp bleibt auch Edelroutinier John Lammers an Bord, bei seinem kongenialen Kollegen Tyler Spurgeon drehe es sich um die alljährlichen Details. An Tirolern, die auswärts spielen wie Daniel Jakubitzka, Nico Feldner, Samuel Witting (alle Salzburg) oder Dario Winkler (Vienna), bleibe man dran, derweil laufen ja noch die Play-offs in der Erste Bank Liga.
Apropos Namensgeber: Der angekündigte Rückzug des Ligasponsors in Verbindung mit Servus TV könne sich im "worst case" laut Hanschitz mit einer fehlenden Summe von 400.000 Euro im Budget niederschlagen. Und das würde vor allem wieder die kleinen Clubs treffen. Augenblicklich geht man eher von der Hälfte des genannten Betrags aus. Dafür wird darüber diskutiert, ob jene Teams, die heuer die Play-offs verpassten (Innsbruck, Dornbirn und Fehervar), in der nächsten Saison einen Legionär mehr stellen dürfen. Das wiederum bleibt auch eine Frage des Geldes.
Dass ein Fußball-Zweitligist wie der FC Wacker Innsbruck bald einen Aufsichtsrat und hauptberuflichen vierköpfigen Vorstand führt, während die Haie auch nächste Saison genau über eine Angestellte (die nimmermüde Sekretärin Irmi Niederwieser) verfügen, will Hanschitz nicht konkurrierend bewerten: "Ich will nicht über andere Clubs sprechen. Bei uns geht es darum, die Verwaltungskosten klein zu halten, um einen Großteil in die Mannschaft investieren zu können."
Es wird schwer, Topverteidiger Mike Boivin (hält ein Offert über einen Zweijahresvertrag) zu halten, bei anderen wie Toptorjäger Joel Broda sei man noch ambivalent. Einer wie Andrew Yogan, diese Saison Topscorer bei Fehervar, käme ja liebend gerne zurück. Nächste Woche weiß man auch finanziell mehr.