Wenn man heuer trotz guter, bis sehr guter Legionäre nicht erfolgreicher sein wird, wie in den teils hochpeinlichen Saisonen nach dem 30er-Titel, wo man sich meist auf die viel zu schwachen Imports rausreden konnte, wird man vielleicht auch endlich einmal die Leistungen der Einheimischen evaluieren, die bei jeder der letztjährigen Krisen immer brav mit gekurvt sind, ohne großartige Impulse zu setzen.
Koch, Hundertpfund, Harand, M. und St. Geier bürgen einerseits für wichtiges Identifikationspotenzial, bedeuten andererseits aber fast einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den mit Imports, bzw. Top-Österreichern gespickten Teams der Konkurrenz.
Salzburg hat beispielsweise mit Raffl, Heinrich, Huber, Rauchenwald, Herburger und Hochkofler bei den Top-6 Österreichern eine Ausbeute von 192 Punkten.
183 Punkte haben bei den Caps die Top-6 Österreicher Schneider, Nissner, Nödl, Rotter (nur 35 Spiele), Wukovits und Fischer gesammelt.
Die Top-6 Österreicher im Kader des KAC - Koch, Bischofberger, Hundertpfund, St. Geier, Richter und Harand bringen es gemeinsam auf 143 Punkte. Wenn man bedenkt, dass der KAC dann zusätzlich noch diese "Selbstkasteiung" mit einem Legionär für das Scheibe tief Schießen in der 4. Linie begeht, ist das insgesamt schon ein Qualitätsunterschied, der einfach nicht weg zu diskutieren ist.