Perspektive: wenn ein Jugendlicher aus mangelnder Perspektive mit Eishockey Geld verdienen zu können auf den Sport pfeift behaupte ich, hätte er es ohnehin zu nix gebracht. Gute Spieler sind mMn grade im Jugendalter intrinsisch motiviert und spielen weil sie es gerne tun, es "geil" ist usw. Wer im Jugendalter schon der Kohle hinterherrennt ist mMn am falschen Dampfer.
Sehe ich genau so. Ich denke da auch an unsere Jugendrunde beim Ballhockey zurück; da war der Schläger quasi Teil des Körpers, jede freie Minute wurde gezangelt, geschossen usw. Da war bei diesem Sport logischerweise überhaupt keine Rede, irgendwas damit zu verdienen, aber man war gedanklich immer dabei.
Genau so muss es bei den jungen Hacklern sein, geil aufs Eis, geil auf schöne Schüsse via Latte ins Kreuz usw. Ich beobachte zum Teil, dass diese Freude irgendwann von Eltern kaputt gemacht wird, die schon drei Schritte voraus planen und glauben, dass der eigene Bua der nächste Lemieux werden muss. Intrinsische Motivation in Verbindung mit Eltern, die die Freude am Sport fördern und evtl. in gewissen Phasen etwas bestimmter über die jugendlichen Verlockungen (Fortgehen, Alkohol) hinweg helfen, ohne dabei zu großen Druck aufzubauen, dass das zukünftige Einkommen davon abhängt, sind ein wesentlicher Faktor.
Abgesehen von der sportlichen Weiterentwicklung fördert ein Auslandsaufenthalt auch die menschlichen Qualitäten eines Burschen enorm; Verantwortung für sich zu übernehmen, sich als "Niemand" in einem fremden Umfeld zu messen, sowas hilft bei der Entwicklung einer professionellen Einstellung enorm weiter.