Das seh ich anders, in jungen Jahren, also in der Entwicklungsphase, sollens immer versuchen, das Maximum rauszuholen, nur dann holst auch das Maximum aus der Entwicklung raus. Die Kids einzubremsen ist mMn nicht richtig, das kannst bei den Profis machen, aber Kinder oder Jugendliche sollten immer versuchen, das Beste aus sich herauszuholen.
Es gibt sicher genug Trainer, die das auch so sehen. Meiner Ansicht nach ist Sport aber gerade im Kindes- und Jugendalter neben dem Leistungs- und Gesundheitsaspekt auch eine Art Charakterschule, da die wenigsten der jungen Sportler später einen Beruf draus machen werden.
Ein guter Trainer, der eine faire und glaubwürdige Respektperson ist, kann zusätzlich zum Elternhaus bzw. anderen Instanzen einen positiven Part zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen.
Dazu gehört aus meiner Sicht auch der Umgang mit Niederlagen, sowie der Respekt vor dem Gegner, egal, ob der ganz stark oder ganz schwach ist.
"Nie zu hoch fliegen und nie zu tief fallen" fällt mir da als Sprichwort zusätzlich ein, d.h. nach Siegen neben berechtigter Freude auch immer die Dinge beachten, die nicht gut geklappt haben und bei Niederlagen auch die Dinge sehen, die gut waren.
Ich glaube zudem, dass kein junger Spieler bei einem Spielstand von z.B. 15:1 noch in der Lage ist, sein Maximum heraus zu holen, weil man automatisch lax wird, wenn der Gegner so gar nicht mithalten kann. So verhält es sich wohl auch bei Niederlagen in der Größenordnung; die besten Leistungen kann man sicher gegen halbwegs gleichwertige Gegner abrufen. Von daher bin ich ganz beim Eisbär, wenn er sagt, dass man in einer solchen Partie halt gewisse Spieler schont und dafür einige jüngere nach oben zieht.