Man sollte auch mal über den Tellerrand hinausschauen. In Südtirol und Italien hat man in der Verganenheit (und auch teilweise jetzt noch) häufig gehört, dass man sich schwer tut, Einheimische Spieler für eine Profiliga zu finden weil diese dort nicht gut genug verdienen bzw. bis vor kurzem noch nicht renten- und sozialversichert waren und sich deshalb des öfteren lieber auf die Karriere im Job als im Eishockey konzentrieren oder konzentriert haben. In Österreich hat man dieses Problem wohl nicht, denn angeblich verdienen die Spieler dort sehr gut. Dafür hat man nun wohl das Problem, dass sich einige Clubs schwer tun, diese guten Gehälter zu finanzieren. Man sieht also, Probleme wird es immer geben - löst man das eine, dann entsteht ein anderes.
Das Problem einiger Vereine mit den hohen Gehältern ist verständlich, hat aber wohl wenig mit den Italos, sondern viel mehr mit dem finanziellen Ungleichgewicht zwischen den österreichischen Vereinen zu tun. Oder glaubt ihr, Salzburg, Graz und der KAC würden den Spielern weniger bezahlen, wenn es keine Vereine aus dem Ausland in der Liga geben würde? Das macht für mich keinen Sinn.
Eine Öffnung des Spielermarktes könnte diesen Effekt für die betroffenen österreichischen Clubs vielleicht tatsächlich etwas abfedern. Von einer wirklich "fairen" Lösung kann aber auch keine Rede sein, denn sie würde die Unterschiede bei den wirtschaftlichen Bedingungen und Durchschnittslöhnen der teilnehmenden Länder nicht berücksichtigen. Also ganz so einfach wie hier viele behaupten ist es dann doch nicht.