Also da muss ich mich einhacken. Nicht nur weil ich meinen Präsenzdienst und Auslandseinsatz absolviert habe, sondern generell weil ich eine Armee die auch im Katastropheneinsatz assistiert für extrem wichtig ist. Besonders wie für ein kleines Land wie Österreich.
Das Bundesheer wird kontinuierlich und vorsätzlich ausgehöhlt. Die Ausrüstung ist auf dem Stand der 1980er stehengeblieben. Wenn ich mich an meine Zeit bei der Armee erinnere, war nur wenig, das mich an eine moderne Einheit erinnerte. Dementsprechend war die Motivation der Berufssoldaten und Angestellten. Aber anstatt das brach liegende Potential in den Kasernen voranzubringen, was macht die Politik? Die höhlen das Bundesheer immer mehr aus.
Zum Thema Eurofighter. Ein hyper sensibles, emotionales Thema. Aber nurmal eines Leute. Die öffentliche Wahrheit, ist nur teilweise die Wahrheit, die das Bundesheer intern darüber denkt. Der €fighter, ist ein teures Spielzeug. Unnötig teuer. Denn mit einer anderen Entscheidung, wären Gelder frei gewesen, die für wichtige Anschaffungen des Bundesheeres benötigt würden. Bestimmte politische Entscheidungen sind bei weitem nicht so gut für die betreffende Institution, wie sie öffentlich verkauft werden. Eine Wahrheit, die auch angesprochen werden sollte.
Über die Ausrichtung des Bundesheeres, Kann/soll/muss man disktutieren. Richtig ist (so "normal" sollte jeder die Lage einstufen) das wir millitärisch wohl auch gegen die Zwerge aus Europa kaum Chancen hätten. Richtig ist aber auch, das das Bundesheer viel wichtige Arbeit leistet. Denn beim Assistenzeinsatz an der Grenze leistet das Heer gute Arbeit (die als selbstverständlich angesehen wird). Wenn eine Naturkatastrophe passiert, wird sofort nach dem Heer und den Pios geschrien. Nur für solche Einsätze (siehe Lawine Galltür!) ist unser Heer mittlerweile unzureichend ausgerüstet. Tut mir leid, aber das sind Fakten die von der Öffentlichkeit bewußt verschwiegen werden. Aber die Soldaten machen trotzdem die Aufgabe, Ausrüstung hin - Ausrüstung her. Darüber wird öffentlich wenig bis kaum gesprochen.
(...)
Nachdem ich ja dem Militär ähnlich nahe steh wie Vincente bzw. ein Priester der Zahl 666,
würde mich mal interessieren, warum wir diese wichtigen Aufgaben unbedingt dem Bundesheer überlassen müssen?!
Stichwort: Katastropheneinsatz
Vorab: ich rufe nicht nach dem Heer oder Pios, sondern ich würde nach Profis rufen! Ist es professionell, wenn jemand an der Waffe ausgebildet wird, dann im Katastropheneinsatz herangezogen wird? Ich würde eher plädieren, dass es wahlweise entweder ein soziales Jahr (ähnlich dem Zivildienst) oder ein Zivilschutz-Jahr zum auswählen gibt. Dann weiß ich nämlich, dass diejenigen jungen Männer wirklich dafür halbwegs gut vorbereitet sind. Die technische Ausrüstung würde auch dann adäquater angeschafft werden können, weil was hilft mir ein Abfangjäger im Katastrophenfall? Außerdem wären die jetzigen Grundwehrdiener besser psychologisch vorbereitet.
Stichwort: HSNS (oder wie es jetzt auch immer heißt)
ein weiterer Marketing-Schmäh des Bundesheeres
Warum wird ein Sportler, wie z.B. ein Schispringer vom Bundesheer gesponsert?
Ich habe nichts gegen die Förderung des Leistungssports, aber ich verwehre mich entschlossen dagegen, dass dies nur dazu dient, dem Bundesheer mal bissal positive PR zu verschaffen. Müsste dann nicht umgekehrt auch ein Leistungssportler, der Zivildienst macht, ebenso gefördert werden? Ich bin gegen beides!!
Stichwort: Grenzschutz:
Irre ich mich, oder sind seit dem Schengen Abkommen viele Arbeitsplätze in der Zollwache verloren gegangen (jaja ich weiß schon, es wurden andere Tätigkeiten gesucht...) warum brauch ich hier einen Tarnazug vom Heer, wieso reicht nicht ein schnöder mit dem Titel Grenzwachbeamter?
Stichwort: Ausbildung für Berufssoldaten:
Ich weiß nicht, ob es immer noch so ist, aber zumindest bis vor einiger Zeit war es noch so:
Menschen, die 4 Jahre beim Bundesheer waren (nach dem EF), bekamen, wenn sie studiert haben, die Dienstfreistellung, eine Wohnung und ein zimeliches Körberlgeld, dass weit über dem Höchststipendium lag. Mit welcher Berechtigung?
Natürlich kosten diese neu geschaffenen Arbeitsplätze alle ganz schön viel Geld, aber ich wage auch ohne VWL oder BWL Kenntnisse zu behaupten, dass es immer noch weniger ist, als das jetzige "Verteidigungsbudget".
Also für mich bleibt der Katastropheneinsatz die Berechtigungslüge für das Bundesheer, ich würde aber auch im Sinne der Kostenwahrheit diesen Deckmantel wegnehmen!
und zum eigentlichen Thema:
In einer Demokratie sollte nichts Schlimmeres kommen, als dass es mal Neuwahlen gibt. Aber ich befürchte nur, dass sich auch danach nicht viel zum Positiven ändert, denn 2 Optionen sind für mich realistisch:
a) Wieder eine große Koalition mit einer wesentlich stärkeren ÖVP
Gestärkt durch diese Wahl werden sie noch kompromissloser ihre Linie durchziehen wollen, bis dann die SPÖ irgendwann mal sagen muss: "Jetzt geht nichts mehr" und wir haben wieder Neuwahlen
b) ein HC Strache in der Regierung
Dass dies wieder absolut sinnlos sein wird, ist für mich jetzt schon klar, aber ich befürchte, dass die FPÖ wieder über 20% kommen wird, dann sollen halt auch die 20% der Wähler den Vizekanzler bekommen, den sie verdienen. Hoffen wir nur, dass er dann in seiner gehobenen Positionen ned wieder 3 Bier oder so bestellt. Arm sind halt die restlichen 60% die eine FPÖ Regierungsbeteiligung eigentlich überhaupt nicht wollen (dem Rest auf die 100% scheint eh alles egal zu sein.)
Und @Vincente
ich bin bei dir, dass auch jemand, der keinen akademischen Abschluss hat, durchaus auch ein fähiger Politiker sein kann, ich finde es nur sehr suspekt, wenn z.B. ein Landwirt in der Politik kurze Zeit oben ist, und nach dem Rausflug aus der Politik plötzlich einen bestbezahlten Posten bei der z.B. Asfinag hat. Aber ich glaub, da sind wir uns ja auch eher nahe ![]()