Eishockey-Endspurt: Sieben Finalspiele auf dem Weg in die K.-o.-Phase, Bozen ist alles andere als ein Lieblingsgegner
Das Ende des Grunddurchgangs der ICE Hockey League nähert sich mit Siebenmeilenstiefeln, mit dem erbitterten Ringen um Punkte und Platzierungen nimmt auch die Intensität im Rink zu. Es sind Wochen der Wahrheit, in denen sich – etwa für die Steinbach Black Wings – entscheidet, ob die Saison schon am 1. März endet oder in die Verlängerung, sprich in die Pre-Play-offs (7. bis 10.) geht.
Die Linzer haben sieben Finalspiele vor der Brust, zwei davon gehen noch vor der 17-tägigen Olympiapause über die Bühne. Am Mittwoch (19.15 Uhr, Liveticker auf nachrichten.at) steigt das Heimmatch gegen den Vierten Bozen, am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker auf nachrichten.at) gastiert der EHC bei Spitzenreiter KAC, der wie der amtierende Champion Red Bull Salzburg ein Viertelfinalticket gelöst hat.
Olympia-Einsatz für Yohann Auvitu
Nach der Schlusssirene in Klagenfurt heißt es vorübergehend Abschied nehmen von Verteidiger Yohann Auvitu, der mit Frankreichs Nationalteam im Zeichen der fünf Ringe aktiv sein wird.
Er fehlt damit im laufenden Trainingsbetrieb der Black Wings, bei denen er sich trotz des einen oder anderen enttäuschenden Resultats pudelwohl fühlt. "Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden. Natürlich wissen wir, dass in den kommenden Runden viel auf dem Spiel steht. Wir werden versuchen, das Maximum herauszuholen", sagte der 36-Jährige.
Viermal zuhause, dreimal auswärts
Das Restprogramm ist knochenhart, ein Top-Ten-Platz aber absolut machbar. Die Oberösterreicher haben noch vier Heimspiele – gegen Bozen, den unmittelbaren Rivalen Vienna Capitals, Ljubljana und Graz. In der Fremde warten der KAC, Vorarlberg und Ferencvaros Budapest, die Ungarn sind ebenfalls rund um den ominösen Strich angesiedelt.
Jetzt sind starke Nerven und Nehmerqualitäten gefragt, denn es wird immer härter. Ein Blick in die Steiermark genügt: Beim Hass-Duell Graz gegen Salzburg (2:4) wurden am Freitag 128 Strafminuten verhängt, drei Protagonisten (Nico Brunner bzw. Dennis Robertson, Florian Baltram) mussten mit schweren Verletzungen vom Eis.
2 Stinkefinger = 5 Spiele Sperre
Die Wogen gingen hoch, im Finish fiel Red-Bull-Verteidiger Tyler Lewington mit einer obszönen Geste aus der Rolle, er zeigte dem Grazer Publikum nach einem Faustkampf beide ausgestreckten Mittelfinger. Das hat Konsequenzen für den Kanadier: Der Strafsenat zog den 31-Jährigen für fünf Partien aus dem Verkehr und belegte ihn mit einer Pönale von 2400 Euro.
Die Black Wings lassen sich davon nicht beeindrucken, ihr Fokus gilt zu 100 Prozent dem Kräftemessen mit Bozens "Füchsen", die die ersten drei Saisonbegegnungen für sich entschieden haben. Die Linzer ließen dabei 16 Gegentore zu.
Am Mittwoch braucht es eine stabile Defensive, die aber nicht komplett ist: Luis Lindner fällt weiterhin wegen einer Oberkörperblessur aus, Niklas Würschl kehrt nach einer Erkrankung erst gegen den KAC zurück. "Wir alle wissen, wie wichtig diese Partie ist. Wir müssen gut organisiert und diszipliniert sein", betonte Coach Philipp Lukas.