Beiträge von HannesMayer
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Nicht von einem "Top-Verteidiger für Dornbirn" war im Artikel die Rede (zugegeben, der könnte Suhonen tatsächlich sein), sondern von einem Verteidiger, der in der Vorsaison "mit Tappara als Top-Verteidiger" das finnische Halbfinale erreicht hat. Und da sprechen die Werte auf der Liiga-Homepage ganz klar eine andere Sprache. Unter den elf Verteidigern von Tappara war Suhonen bei der Eiszeit pro Spiel die Nummer 6 (in den Playoffs die Nummer 7). Und das trotz Verwendung im Powerplay (45% seiner Scorerpunkte stammten aus der Überzahl). Wer konstant in den Top Pairings spielt und auch im Powerplay rausgeschickt wird (bei Suhonen waren es im Schnitt fast 2 Minuten pro Spiel), der landet bei der Gesamteiszeit am Ende nicht auf Rang 6. Das geht sich arithmetisch nicht aus.
Das heißt Suhonen war nicht nur nicht der Top-Verteidiger von Tappara letztes Jahr, sondern hat auch nicht konstant in den Top Pairings gespielt. Rechnet man sich die Werte alle durch, kommt man auf einen Schnitt von knapp über 15 Minuten Eiszeit bei Equal Strength – vier seiner Verteidiger-Kollegen kommen auf höhere Werte. Sprich, er war – über die gesamte Saison gesehen – bei ES die Nummer 5 (fast gleichauf mit der Nummer 6). Also primär dritte Linie.
Wer selbst rechnen mag: O sind die bestrittenen Spiele; A ist die Gesamteiszeit pro Spiel; YVA und YV2A sind Überzahl und doppelte Überzahl über die gesamte Saison; AVA und AV2A sind einfache und doppelte Unterzahl über die gesamte Saison.
Dass Suhonen den DEC-Ansprüchen damit nicht genügt, habe ich übrigens nicht behauptet. Ich erlaube mir lediglich aufzuzeigen, dass die eine oder andere Formulierung im Artikel ein bisschen dick aufgetragen scheint. Das heißt natürlich nicht, dass Suhonen nicht zuzutrauen ist, in unserer Liga eine gute Rolle zu spielen.
Einige Formulierungen zu dick aufgetragen? Dann gehen wir den Artikel durch:
... der dort zu den offensivstärksten und schnellsten Verteidigern
Von 179 gelisteten Verteidigern war er 2020/21 unter den Top-20 Scorern (19.) und der 14. schnellste Verteidiger.
2017/18 war er der punktebeste Verteidiger.
Der Finne ist ein offensivstarker Verteidiger, der in der Vorsaison mit Tappara als Top-Verteidiger das Halbfinale in der finnischen Liiga erreicht hat. Suhonen spielte bei Tappara in der ersten und zweiten Linie und kam im Schnitt auf über 16 Minuten Eiszeit pro Spiel.
Suhonen ist offensivstark, Tappara hat das Halbfinale erreicht. Suhonen hat in der ersten und zweiten Linie gespielt, kam auf über 16 Minuten. Zum Beschreibung Top-Verteidiger: Bei der Kaderplanung werden die Stürmer, die in den ersten drei Linien spielen können, Top-9-Stürmer und die Verteidiger, die in den ersten drei Linien spielen können, Top-6-Verteidiger genannt. Hat Suhonen in den ersten drei Linien gespielt? Ja. Hat er im Powerplay gespielt? Ja. Spielen im Powerplay eher die besseren oder eher die schlechteren Verteidiger? Antwort erübrigt sich. Die Eiszeit von über 16 Minuten stimmt, im Grunddurchgang hatte er 17:21, in den Play-offs 15:51, ergibt über 16 Minuten. Die einzelnen Werte bei 5:5 PP/PP2 SH/SH2 aufzubröseln interessiert wahrscheinlich genau fünf Leser und alle anderen fragen sich, ob sie eine Tageszeitung oder ein Eishockeymagazin in den Händen halten.
Der 32-jährige Linksschütze ist enorm schnell. 2020/21 wurde bei dem Suomi eine Spitzengeschwindigkeit von 37,06 Stundenkilometern gemessen. Das war der 14.-beste Wert eines Verteidigers in der Liiga. Zudem gilt er als starker Eisläufer mit einer starken Stocktechnik und einem richtig guten Aufbauspiel. Als Nachwuchsspieler bestritt er acht Länderspiele für sein Land.
Das mit den Km/h hatten wir schon, starker Eisläufer ist er - hat mir heute mein finnischer Kontkt nochmals bestätigt, starke Stocktechnik hat er, gutes Aufbauspiel auch.
Suhonen hat 301 Ligaspiele im finnischen Oberhaus absolviert und kommt dabei auf 140 Zähler. Ein herausragender Wert in einer so defensiv geprägten Liga wie dem finnischen Oberhaus. Auch in der Champions Hockey League hat Suhonen schon aufgezeigt. 2019/20 war er mit sechs Scorern Tapparas bester Scorer, bei einer Plus-/Minus-Bilanz von plus fünf.
In der Liiga als Verteidiger auf 0,46 Scorer pro Partie zu kommen ist herausragend. Das andere sind Fakten.
Suhonen ist unter anderem für die Powerplay-Formation vorgesehen und kann durchaus auch als Center spielen, was er in seiner Heimat des Öfteren gemacht hat. In seiner punktereichsten Saison, die Spielzeit 2017/18, kam der Linksschütze in der Liiga auf 39 Scorer und war damals der punktebeste Verteidiger der Liga. 2019 wurde er mit Tappara Dritter und war dabei im Play-off mit zehn Punkten der beste Scorer des Teams.
Suhonen hat in der Heimat als Center gespielt, ist fürs Powerplay vorgesehen, bester Scorer der Saison stimmt auch, bester Scorer bei Tappara in den Play-offs stimmt auch.
Beeindruckend ist auch seine Plus-/Minus-Bilanz in der ersten Liga Finnlands: Der Nordländer kommt in den 280 Grunddurchgangsspielen auf einen Wert von plus eins, die Play-off-Partien mitgerechnet auf minus fünf, was immer noch ein starker Wert ist, zumal er 123 Liiga-Spiele für Nachzügler Jukurit bestritten hat, mit denen er 2015/16 als Zweitliga-Meister aufgestiegen ist. Damals wurde er als bester Verteidiger der zweiten Liga gewählt, hatte die beste Plus-/Minus-Bilanz aller Zweitliga-Verteidiger (+29), hatte sowohl die meisten Assists (32) als auch die meisten Scorer (40) aller Verteidiger – und das sowohl über die gesamte Saison hinweg als auch in den Play-offs. Mehr noch: Suhonen wurde zum MVP, also den wertvollsten Spieler, der Play-offs gewählt und stand natürlich im All-Star-Team. Schon 2013/14 wurde er in der zweiten finnischen Liga zum Spieler des Jahrs gewählt, 2014/15 war er der Verteidiger mit den meisten Vorlagen und den meisten Punkten.
Das sind alles Fakten, und natürlich ist es herausragend, als Veteidiger in 280 Spielen im Grunddurchgang eine positive Plus-/Minusbilanz zu haben, erst recht bei 123 Spielen bei einem Abstiegskandidaten wie Jukurit.
Suhonen ist ein sportliches Multitalent. Der Eishockeycrack spielte auch Rollhockey und gewann 2012 WM-Bronze mit Finnland, bis 15 war der Offensivverteidiger auch Fußballer. Mit Suhonen jedenfalls bekommen die Dornbirner viel Tempo ins Spiel, zumal der Skandinaivier nicht nur eine hohe Endgeschwindigkeit hat, sondern auch antrittsschnell ist. Suhonen ist ein Königstransfer, mit ihm ist Dornbirn in der Defensive komplett.
Suhonen hat WM-Bronze im Rollhockey gewonnen, er hat Fußball bis 15 gespielt, er wird Tempo ins Spiel bringen, er ist antrittsschnell. Und anhand dieser Fakten und persönlichen Informationen erlaube ich mir die Einschätzung, dass er ein Königstransfer für Dornbirn ist. Habe ich geschrieben, dass er einer der allerbesten Verteidiger der Liga sein wird? Nein. Er ist nach meiner Einschätzung ein Königstransfer für Dornbirn. Und ich weiß, dass das Kai Suikkanen auch so sieht.
Wir suchen übrigens immer Freie Mitarbeiter und aktuellen sogar einen fixen Redakteur. Einfach bewerben.
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Ich schätze HannesMayer ja für seine Arbeit und auch in diesem Artikel bringt er mehr Fakten aufs Papier als andere in einer halben Saison, aber manchmal schleicht sich doch ein Superlativ ein, der bei näherer Betrachtung auf wackeligen Beinen steht. Suhonen ein "Top-Verteidiger" in der ersten und zweiten Linie von Tappara? Bei einem Schnitt von 16+ Minuten Eiszeit?
Das geht sich nicht aus. Hab es übrigens auf der Liiga-Webseite nachgeschaut: im Grunddurchgang waren es 17:21 Minuten pro Spiel (#6 unter den Tappara-Verteidigern), in den Playoffs 15:51 Minuten pro Spiel (#7). Und wenn da tatsächlich Powerplay-Eiszeit dabei ist (was angesichts seiner Punkteausbeute durchaus glaubwürdig klingt: 17 Assists = zweitbester Wert der Verteidiger im Team), dann bleibt unter dem Strich ein Verteidiger, der bei Equal Strength nur Nummer 7 in der Hackordnung war und dafür ein bisschen ein PP-Spezialist ist.
Was ja auch in Ordnung ist, aber den Schuh "Top-Verteidiger von Tappara, dem finnischen Halbfinalisten" braucht man ihm bitte nicht anziehen, da werden sonst übertriebene Erwartungen geweckt.
Einer der offensivstärksten und schnellsten (37 km/h) Verteidiger der Liiga, der bei einem Topklub wie Tappara konstant in der zweiten und ersten Linie gespielt hat, ist also kein Top-Verteidiger für Dornbirn? Ich weiß wirklich nicht, was hier manche für Vorstellungen haben. Und: Dass er keine Monster-Eiszeiten hatte, liegt zum Beispiel daran, dass er als sehr offensiver Verteidiger kein klassischer UZ-Spieler ist. Er ist kein sonderlicher Körperspieler. Ist so ein bisschen ein finnischer Kevin Schmidt, aber taktisch disziplinierter, schneller, jedoch nicht so starker Blueliner wie Schmidt. Wenn Suhonen nicht den DEC-Fan-Ansprüchen genügt, wird es schwierig.
Ansonsten gilt: Wer diksutieren möchte, kann mir gerne per Mail schreiben oder mich im Messestadion ansprechen.
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Kann jemand den Bericht der NEUEN reinstellen. Habe heute wieder mal keine bekommen...
Schick mir an hannes.mayer@neue.at eine Mail, dann schick ich dir das PDF.
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Stand die Tage in der NEUEN
Nein, das stand nicht in der Neue und nein, in dieser Woche wird Dornbirn keinen neuen Spieler vorstellen. Zum Stand der Dinge gibts morgen ein großes Interview mit Alexander Kutzer in der Neue am Sonntag.
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Herr Mayer hat vor der Ligasitzung in der NEUE geschrieben, dass die VEU mit AUT-Spielern geredet haben soll.
Nein, das habe ich nicht. Falsche Aussagen in dieser Artikel-Zusammenfassung: Vor der Liga-Sitzung, AUT-Spieler.
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schwer zu lesen, aber trotzdem Danke!!
Jetzt ist auch klar warum die meisten Ö Vereine gegen die VEU gestimmt hat... Die VEU war also einer der Klubs die gegen das Agreement verstoßen haben und versucht haben Spieler abzuwerben...selber schuld tät ich sagen...
Nein, das stimmt so nicht! Es ging um Nachwuchsspieler, die an der Schwelle zum Erwachsenen-Eishockey stehen und eher nicht (ganz ausschließen kann ich es nicht) um ICE-Spieler. Das ist schon ein Unterschied. Die VEU war sich einfach viel zu sicher, warum ist mir völlig schleierhaft. Denn das Erfüllen der Mindestkriterien ist ja keine Aufnahmegarantie, sondern nur das Ticket zur Abstimmung. Das ist ja auch kein Novum, dass ein Bewerber abgelehnt wurde oder aus Chancenlosigkeit die Kandidatur zurückgezogen hat.
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Lt. dem Artikel von Meyer nicht. Der meint ja, dass die VEU bessere Chancen hätte, wenn es Stimmenthaltungen gibt. Also müssten diese als Nuller gewertet werden und sich somit das Verhältnis ändern.
Zur Info: Enthaltung wird als "Nein" zählen, das wurde mir heute von mehreren Quellen erklärt und bestätigt. Man will unbedingt so ein durcheinander wie bei der Präsidenten-Wahl vermeiden.
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Hier der betreffende Eisblog, damit ihr über den Original-Text diskutieren könnt, denn diese Zusammenfassungen auf den einschlägigen Seiten reißen ja alles aus dem Zusammenhang. Vielleicht merkt dann der ein oder andere, dass das kein Text gegen die VEU ist (warum auch?), sondern eine Schilderung der Sachlage.
Ein erster Lostag für die VEU
Morgen ist ein erster Lostag für die VEU Feldkirch. Morgen steht die Generalversammlung der ICE Hockey League an, bei der jedoch kaum alle Fragen geklärt werden. Denn es geht um die Zukunft der Liga. Es geht um den neuen Vertrag mit dem Österreichischen Eishockeyverband – die aktuelle Vereinbarung läuft aus. Es geht um die Punkteregelung. Es geht nicht nur um die Besetzung des offenen zwölften Ligaplatzes, sondern auch um eine mögliche Liga-Aufstockung auf 14 Klubs, denn es gibt so viele Neubewerber wie noch nie. Einer der Bewerber ist eben die VEU; und Feldkirchs Chancen sind am Wochenende gestiegen. Weil bei Bewerber EV Linz die Hauptsponsoren abgesprungen sind, ist ein starker Konkurrent im Rennen um einen Ligaplatz ausgeschieden. Der VEU ist es gelungen, ein Budget auf die Beine zu stellen, das für einen Einstieg in die ICE Hockey League ausreicht. Gleim, Lampert und Groß ist es allerdings nicht gelungen, alle Fragen mit der Stadt Feldkirch zu klären, die als Eigentümerin der Vorarlberghalle massiv in die Eishalle investieren müsste. Was sie bei der Stadt nicht ausschließen – die Kurzfristigkeit des Ansuchens und die Herausforderungen der Corona-Pandemie erschweren allerdings die prompte Zusage, die von der VEU benötigt wird: Die VEU braucht bis morgen eine verbindliche Zusage der Stadt, obwohl die Hallenbesichtigung seitens der Liga erst dieser Tage durchgeführt wurde und es dabei durchaus einige Überraschungen gab.
Aus patriotisch-sportlicher Sicht wäre Feldkirchs Einstieg ins Oberhaus natürlich ein Hit. Es gäbe emotionale Derbys, doppelt so viel Eishockey auf Top-Niveau wie bisher, die Brisanz wäre größer, der Stoff für die Berichterstattung wäre schier endlos. Ob es Sinn macht, mit einem Mini-Budget in die erste Spielklasse einzusteigen, müssen die VEU-Bosse entscheiden und dann auch verantworten. Doch wie gut sind Feldkirchs Chancen auf die Aufnahme in die ICE Hockey League? Klar ist: Es entscheidet kein unabhängiges Liga-Gremium über die Bewerbungen, sondern die Klubs als Liga-Eigentümer. Und diese zehn Klubs, Bratislava ist noch nicht stimmberechtigt, gehen mit zehn Blickwinkel in die Abstimmung. In Villach sind sie für die VEU, Graz-Boss Jochen Pildner-Steinburg, der auch Liga-Präsident ist, hat keine Freude mit Feldkirch; und ist mit dieser Einstellung leider nicht allein. Für eine Aufnahme benötigt die VEU eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Diese ist nur in Sicht, wenn sich einige Klubs der Stimme enthalten. Die besten Chancen auf den offenen zwölften Ligaplatz hat Laibach. Die Slowenen haben ein auf fünf Jahre abgesichertes Budget vorgelegt, mit Fünf-Jahres-Zusagen von ihrem Hauptsponsor, der staatlichen Eisenbahn, mit Haftungsgarantien von der Stadt Laibach und dem slowenischen Eishockeyverband. Als Tabellenführer in der Alps Hockey League bringen sie auch die sportlichen Voraussetzungen mit.
Was bedeutet: Die VEU hat nur dann eine echte Aussicht auf einen ICE-Einstieg, wenn die Liga auf 14 Klubs aufgestockt wird. Dafür brauchen die Feldkircher gleich zweimal eine Zwei-Drittel-Mehrheit: Erst für die Aufstockung, dann für die eigene Bewerbung. Zu einer Liga-Aufstockung auf 14 Vereine gibt es noch kein einheitliches Stimmungsbild. Bei einer Liga-Erweiterung fiele die Zwischenrunde weg, wodurch für die Nachzügler die Play-off-Aussichten wohl schon im Jänner fast bei null wären. Nur noch Außenseiter-Chancen hat der HC Pustertal. Es gibt nach wie vor keine Lösung in der Lex-Südtirol. Bozens halber Kader besteht aus Italo-Kanadiern, das stößt vielen in der Liga auf. Dann ist da noch die Frage, was aus Znojmo wird. Die Tschechen sind davon ausgegangen, dass sie ob der Corona-Pandemie ihre Ligateilnahme nur ein Jahr ruhend gestellt haben, was die Ligabosse anders auslegen. Demnach hätte sich Znojmo neu bewerben müssen. Weil diese Bewerbung nicht erfolgte, wird nicht über Znojmo abgestimmt. Vom Tisch ist eine Rückkehr der Tschechen allerdings nicht. Und so wäre es eben keine Überraschung, wenn morgen mehrere Entscheidungen vertagt würden, was für die VEU ein Vorteil wäre. Denn der Zeitdruck spricht gegen Feldkirch.
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Als kleines Dankeschön für all die Rückmeldungen:
Ein Neuzugang und ein Härtefall
Nach der 3:4-Niederlage vom Sonntag in Klagenfurt geht es heute für die Bulldogs mit dem Heimspiel gegen Fehervar weiter. Derweil präsentierte der DEC gestern Vitalijs Pavlovs als Neuzugang.
Dornbirns Kader ist komplett. Die Bulldogs präsentierten gestern den lettischen Center Vitalijs Pavlovs als Neuzugang. Der 31-Jährige gilt als defensiv starker Spielmacher, als einer, der die Scheibe verteilt und besonders im Powerplay seine Stärken hat. Torgefährlich ist der langjährige KHL-Spieler nicht – in 281 Spielen in der so starken russischen Liga ist er nur auf 19 Tore und 22 Assists gekommen. Aber Pavlovs ist einer, der hart vor dem Tor arbeitet, der Räume schafft und Räume für Zuspiele erkennt. Als EU-Bürger ist Pavlovs ab sofort einsatzbereit. Was den Bulldogs fast schon ungeahnte Möglichkeiten beim Line-up verschafft und gleichzeitig auch mindestens einen Härtefall auslösen wird. Nachdem sich in dieser Saison Jannik Fröwis und Philipp Pöschmann oft den zwölften Sturmplatz teilten, rutschen die beiden in der Hierarchie einen Platz hinunter. Entweder rückt ein arrivierter Spieler in die vierte Linie zurück oder mit Simeon Schwinger Dornbirns aktuell sicher stärkster Vertreter der jungen Österreicher-Garde.
Debüt-Tor. So hart das insbesonders für Fröwis ist – er spielt sehr ruhig und abgeklärt – so wichtig sind die neuen Möglichkeiten für Suikkanen. Denn auch wenn die Leistung am Sonntag bei der 3:4-Niederlage in Klagenfurt über weite Strecken prächtig war: Zuletzt war der Impact der beiden nominellen Top-Linien sehr schwankend. Was nebst der schwachen Chancenauswertung und dem dichten Spielplan eine weitere Erklärung für die jüngsten vier Niederlagen in Folge ist.
So sind die starken Momente von Nikita Jevpalovs deutlich seltener geworden, der technisch so starke Lette macht viel zu wenig aus seinen Fähigkeiten und verschludert immer wieder Scheiben. Wie am Sonntag vor dem 0:1. Er war jedenfalls nicht der Impulsgeber für Emil Romig und Daniel Woger, die nach dem Abgang von Devin Brosseau dringend wieder einen fixen Sturmpartner brauchen.
Der Einstand von Anthony Luciani war in Anbetracht seines Trainingsrückstands beachtlich, vor allem bewies er bei seinem Anschlusstor zum 4:3 seinen Torriecher; diese Abschlussqualitäten fehlten Dornbirn in jüngster Zeit sehr. In Klagenfurt vergaben die Dornbirner erneut in Serie Großchancen, so scheiterten Schwinger und Stefan Häußle je zwei Mal in idealer Position.
Top-Spiel. Heute wartet mit dem Heimspiel gegen Fehervar die nächste große Herausforderung auf Dornbirn. Die Ungarn sind zwar „nur“ noch Dritter, das liegt aber vielmehr an der KAC-Siegesserie als an den Leistungen von Fehervar: Die Magyaren belegen mit vier Siegen aus den zurückliegenden fünf Spielen den zweiten Platz in der Formtabelle. Die einzige Niederlage in diesem Zeitraum setzte es just gegen den DEC, als der mit einer furiosen Leistung 3:0 in Fehervar gewann.
Offen ist, für welches Line-up sich Suikkanen entscheidet. Eine Variante ist, dass Woger zu Häußle und Macierzynski rückt und eben Schwinger im vierten Block aufläuft. Oder, dass Jevpalovs, Pavlovs und Antonitsch die vierte Reihe bilden. Luciani wird wohl erneut neben Yogan stürmen. Es bleibt spannend bei den Bulldogs.
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Der HannesMayer hat hier auch schon ab und an mitgepostet. Vielleicht duldet man wenigstens die Berichte der NEUE?
Also von uns in der Redaktion gab es kein Veto. Wenn unser Bericht im Laufe des Tages gepostet wird, habe ich persönlich nichts dagegen. Alternativ könntet ihr uns auch einen Monat lang gratis testen:
https://aboshop.neue.at/neue-all-inclu…l-testabo.html/
Ich thematisiere morgen übrigens das neue Line-up, Bericht habe ich gerade eben abgespeichert.
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Liebe DEC-Fans, lest morgen die NEUE, dann wisst ihr, was Sache ist.
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Liebe Bulldogs-Fans,
ich komme gerade aus Innsbruck und muss Euch gestehen, mir ist ein unerklärlicher Fehler unterlaufen beim Spielbericht. Ich bin dem Irrtum aufgesessen, dass bei Innsbruck Rene Swette im Tor war. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass so ein Fehler passieren kann, wenn man vor Ort ist, aber wie ich gerade erlebt habe, braucht es dafür gar nicht viel. Ich hatte kurz vor dem Spiel offensichtlich einen Knopf in meinen Gedanken, der zur Schlussfolgerung führte, dass eben Swette spielt und danach habe ich nicht mehr über diese Personalie nachgedacht. Sondern mich voll auf das Spiel der Buldogs konzentriert. Schließlich wollte ich für Euch so viele Spieleindrücke wie möglich von den Bulldogs sammeln. Ein ausgedrucktes Line-up hatte ich keines und so hat eins das andere ergeben. Dass mir sowas nicht passieren darf ist völlig klar, aber die bittere Wahrheit ist, solche Fehler passieren leider trotzdem manchmal.
Ich hoffe, ihr seht mir dieses Blackout nach - vielleicht kann ich es ja etwas damit ausgleichen, dass ich exklusive Infos zu Cooper Marody hatte, die leider nicht sehr erfreulich sind.
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Gute Frage! Das liegt womöglich daran, dass die VN - im Speziellen Herr Kofler - einen besseren Draht zur VEU hat, als bspw. Mayer, der lieber Zeilen über den EC Dornbirn verfasst, was auch sein gutes Recht ist. Kofler ist häufig mit Monsieur Lampert in Kontakt, während Mayer seine subjektive Meinung immer in den Vordergrund stellt und glaub nicht oft in der Vorarlberghalle bzw. im Büro von M. L. aufkreuzt. Außerdem ist die VN Werbepartner der VEU, die Neue sponsert die Dornbirner - auch interessant.
Werter VEU1932,
es entspricht eigentlich nicht meiner Berufsauffassung, Beiträge in Internet-Foren zu kommentieren. Zumal ich der Meinung bin, dass Journalisten, deren Aufgabe es ja ist, kritisch zu hinterfragen, auch selbst mit Kritik leben müssen. Kritik als sachliche Auseinandersetzung ist sogar sehr wichtig, denn Kritik ist ein Anlassgeber von außen, sich selbst infrage zu stellen.
Ihren heutigen Beitrag kann ich aber keinesfalls unbeantwortet lassen; im Gegensatz zu anderen, sagen wir mal, emotionalen Beiträgen von Ihnen und anderen VEU-Fans in der Vergangenheit, im Rahmen meiner Berichterstattung über die EBEL-Pläne der VEU Feldkirch im Frühjahr 2019. Damals wurde mir vorgeworfen, ich würde lügen, sei nicht objektiv und wolle der VEU schaden. Weil ich entgegen des medialen Trends zunächst schrieb, dass Feldkirchs EBEL-Einstieg wackelt und am 31. März 2019 vermeldete, dass und warum die Rückkehr-Pläne vorerst gescheitert sind. Drei Tage später stellte die VEU Feldkirch die EBEL-Bewerbung ruhend.
Heute werfen Sie mir nicht nur zum wiederholten Male vor, dass meine Berichterstattung auf meiner Meinung beruhen würde. Sondern stellen die Behauptung auf, die NEUE Vorarlberger Tageszeitung, mein Arbeitgeber, sei Sponsor vom Dornbirner EC. Was als Bergründung für meine kritische Berichterstattung über die VEU-Idee einer deutsch-österreichischen Liga herhalten muss. Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Informationen beziehen, aber Ihre Behauptung ist falsch und in diesem Zusammenhang rufschädigend. Weder die NEUE noch die NEUE am Sonntag ist ein Sponsor der Bulldogs. Es gibt auch keine anderweitige Kooperation zwischen der NEUE und dem DEC. Meine Berichterstattung über die VEU wird selbstverständlich (!) auch nicht davon beeinflusst, dass die geschätzten Kollegen der Vorarlberger Nachrichten eine Medienkooperation mit der VEU haben. Der Umfang solcher Medienkooperationen, das nur am Rande, sind hierzulande weit unspektakulärer, als Sie glauben würden und geben sicher keinen Anlass zur Eifersucht und sind schon gar keine Triebfeder für unsachliche Artikel. Das wäre ja ein unprofessioneller Wahnsinn.
Meine kritische Berichterstattung über die Pläne einer deutsch-österreichischen Eishockeyliga beruhen auf intensiven Recherchen. Ich habe für den von Ihnen kommentierten zweispaltigen Eisblog mit dem Titel „Nationale Alternative zur AHL in Reichweite“ zwei Tage lang recherchiert, viele Stunden mit führenden Funktionären telefoniert. Mit dem Ergebnis: Eine solche grenzüberschreitende Liga ist völlig ausgeschlossen. Die Idee an sich klingt grundsätzlich nicht unspannend, aber die ganze mediale Aufregung hätte sich vermeiden lassen, wenn die Beteiligten – und dazu gehört nun mal federführend die VEU – zunächst im Hintergrund die Machbarkeit der Pläne mit den Verbänden abgeklärt hätten.
Ich möchte an der Stelle auch zum unterschwelligen Vorwurf Stellung beziehen, dass ich eine persönliche Abneigung gegen die VEU hätte. Ich darf Sie daran erinnern, dass ich anlässlich des 20. Jahrestags des Euroliga-Siegs von Dezember 2017 bis Jänner 2018 eine fünfteilige Serie über die VEU verfasst habe, in der ich Feldkirchs Aufstieg bis an Europas Spitze nacherzählte. Beginnend mit der Verpflichtung von Sascha Barinev, Kelly Greenbank und Brian Hill bis hin zu einem doppelseitigen Bericht zum Euroliga-Finalturnier sowie einem doppelseitigen Interview mit Erfolgstrainer Ralph Krueger. Ich habe Gott und die Welt in Bewegung gesetzt, um ein Interview mit Krueger zu bekommen, Gustafsson ist sogar eigens für ein Interview mit mir nach Vorarlberg gekommen. Diese fünfteilige Serie mit insgesamt zehn Seiten kam so gut an, dass zum Beispiel an den Erscheinungstagen in Feldkirch alle Zeitungshänger leer waren. Wer als Feldkircher kein Abo hatte, musste teils bis nach Rankweil fahren, um eine Ausgabe zu ergattern. Ich darf Sie auch an meinen Spielbericht zur Partie VEU gegen Fassa erinnern, bei dem ich am 23. Februar 2020 titelte: „Beherzte VEU marschiert Richtung Play-off“. Mehr Lob als in diesem Artikel geht gar nicht. Und ich darf Sie daran erinnern, dass mit Gerhard Puschnik die Vorarlberger VEU-Legende schlechthin als Experte bei der NEUE fungiert und dabei eng mit mir zusammenarbeitet.
Es ist richtig, dass ich für gewöhnlich nicht über die VEU berichtete, da ich für die Berichterstattung über die EBEL zuständig bin und mein Kollege Günther Böhler, übrigens ein wahrer Tausendsassa, für die AHL zuständig ist. Als die VEU im Jänner 2019 ihre EBEL-Pläne präsentierten, fiel die Berichterstattung dazu in mein Aufgabengebiet, und weil das damals ja recht gut geklappt hat, habe ich dieser Tage auch die Berichterstattung über die angedachte deutsch-österreichische Liga samt den VEU-Einstiegsplänen in die Oberliga Süd übernommen. Ich schätze Michael Lampert sehr, mich beeindruckt seine Leidenschaft für die VEU, er ist eine Legende, die VEU ist ein Traditionsklub mit viel Charme und noch mehr Potenzial. Diese Wertschätzung darf jedoch nicht meine Berichterstattung beeinflussen. Ich bin den Lesern verpflichtet und keinem Verein, egal wie er heißt.
Ich verstehe und akzeptiere völlig, dass sich die VEU-Fans über meine kritische Berichterstattung ärgern. Es ist auch völlig in Ordnung, wenn mal die Wogen hochgehen. Ich halte das schon aus, wenn ich attackiert werde. ABER: Ich lasse mich und meinen Arbeitgeber sicher nicht verleumden. Die Berichterstattung der NEUE ist unabhängig und neutral. Vielleicht sollten Sie mal ein Testabo abschließen, um sich davon selbst ein Bild zu machen. https://aboshop.neue.at/
Sportliche Grüße & bleiben Sie gesund
Hannes Mayer