bzgl. Sprache der Highlights: das könnte man ganz einfach lösen. Asiago z.B. müsste halt den Kommentar in italienischer Sprache selbst erstellen und der Liga liefern. Dann kann die Liga das Video mit doppeltem Ton hochladen. Wenn nicht möglich, dann einfach zwei separate Videos. Aber da liegt die Verantwortung natürlich bei Asiago (und bei allen anderen nicht-deutschsprachigen Teams).
bzgl. Asiagos Daseinsberechtigung: die sind nun mal da und das werden sie für mindestens 3 Jahre bleiben. Am Finanziellen sollte es nicht hapern. Sportliche Daseinsberechtigung haben sie allemal, da sie einfach das beste italienische Team der letzten 10-15 Jahren sind. Besonders aus Pustertaler Sicht müsste man das schon einsehen, sonst kann man auch uns die sportliche Daseinsberechtigung gleich abstreiten. Die aktutelle sportliche Performance Asiagos ist natürlich sehr enttäuschend, aber es ist nun mal die erste Saison. Zudem wurde schon vor der Saison von vielen eingesehn, dass sie in der Teamplanung das Niveau der Liga einfach brutal unterschätzt haben. Ich bin aber sicher, dass sie es in der zweiten Saison besser machen werden. Also daran wird es auch nicht hapern (meine Meinung, kann mich natürlich gewaltig irren)
Das mit dem Publikum ist eine andere Geschichte. Da hat vielleicht Asiago selbst seine Attraktivität und Potential weit überschätzt. Die Zahlen sind enttäuschend, aber gleichzeitig nicht so weit entfernt von denen der erfolgreichsten Serie A und Alps Jahren: ein Schnitt von viel mehr als 1.000 Zuschauer hat es in der Regular Season dort nie gegeben (ungefähr 1150 bis 2014 und dann immer zwischen 900 und 1000). Jetzt einfach so tun, als auf einmal 500 oder mehr Zuschauer pro Spiel dazukommen, nur weil man in einer höheren Liga spielt, war ein bisschen blauägig. Auch soll man bedenken, dass die ganze Hochebene (7 Gemeinden auf 900m² aufgeteilt) eben nur 20.000 Bewohner zählt. Wenn man 2.000 Zuschauer ins Stadion bringen will, muss man schon 10% der Bevölkerung nicht nur Asiagos selbst, aber des ganzen Einzuggebietes dazu bewegen. Zum Vergleich, Bruneck hat auch nur 16.000 Bewohner, aber als Einzugsgebiet kann man ruhig mindestens die angrenzenden Gemeinden dazuzählen, also knapp 40.000 Leute, oder sogar 80.000 wenn man die gesamte Bezirgsgemeinschaft Pustertal zählt. Und reden wir nicht von den anderen Standorten, die weit mehr potentielle Zuschauer in ihren Städten und Einzugsgebieten haben.