Auch unterm DiCo haben sie phasenweise sehr gut nach vorne hin gespielt (ebenfalls unter Hickersberger), diesbezüglich seh ich bei Koller auch nicht wirklich Verbesserungen. Das Spiel nach vorne ist mMn um nix schneller, dynamischer und gefährlicher geworden als wir zuletzt schon waren. Phasenweise spielens wirklich überraschend und herzerfrischend gut, phasenweise passt aber auch gar nix zusammen.
im Bezug auf DC werde ich mich immer an eine Kurzanalyse im ARD/ZDF nach einem D Spiel (vor ca. 2-3 Jahren) erinnern, wo dann danach auch das AUT Spiel kurz gezeigt wurde und Mehmet Scholl in etwa folgendes sagte: "die Österreicher sind keine schlechte Mannschaft, sie sind um einiges besser als sie derzeit dastehen, sie haben gute Einzelspieler, aber es werden im Abwehrverhalten Fehler gemacht (spez. Spielszene wurde eingespielt und analysiert) die darf es im Spitzenfußball einfach nicht geben" Reinhold Beckmann dann: ja, was kann man denn da machen? Dann Scholl weiter: "bei uns bei Bayern, trainieren bzw. schauen wir speziell bei solchen Situationen schon im Nachwuchs darauf, das ist Sache des Trainers, der Trainer ist dafür verantwortlich wie das Abwehrverhalten organisiert ist. Er hat es den Spielern zu vermitteln und darauf zu achten dass es auch ausgeführt wird". Wenn nach vorne gespielt wird, kommen dann mehr kreative Elemente ins Spiel, die man nicht so einfach mehr trainieren kann.
DC glaubte an die Selbstheilungskräfte im Team, dass sich die Mannschaft schon selbst organisiert und nur mehr motivieren müsse und dann kommt auch der Erfolg automatisch, ähnlich wie H. Krankl's Philosophie. Ganz das Gegenteil von Ernst Happel (u.a. Erfinder der Abseitsfalle).
Bei Koller hat sich das Abwehrverhalten wesentlich verbessert. Die Spieler wissen genau was sie zu tun haben, sie halten sich an eine Taktik die der Trainer vorgibt. Das lässt sich nun auch an den Resultaten ablesen.