Vielleicht täuscht es, aber ich habe immer den Eindruck, dass bei den Nationen, die halbwegs unserer Kragenweite angehören, die Nationalteammüdigkeit geringer ausfällt. Nationalstolz ist ja in Österreich mittlerweile etwas, wofür man sich genieren muss. Darüber lachen halt Slowenen, Italiener, Ungarn und die ehemaligen Sowjet-Nationen, die sich den Ar... aufreißen für ihr Land.
In Österreich werden die Nationalteamkarrieren von Topspielern verhältnismäßig früh beendet. Koch hat z.B. 2014 seine letzte WM gespielt, Phil Lukas 2011, Fabio Hofer 2019...Es gäbe bei entsprechender Recherche sicher noch mehr Bestätigung für diese These. Aktuell ist halt Komarek das prominenteste Beispiel, ich finde die Begründung Familie immer etwas unglücklich, wenn andere Spieler nach 100 NHL Partien ohne zu zögern für ihr Land anreisen.
Gerade eine Fahrstuhlnation wie Österreich lebt von der Verlässlichkeit und Loyalität der wenigen Top-Spieler. Man kann das einfach nicht kompensieren und deshalb kann die Wertschätzung für Leute wie Thomas Raffl, Bernhard Starkbaum, Dominique Heinrich, Manuel Ganahl oder damals einem Oliver Setzinger gar nie hoch genug sein.
Es liegt halt nicht an der Wertschätzung gegenüber Personen,
sondern eher an der Wertschätzung der Sportart an sich.
Vor allem im Nationen Vergleich.
In Österreich ist das halt zu sehr Randsportart, zu wenig verrückte, daher auch langfristig zu wenig solider Nachwuchs.