Es sind in den letzten zwanzig Jahren die von mir beschriebenen Reformen durchgeführt worden, die das Pensionssystem finanzierbar und damit zukunftsfit gemacht haben. Dass die jeweiligen Oppositionparteien - ausgenommen NEOS, die ja auf die jungen, egoistischen Beitragszahler:innen schielen - immer mehr wollen für Pensionist:innen, die ja einen großen Wählerpool darstellen, gehört dazu. In der Regierung haben sie dann immer der ökonomischen Vernunft zum Durchbruch verholfen.
Dass die derzeitige Regierung ihre Probleme auch mit der aktuell seit sieben Jahrzehnten höchsten Inflation hat und zu Einmalzahlungen an Bezieher sehr niedriger Löhne, Pensionen und sonstiger Geldleistungen greift, um ihnen aus akuter Not zu helfen, dafür habe ich Verständnis. Das macht in Summe aber nicht so viel aus, dass - wie Du befürchtest - dadurch künftige Pensionen gefährdet wären, zumal dank der derzeit (noch) niedrigen Arbeitslosenzahlen und brummenden Wirtschaft die Pensionsversicherungs- und Abgabeneinnahmen kräftig sprudeln; und hat mit dem "Pensionssystem" eigentlich nichts zu tun.
Dass staatliche Pensionen ein anständiges Leben ermöglichen sollen, steht wohl außer Frage. Wie hoch die Pensionen in der jeweiligen Zeit konkret sind, das ist letztlich aber genau so eine politische Entscheidung des Parlaments wie die Festlegung der Höhe der jeweiligen Pensionsversicherungsbeiträge. Da gibt es durchaus unterschiedliche Auffassungen zwischen den Parteien. Auch daran sollte daher jede:r in der Wahlzelle immer denken, wen er im Nationalrat als seinen Vertreter sehen will.
wie gesagt, als gelernter Österreicher/Steuerzahler bleibe ich skeptisch.
