Drittes Viertelfinale-VSV legt Protest gegen KAC-Sieg ein
Jordan Carons 3:3-Treffer war um Sekundenbruchteile zu spät gekommen, der KAC gewann das zweite Viertelfinalspiel mit 3:2. Dagegen legt der VSV jetzt Protest ein, sucht die verlorene Zeit und beruft sich auf die Steuerung der Hallen-Uhr.
Von Philip Edlinger | 13.44 Uhr, 17. März 2021
Exakt hier ertönte die Sirene © Twitter/Martin Pfanner
Es war die Szene der bisherigen Play-offs. Jordan Caron bugsierte die Scheibe in Spiel drei nach Ablauf der Zeit ins KAC-Tor. Nach kurzem Videostudium erkannten die Schiedsrichter den Treffer ab und schickten den VSV statt in die Verlängerung nach Hause. Beim VSV war man sich sicher, dass vor dem letzten Bully, das am Ende auch zum Schein-Ausgleich geführt hatte, eine Sekunde weniger als eigentlich noch übrig auf der Hallen-Uhr war, daher die Sirene auch früher ertönte. Jetzt legten die Adler Protest gegen das Endergebnis bei der Liga ein.
In einer Aussendung schreiben die Adler: Der von den Referees am Dienstag in Klagenfurt nicht gegebene Ausgleichstreffer durch VSV-Stürmer Jordan Caron hat ein Nachspiel: Der EC GRAND Immo VSV legt offiziell Protest gegen die Wertung des Spiels ein undbeantragt, den Spielstand von 3:3 innerhalb der regulären Spielzeit von 60:00 Minuten festzustellen. Nach Studium aller verfügbaren Videosequenzen und Analysen ist ersichtlich, dass der Puck vor Ablauf derregulären Spielzeit die Torlinie überquerte. VSV-Finanzvorstand Andreas Schwab: „Der Treffer war korrekt, wir haben heute unsere detaillierte Sachverhaltsdarstellung der Liga übermittelt!“
Es müsse geklärt werden, wie denn genau die Zeit von der Hallenuhr in Klagenfurt abläuft. „Unserer Auffassung nach beinhaltet das Umstellen der Uhr von 00:01 auf 00:00 noch eine restliche Spielzeit von 99 Hundertstel - so ist es auch in der Villacher Stadthalle. Zur Verdeutlichung: Auch zu Beginn eines jeden Drittelsschlägt mit Puck-Einwurf die Uhr sofort auf 19:59 um, obwohl die 99 Hundertstel noch nicht abgelaufen sind.” Für Schwab wäre ein Einspruch nur dann hinfällig, wenn ganz klar und objektiv bewiesen werden würde, dass die offizielle Zeitnehmung in Klagenfurt in der Weise erfolgt, dass auf die nächste Sekunde erst dann umgeschaltet wird, nachdem die 99 Hundertstel der vorangehenden Sekunde vollständig abgelaufen sind.
Quelle: https://www.kleinezeitung.at/sport/5952733/…gen-KACSieg-ein