Quelle: RingSports
Da hat Ringirgendwas aber wichtige Details bzgl. Stevens Reha aus dem Kleine Artikel weg gelassen, da klingt es nicht nach Karriereende…
Schwierige Zeit-Nach brutalem Check leidet Strong noch immer an den Folgen
Steven Strong laboriert noch immer an den Folgen der Attacke von Wien-Verteidiger Charlie Dodero. Lichtblick: Heimreise nach Kanada.
Von Mario Kleinberger | 05.30 Uhr, 16. April 2022
Ein Monat ist es nun schon her, als Steven Strong nach einer äußerst unfairen Attacke auf dem Eis der Klagenfurter Stadthalle regungslos liegen blieb. Den knapp 4000 Zuschauern stockte der Atem. Durch das Blut auf dem Eis wirkte das Szenario noch drastischer, begann das Bangen unter den Fans und primär unter seinen Mitspielern.
Sein Verteidigungspartner Martin Schumnig war nach dem Spiel schockiert, konnte nicht nachvollziehen, wie man als Gegenspieler einen so brutalen Check gegen den Kopf fahren kann. Der Übeltäter Charlie Dodero kam mit einer Sperre von vier Begegnungen davon, Strong hingegen leidet nach wie vor unter den Folgen der Tat. Das Video der brutalen Szene wurde in einigen internationalen Onlineplattformen gezeigt und die Attacke als völlig überzogen bezeichnet. „Die Kopfschmerzen sind fast ständig vorhanden, es beeinflusst meinen Alltag noch immer. Ich kann so gut wie nix unternehmen, außer mit meiner Tochter Sloane und mit unserem Hund etwas spazieren zu gehen“, schildert der 29-Jährige. Er hofft, dass sich das Kopfweh bald legen wird und er sein gewohntes Leben so bald als möglich, zurückerhalten wird.
„Noch bin ich völlig saft- und kraftlos, fehlt mir jegliche Energie“, sagt der Austrokanadier, der auf dem Eis auch kein Kind von Traurigkeit ist.
Eine Teilnahme mit der österreichischen Nationalmannschaft bei der A-WM in Finnland, bei der als Verteidiger wohl gesetzt gewesen wäre, fällt für ihn damit auch ins Wasser. Der Vorteil ist, dass dadurch die Heimreise nach Kanada für die Familie und für ihn früher möglich sein wird. „Ja, darauf freuen wir uns total. Jetzt waren wir schon drei Jahre nicht mehr in unserer Heimat. Viele unserer Verwandten haben noch nicht unsere Tochter gesehen“, sagt Strong. Drei Monate wird er in Toronto verbringen, in der Weltmetropole die diversen Therapien fortsetzen und so bald es sein Gesundheitszustand möglich ist, das Sommertraining in Angriff zu nehmen. Zurück nach Klagenfurt geht es Ende Juli, Strong besitzt noch einen gültigen Vertrag.
Fan von Makar
Obwohl die Rotjacke in Toronto zu Hause ist, hält er in der NHL nicht den Maple Leafs die Daumen, er ist von einem anderen Team mehr angetan. „Meine Lieblingsmannschaft sind zurzeit die Colorado Avalanche, sie haben so viele geniale Spieler in ihren Reihen, sind technisch hochtalentiert, da ist es ein Genuss, die Partien anzusehen.“
Begeistert ist der Familienvater von Cale Makar. „Er ist erst 23 Jahre jung, aber zählt zu den besten Verteidigern der NHL“, schwärmt Strong. Der Kanadier ist unter den Abwehrspielern mit 26 Toren und 56 Assists die Nummer zwei hinter dem Schweizer Roman Josi. Beeindruckend die Plus/Minus-Statistik mit Plus 45.
Quelle: https://www.kleinezeitung.at/sport/eishocke…g-noch-immer-an