Du spielst 10-15 Jahre als mittelmäßiger österreichischer Erstligaspieler, hast ein gewisses Verletzungsrisiko und auch das Risiko, dass die sportliche Karriere doch kürzer ist und kannst dir zu 80% in deinen 30ern ein ganz neues Erwerbsleben aufbauen. Ich sehe den vgl was ein BA zum Start verdient da als hinkend an und finde es auch ok wenn „ein Richter“ 50k netto verdient.
ICE Hockey League 2026/2027
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Aber nach der Aussage oben nur den Nachwuchsspielern mit österreichischem Pass - diejenigen mit einem slowenischen nimmt man zwar über die gesamte Jugendausbildung gerne mit "um das Niveau zu steigern", aber wenn's dann am Ende um den Sprung zum Profitum geht sollen sie mit einem warmen Händedruck verabschiedet werden.
Bereits mehrere slowenische Spieler haben über den KAC den Weg ins Ausland gesucht. Dazu ist Rok Kapel direkt vom KAC nach Laibach gegangen, ohne ein Spiel für die Erste des KAC gemacht zu haben. Luka Gomboc ist trotz Legionärsstatus seit Jahren im Kader der Kampfmannschaft. Val Usnik hat damals eine Saison lang backup in der Kampfmannschaft gespielt.
Also geht dein Argument völlig an der Realität vorbei. Die jungen Slowenen haben nämlich auch so etwas wie einen sportlichen Anspruch und suchen sich das für sie beste Umfeld aus. Die nutzen den KAC als Sprungbrett und der KAC profitiert durch die stärkeren Jahrgänge in der Jugend.
Der Plan der jetzt bei vielen so charmant ankommt, scheint zu sein, diese jungen Slowenen im Gehalt zu drücken, um den österr. Spielermarkt unter Druck zu bringen. Alles, nur ja nicht den eigenen Nachwuchs ausbilden.
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Du spielst 10-15 Jahre als mittelmäßiger österreichischer Erstligaspieler, hast ein gewisses Verletzungsrisiko und auch das Risiko, dass die sportliche Karriere doch kürzer ist und kannst dir zu 80% in deinen 30ern ein ganz neues Erwerbsleben aufbauen. Ich sehe den vgl was ein BA zum Start verdient da als hinkend an und finde es auch ok wenn „ein Richter“ 50k netto verdient.
Naja sorry aber jeder Bauarbeiter hat auch ein gewisses Verletzungsrisiko…
50k netto ohne nennenswerte Fixkosten ist schon ein recht guter Deal (den er nur fordern kann weil es so wenig Alternativen/Konkurrenz gibt). Und aussorgen musst mit deinen Jahren als Profi schon lang nicht mehr, da machst daneben problemlos ein Studium und findest danach einen „normalen“ Job.
Das Argument mit dem eigenen Nachwuchs ausbilden hinkt halt.
Schon alleine deswegen weil bspw. Aus Villach oder (ganz besonders) Wien die wirklichen Talente in die Akademien abwandern. Außerdem seh ich den Zusammenhang nicht ganz, jedes Talent wird sich irgendwann mal an den Gehältern eines Richters orientieren und genau das ist das Problem für die Nachzügler Vereine. Die Vorarlberger bilden bspw. Sicher nicht ganz so schlecht aus, bringt der 1. Mannschaft halt nix. Innsbruck hatte in den letzten Jahren auch immer wieder Spieler die sich ganz gut entwickelt haben, aber ja einen Feldner für 50k können die sich wohl nicht leisten.
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Du spielst 10-15 Jahre als mittelmäßiger österreichischer Erstligaspieler, hast ein gewisses Verletzungsrisiko und auch das Risiko, dass die sportliche Karriere doch kürzer ist und kannst dir zu 80% in deinen 30ern ein ganz neues Erwerbsleben aufbauen. Ich sehe den vgl was ein BA zum Start verdient da als hinkend an und finde es auch ok wenn „ein Richter“ 50k netto verdient.
Das trifft aber auf Legionäre genauso zu und die Spielen mit mehr Talent in den vorderen Reihen und kosten teilweise um einiges weniger. Also warum soll ein Österreicher für die "schlechtere" Arbeit das doppelte verdienen wie ein Ausländer nur weil der den falschen Pass hat?
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(Ausländer) Legios gibts wie Sand in der Wüste, heimische Akteure mit dem Talent ohne umfallen "abkristeln" zu können nur wenige.
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Naja sorry aber jeder Bauarbeiter hat auch ein gewisses Verletzungsrisiko…
50k netto ohne nennenswerte Fixkosten ist schon ein recht guter Deal (den er nur fordern kann weiß so wenig Alternativen/Konkurrenz gibt). Und aussorgen musst mit deinen Jahren als Profi schon lang nicht mehr, da machst daneben problemlos ein Studium und findest danach einen „normalen“ Job.
Der Vergleich mit Bauhacklern ist halt nicht gerade attraktiv.
Außerdem darf man die nicht gerade geringen Upfront-Kosten vergessen, die u.a. die Eltern jahrelang tragen müssen.
Finanziell ist Eishockey jedenfalls kein sonderlich attraktiver Beruf, solange man nicht zu den absoluten Toptalenten gehört und man eine ernsthafte Chance auf den Sprung in Topligen hat. -
Der Vergleich mit Bauhacklern ist halt nicht gerade attraktiv.
Außerdem darf man die nicht gerade geringen Upfront-Kosten vergessen, die u.a. die Eltern jahrelang tragen müssen.
Finanziell ist Eishockey jedenfalls kein sonderlich attraktiver Beruf, solange man nicht zu den absoluten Toptalenten gehört und man eine ernsthafte Chance auf den Sprung in Topligen hat.Und in Slowenien ist das anders oder wie? Wie gesagt bei denen scheinst kein Problem zu sein, dass da eine gewisse Friss oder Stirb Mentalität herrscht.
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(Ausländer) Legios gibts wie Sand in der Wüste, heimische Akteure mit dem Talent ohne umfallen "abkristeln" zu können nur wenige.
Eh, da simmer wieder bei nur höher bezahlt werden, weil man den richtigen Pass hat, wovon ich kein Fan bin. Weshalb ich grundsätzlich für eine Öffnung der Legionärsregelung bin. Man muss sich aber eine realitische Alternative für die Jugendausbildung überlegen, weil sonst bilden nur mehr zwei Vereine junge Österreicher aus.
Mein Traum wäre keine Legionärsbeschränkung, aber eine Abgabe für Jugendarbeit in der Höhe von X pro Jahr pro Spieler der nicht als Österreicher zählt. Dann kann man immer noch überlegen ob man lieber selbst ausbildet und mit Österreichern spielt oder mit 15 Legionären und die Ausbildung jemand anderen machen lässt.
Aufbauend auf dieser Abgabe sollte man dan in Österreich noch 1-2 Eishockey Akademien eröffnen.
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Naja sorry aber jeder Bauarbeiter hat auch ein gewisses Verletzungsrisiko…
50k netto ohne nennenswerte Fixkosten ist schon ein recht guter Deal (den er nur fordern kann weiß so wenig Alternativen/Konkurrenz gibt). Und aussorgen musst mit deinen Jahren als Profi schon lang nicht mehr, da machst daneben problemlos ein Studium und findest danach einen „normalen“ Job.
Bist der Meinung, dass ausgesorgt hast wenn max 10 Jahr 50k netto verdienst?
Hackler haben natürlich auch Verletzungsrisiken und der Job fordert seinen Preis. Nichtsdestotrotz kannst davon ausgehen dass Eishockeyprofis Mitte 30 mehr für Zahnersatz ausgeben haben und vermutlich auch mehr Gehirnerschütterungen hinter sich haben.
Dazu kommt die Frage des Talents. Die Zahl derer die Eishockeyprofi werden können ist wohl geringer als die derer die am Bau arbeiten können oder einen BA machen können.***
Ich bin dafür dass eine gemeinsame Liga auch einen gemeinsamen Spielermarkt hat. -
Bist der Meinung, dass ausgesorgt hast wenn max 10 Jahr 50k netto verdienst?
Hackler haben natürlich auch Verletzungsrisiken und der Job fordert seinen Preis. Nichtsdestotrotz kannst davon ausgehen dass Eishockeyprofis Mitte 30 mehr für Zahnersatz ausgeben haben und vermutlich auch mehr Gehirnerschütterungen hinter sich haben.
Dazu kommt die Frage des Talents. Die Zahl derer die Eishockeyprofi werden können ist wohl geringer als die derer die am Bau arbeiten können oder einen BA machen können.***
Ich bin dafür dass eine gemeinsame Liga auch einen gemeinsamen Spielermarkt hat.Nein natürlich nicht, aber wie gesagt danach kannst in der Regel ganz normal weiterarbeiten. Außerdem wenn die Slowenen/Ungarn/Italiener sich am Gehalt der Österreicher orientieren und das Gehaltsschema eh fair ist, dann ändert sich faktisch genau gar nix.
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Und in Slowenien ist das anders oder wie? Wie gesagt bei denen scheinst kein Problem zu sein, dass da eine gewisse Friss oder Stirb Mentalität herrscht.
Meine Aussage war generell auf den Sport bezogen.
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Vielleicht drehen wir die Diskussion mal um: Ein perfektes Beispiel ist Purdeller. Er hat realistischerweise genau 2 Anlaufmöglichkeiten. Entweder er bleibt beim HCP oder wechselt zum "Erzfeind". Warum soll er diesen gravierenen Nachteil als Person haben, nur weil er die italienische Staatsbürgerschaft besitzt? Genau dieses Szenario versucht die EU ja auch zu verhindern. Warum soll sich der Bursch nicht bei RB oder G99 seine Pension mit Mitte 30 erspielen können, wenn er sich entsprechend weiterentwickelt?
Ich persönlich sehe die Sache entspannt. Vielleicht spielen "low budget Vereine" zukünftig mit 3-4 ausländischen Spielern mehr. Die Qualität der einheimischen Spieler hat aber dort auch wenig zum Eishockey in Österreich im gesamten beigetragen. Dafür steigt eventuell der Wettbewerb im Ganzen und die Liga rückt wieder näher zusammen.
In puncto Fairness ist eine Öffnung ohnehin unumgänglich. Wenn man eine Liga betreibt, müssen die Voraussetzungen für alle beteiligten Vereine so einheitlich wie möglich sein. Ganz bekommt man das in einer internationalen Liga ohenhin nicht hin.
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Du spielst 10-15 Jahre als mittelmäßiger österreichischer Erstligaspieler, hast ein gewisses Verletzungsrisiko und auch das Risiko, dass die sportliche Karriere doch kürzer ist und kannst dir zu 80% in deinen 30ern ein ganz neues Erwerbsleben aufbauen. Ich sehe den vgl was ein BA zum Start verdient da als hinkend an und finde es auch ok wenn „ein Richter“ 50k netto verdient.
Das sind halt Lohnkosten in Höhe von über 100k für einen 3 Linienspieler - und dann will man sich aufregen, dass die meisten Vereine keinen Nachwuchs auf gutem Niveau ausbilden können?
Beides gibt diese Liga schlicht nicht her.
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Also eine Aufhebung der Legionärbeschränkung würde das österreichische Eishockey auf Dauer zerstören.
Es gibt genügend Beispiele wo das passiert ist (Basketball in Ö und D..)
Im Prinzip ist es einfach:
Es gibt zu wenig österreichische Spieler für zu viel Mannschaften.
Also entweder mehr Spieler ausbilden oder Mannschaften abbauen.
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Zum Delta Gehalt Österreicher und Legionäre noch:
Hinsichtlich Bau sind den Immobilienkäufern halt egal, ob der Bauarbeiter aus Polen, Österreich oder Rumänien kommt. Bei den Reinigungskräften ähnlich.Beim Produkt Spitzensport verkaufen die Vereine halt auch Identität, die sich in einem Zuschlag für österreichische Spieler manifestiert, weil da der markt zu klein ist. Uneigennützigkeit würde ich den Vereinen nicht unterstellen, am Ende ist das halt auch ein abwägen unterschiedlicher Interessen, finanzkräftige gegen wenig finanzkräftige Vereine, Nachwuchsschmieden vs. Zukäufer.
Und über den Kompromiss müssen sie sich selber einigen. Königsweg wird es keinen geben. -
Im Prinzip ist es einfach:
Es gibt zu wenig österreichische Spieler für zu viel Mannschaften.
Also entweder mehr Spieler ausbilden oder Mannschaften abbauen.
Das ist halt leider nur im Prinzip so einfach.
Abbauen wirds nicht spielen, oder willst Innsbruck, Vorarlberg und Villach aus der Liga werfen?
Das hätte man sich halt vorher schon vorher überlegen müssen🤷🏻♂️Und ausbilden bedeutet Jahre des Verzichts für die eh schon finanziell angespannten Vereine, und damit eine deutliche Klassenteilung nach unten.
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Ganz durchschaue ich aber nicht was die Änderung (dass alle Spieler der 4 Länder gleich sind) bringen würde:
Für SLO und Ungarn: Ein massiver Nachteil, da kein Österreicher dorthin gehen würde (wegen dem Verdienst) aber mehr Slowenen und Ungarn nach AUT oder?
Für Italien? Hätte meiner Meinung nach kaum Auswirkungen da Bozen und Puster gut zahlen können. Da kann ich mir sogar mehr Austausch zwischen ITA und AUT vorstellen.
Für AUT:
Es kommen mehr Spieler nach AUT aber es gehen wahrscheinlich weniger weg.
Das bedeutet Österr. Spieler werden billiger aber der Nachwuchs wird weniger gefördert.
Seht ihr das auch so?
Wo soll da für AUT der große Vorteil sein?
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Das sind halt Lohnkosten in Höhe von über 100k für einen 3 Linienspieler - und dann will man sich aufregen, dass die meisten Vereine keinen Nachwuchs auf gutem Niveau ausbilden können?
Beides gibt diese Liga schlicht nicht her.
100k für einen 3Linienspieler sind doch das allerbeste Argument um in den Nachwuchs zu investieren 😉
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100k für einen 3Linienspieler sind doch das allerbeste Argument um in den Nachwuchs zu investieren 😉
Aber nicht wenn der Output erst nach 10 Jahren kommt, so funktioniert das leider nicht

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Aber nicht wenn der Output erst nach 10 Jahren kommt, so funktioniert das leider nicht.
Und du darfst dabei eines nicht vergessen:
Wenn die Pioneers zb einen Nachwuchsspieler rausbringen, ist der mit spätestens 20 bei einem anderen österr. Verein.
Da hast dann 10 Jahre investiert, dass ein anderer Verein sich den Spieler einverlaibt.
DH du hast den Spieler genau für ein Jahr oder zwei in DEINER Ersten ausgebildet.
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Wo soll da für AUT der große Vorteil sein?
Vereine im Tabellenkeller und im Mittelfeld, sparen sich das Integrieren vom Nachwuchs und hauen massenweise junge Slowenen rein, in der Hoffnung in Zukunft nicht den Anschluss zu verlieren
Ist nichts anderes als eine Abkürzung, um schnell zu jungen brauchbaren einheimischen Spielern zu kommen. -
Alles anzeigen
Ganz durchschaue ich aber nicht was die Änderung (dass alle Spieler der 4 Länder gleich sind) bringen würde:
Für SLO und Ungarn: Ein massiver Nachteil, da kein Österreicher dorthin gehen würde (wegen dem Verdienst) aber mehr Slowenen und Ungarn nach AUT oder?
Für Italien? Hätte meiner Meinung nach kaum Auswirkungen da Bozen und Puster gut zahlen können. Da kann ich mir sogar mehr Austausch zwischen ITA und AUT vorstellen.
Für AUT:
Es kommen mehr Spieler nach AUT aber es gehen wahrscheinlich weniger weg.
Das bedeutet Österr. Spieler werden billiger aber der Nachwuchs wird weniger gefördert.
Seht ihr das auch so?
Wo soll da für AUT der große Vorteil sein?
- die (durchschnittlichen) österreichischen Spieler werden billiger, da sie Konkurrenz bekommen.
- die (besseren) Slowenen/Ungarn/Italos können höhere Gehälter verlangen, als sie zuhause bekommen würden.
- Der nicht gerade unerhebliche Vorteil der ausländischen Teams , dass sie viel weniger für kompetente Inländer zahlen müssen fällt weg.
- die Vereine, die Jugend auf hohem Niveau ausbilden (KAC/Salzburg) werden das aus Imagegründen auch weiterhin tun, nur der Druck auf den dort spielenden Nachwuchs wird stärker - kann halt auch nicht schaden.
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- die (durchschnittlichen) österreichischen Spieler werden billiger, da sie Konkurrenz bekommen.
- die (besseren) Slowenen/Ungarn/Italos können höhere Gehälter verlangen, als sie zuhause bekommen würden.
- Der nicht gerade unerhebliche Vorteil der ausländischen Teams , dass sie viel weniger für kompetente Inländer zahlen müssen fällt weg.
- die Vereine, die Jugend auf hohem Niveau ausbilden (KAC/Salzburg) werden das aus Imagegründen auch weiterhin tun, nur der Druck auf den dort spielenden Nachwuchs wird stärker - kann halt auch nicht schaden.
Zusammengefasst: Die öst. Vereine wollen Zugang zum slowenischen und ungarischen Spielermarkt, weil aus den eigenen Reihen nichts nachkommt und das, was da ist, teuer ist.
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Dh haben wir viele Legionäre, gibt es keinen Anreiz Nachwuchs auszubilden weil der eh kein Leiberl hat und nicht benötigt wird. Es ist effizienter Geld in Legios als in Nachwuchs zu stecken.
Haben wir wenig Legios, haben die Vereine kein Geld für Nachwuchs, weil das Geld in die überteuerten Mittelklasse Österreicher gesteckt werden muss.
Grundsätzlich dauert Nachwuchsarbeit eh viel zu lange und die Rendite ist zu klein, weil die guten youngsters eh weg sind nach maximal 1 oder 2 Jahren.
Auf gut Deutsch die Voraussetzungen für Nachwuchsarbeit gibt es in keiner Konstellation.
Wenn das Gehalt stimmt, denke ich schon dass Spieler wie Witting, Kernberger, etc auch in Laibach, Bruneck oder Budapest spielen würden. Machen ja die Legionäre auch.
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@ Eiskalt danke für die sehr traurige Zusammenfassung (die wahrscheinlich so stimmt)
Und was ist deine conclusio daraus?
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