Auch wenn es sich um einen Brauch handelt, ich habe mit dem alljährlichen Osterschießen schon länger meine Probleme.
Irgendwie erinnert es mich immer daran, wie ich als Grundwehrdiener, mit einem uralten MG-Prügel samt Schießbefehl bewaffnet, bis zu den Knöcheln im Gatsch eines Schützengrabens am Grenzübergang Spielfeld kauernd, zusehen und -hören durfte, wie serbische Panzer slowenische Gebäude kurz und klein schossen.
Zum Jahreswechsel wird auch immer wieder betont, was für ein Stress für die Tierwelt die Feuerwerke doch sind. Dabei sind die, bis auf ein paar eilige, bzw. Nachzügler nach spätestens 20 Minuten vorbei.
Das Ostergeballer geht Tag und Nacht, in einer Massivität, die bei mir schon mal die Fenster dröhnen lässt. Und ich wohne nicht unmittelbar an der Abschussstelle.
2 Jahre war coronabedingt Ruhe, jetzt sind die Helden des Brauchtums wieder voll in Action.
Auch wenn sich für die unschuldigen Opfer in der Ukraine dadurch nichts ändern würde, in einer Zeit, in der mitten in Europa wieder geschossen wird, könnte man wirklich darauf verzichten.