Denke, das interessiert vielleicht den Einen oder Anderen:
quelle: kleinezeitung.at
Play-off, oder wo ein Reset erfolgt und neue Helden geboren werden
Der Rhythmus ist vorgegeben, die Anspannung groß und alle Gedanken werden vom Eishockey bestimmt: Kurz gesagt – es herrscht Play-off-Fieber in Klagenfurt und Villach. Die Flaggschiffe des heimischen Eishockey jagen nach ihrem 33. bzw. ihren siebenten Meistertitel. Die Buchmacher attestieren Rekordmeister KAC die höchsten Chancen für den Titelgewinn, der VSV ist klarer Außenseiter.
Es wird gleichzeitig der letzte Tanz von Puls24, der Sender verzichtete auf eine Verlängerung der TV-Rechte. Und ein neuer Partner hat sich noch nicht aufgedrängt. Lukrative TV-Verträge, die den Klubs Geld in die Kassen spülen, wie etwa in Deutschland, Schweiz oder nordeuropäischen Ligen, sind wohl nicht zu erwarten. Einige befürworten, dass die ICE-Klubs ihre TV-Rechte selbst besitzen und demnach über ihre Streams Geld verdienen. Denn: Ein Rechteinhaber mit mangelnden Reichweiten sowie ohne spürbare finanzielle Gegenleistung könnte wie Knebel wirken.
Play-off bedeutet auch, dass Helden geboren werden. Nichts gegen die MVP-Wahl von Steven Owre. Einzig und allein die Scorerwertung heranzuziehen, schmälert jedoch die Bedeutung. Es gäbe andere, durchaus relevante Aspekte, die im Auswahlprozess offenbar keine Bedeutung haben: Das Comeback von Johannes Bischofberger, die Plus 37 von Graham Knott und Steven Strong, die elfte Plus-20-Tore-Saison von Brian Lebler, oder die konstante Sicherheit der Torhüter JP Lamoureux bzw. Sebastian Dahm. Von „soft skills“ wie Führungsqualitäten oder Einstellung ganz zu schweigen.
Zwölf Siege braucht es zum Meistertitel. In der K.o.-Phase zählt das Hier und Jetzt. Nicht die Leistungen der vergangenen Wochen. Das erzeugt Druck (KAC), eröffnet aber auch neue Perspektiven und Chancen (VSV). Und das sorgt für diese ganz spezielle Play-off-Stimmung.