Könnte das jemand hier reinkopieren, hab leider kein Abo...
KAC – ASIAGO 3:2
Sieg, der nicht für Beruhigung sorgen wird
Mit viel Mühe erspielte sich der KAC gegen Nachzügler Asiago einen Erfolg. Dabei traten im Spiel der Rotjacken wieder Schwächen hervor, die das Team zurzeit nicht abstellen kann.
Von Mario Kleinberger
IIch bin glücklich, dass wir gewonnen und die drei Punkte geholt haben. Es war aber nicht unsere beste Leistung“, sagte Fabian Hochegger, dem sein erster Saisontreffer geglückt ist, nach dem Spiel. Diese Aussage spiegelt die 60 Minuten des KAC beim 3:2-Sieg gegen Asiago wider.
Die Rotjacken zeigten im ersten Abschnitt eine zum Teil engagierte Leistung, zwei Treffer waren die Belohnung dafür. Zuerst hämmerte Matt Fraser von der linken Seite die Scheibe punktgenau ins rechte Kreuzeck. Hochegger legte mit seinem ersten Saisontreffer zum 2:0 nach. „Ich bin so froh darüber, dass endlich der Puck reingegangen ist“, zeigte sich der Stürmer der vierten Linie erleichtert.
Wie schon des Öfteren in dieser Saison war der Mittelabschnitt bei den Rotjacken mehr als durchwachsen. Von den Tugenden aus Drittel eins war kaum mehr etwas zu sehen, so konnten die Gäste aus Italien die Initiative mehr an sich reißen. Im ersten Powerplay verkürzte Asiago, der KAC verlor den Faden. Torhüter Sebastian Dahm behielt die Übersicht, bewahrte mit guten Reaktionen sein Team vor dem Ausgleich.
Im Schlussabschnitt wirkten die Gastgeber bis zum 2:2 – das Tor schoss Gregorio Gios – fast lethargisch. Das Gegentor ließ bei den Rotjacken die Alarmglocken schrillen und sie schlugen prompt zurück. Thomas Hundertpfund war es, der statt eines Passversuchs den Schuss wählte und damit erfolgreich war. „Wir agieren viel zu kompliziert vor dem Tor, spielen zu viele Pässe, was uns gegen Asiago ja fast zum Verhängnis geworden wäre. Nur mit den sogenannten hässlichen Toren kann man Spiele gewinnen“, ist der Routinier überzeugt. Den Vorsprung brachten die Klagenfurter mit Glück und einem starken Dahm über die Zeit.
Nicht zufrieden ist KAC-Vizepräsident Hellmuth Reichel mit dem, was er derzeit von seiner Mannschaft zu sehen bekommt. „Es mangelt mir am körperlichen Einsatz der Burschen, ohne Checks und eine gewissen Aggressivität kann man schwer gewinnen. Zudem kommt mir vor, dass die Spieler in ein gewisses Korsett gezwängt werden, das ihnen nicht passt.“ Als Beispiel nennt Reichel Rihards Bukarts. „Er hat zuerst frisch drauflos gespielt, jetzt wirkt er wie gehemmt.“