Oder will mir hier irgendjemand erzählen das Legenden wie Kalt, Setzinger, Gratton, Wren und Werenka um ein Butterbrot in Wien gespielt haben?
Oder der VSV mit Cavallini, Murray, Roy vor vielen Jahren nicht Unsummen ins Team investiert hat?
... die von Dir aufgezählten Namen sind mittlerweile fast zwanzig Jahre her. ![]()
Um es leichter verständlich zu machen. Bis vor einigen Jahren konnte man den Meister in der ICE noch aus einem Kreis von drei bis fünf Vereinen solide vorhersagen. Nunmehr hat sich die Titel-Wahrscheinlichkeit defakto auf einen einzigen Verein eingeengt und das wird auch länger so bleiben. Proof me wrong! Den RBS-Verantwortlichen und seinen 1000+ Unterstützern wird das klarerweise rechtschaffen wurscht sein. RBS spielt zur Not auch ohne Zuseher. Hauptsache die WiPe Tafeln füllen sich. Das brauchen die Coachteams für ihre Daseinsberechtigung.
Der Preis dieser Dominanz eines einzelnen Vereins ist halt das insgesamte sportliche Niveau der Liga. Und das ist in den letzten Jahren leider signifikant gesunken. Weniger Tempo, weniger Skills, weniger Talent. Niemand aus einer stärkeren Liga rennt einem einheimischen Profi heute die Tür ein (außer er gilt wie in der Schweiz als Liga-Einheimischer). Kein Österreicher aus der ICE kann Preis/Leistungs-technisch mit Imports z.B. der DEL mithalten. Selbst einen (tschechisch sprechenden) Schneider schicken sie nach nicht einmal einem Jahr in der Extraliga wieder heim. Den Sprung von der dritten nordamerikanischen Liga in die AHL hat er nicht geschafft. Wo sind die Zeiten, als ein Martin Ulrich, Herbert Hohenberger, Unterluggauer, Brandner, Kalt, A. Lakos, Starkbaum, u.a. sich für viele Jahre in europäischen Topligen halten konnten?
Der sportliche Abstand der ICE zu den europäischen Topligen hat sich massiv vergrößert. Wenn ich mir NLA-Spiele in der Schweiz, Elite-Spiele in Schweden oder Extraliga-Spiele in Tschechien ansehe und dann ICE-Spiele (wurscht wer gegen wen), komme ich mir vor, wie auf einem anderen Stern. Traurig!