Kleine Zeitung Kommentar Gerald Pototschnig!
Handschrift!
Nach einer Viererliga (!) zur Jahrtausendwende haben sich Feldkirch und WEV aufgelöst. Im Herbst 2000 bestand die Liga aus Villach und dem KAC.
Man einigte sich auf eine Generalsanierung. Die Legionäre wurden reduziert, die Spielergehälter angepasst, finanzierbare Budgets erstellt.
Einer der ersten Vereine, die das Stillhalteabkommen gebrochen und bald wieder begonnen haben, mit Geld nur so um sich zu werfen, waren - nein,
nicht die Red Bulls, sondern die Vienna Capitals. Ihr bis heute einziger Meistertitel im Jahr 2005 konnte kosten, was er wollte. Auch den Preis, dass
das Gefüge im Eishockey wieder auseinander brach. Deshalb sollten die Vienna Capitals heute nicht die gesamte Eishockey-Liga in Frage stellen.
Sie trägt auch Ihre Handschrift!
... pointiert formulierter artikel, der zwar gut in die momentane stimmungslage passt, aber leider trotzdem falsch und schlecht recherchiert ist!
die preistreiberei begann schon jahre vor dem wiener meistertitel, als findige manager aufgrund der legionärsbeschränkung österreichische spieler, die manchmal nur NL niveau hatten, um preis/leistungstechnisch horrende gehälter bei den diversen clubs, damals war linz einer der bestzahler, unterbrachte. der keim der preistreiberei in der "neuen" liga war leider die legionärsbeschränkung. die mit abstand teuersten spieler in wien in der saison 2004/05 waren damals chabot (aus der DEL) und kalt (aus schweden). der wiener rest spielte um ein relativ normales gehalt, das mit den heutigen durchaus vergleichbar war (auch wenn es viele nicht glauben können, aber wren und craig waren verglichen mit kalt gehaltstechnisch ein schnäppchen).
die neuzugänge in wien aus der ebl waren damals pfeffer & peintner (aus linz), chyzowski & jäger (aus graz) und kasper (von innsbruck). die "preistreiberei" inerhalb der liga hielt sich damit in relativ engen grenzen. bis auf kasper (hatte noch vertrag) spielten all diese spieler nach der wiener meistersaison woanders, was sicher daran lag, dass wien sie offenbar mit geld zuschüttete. zwei gingen wegen luft und speckbrot nach villach, chyzowski, der nie ein hehl daraus machte, dass er dort spielt, wo am meisten bezahlt wird, ging nach linz, jäger mangels EBL-tauglichkeit ging in die NL und kalts eigentlich noch gültiger vertrag in wien wurde von salzburg so massiv überboten, dass er ein "vertragsauflösungstheater", das ich in dieser liga vorher und nachher nie erlebt habe, inszenierte.
der wiener meistertitel wurde in dieser saison auch mit einer nahezu unveränderten mannschaft (einzig jan ersetzte wren im letzten finalspiel) gewonnen, während in diesem jahr durch den NHL lockout auf einmal bei fast allen anderen clubs NHL'ler am eis (wahrscheinlich um heidelbeeren) herumkurvten. auch die "armen" kärtner deckten sich mit lockoutspielern ein, die natürlich mit speckbroten und dem außergewöhnlich guten hirter und villacher bier abgefüllt wurden.
fazit: wenn man sich schon in kärntnerischen dolchstoßlegenden suhlt, sollte man schon bei der (möglicherweise unangenehmen) wahrheit bleiben, auch wenn sie momentan nicht ins bild passt!