Aus der heutigen TT:
Innsbruck — Nach der Heimpleite gegen Znojmo fehlen vier Punkte auf Platz neun — weil es nach vielen vergebenen Chancen und schweren Eigenfehlern in der Defensive einen weiteren Selbstfaller in der Tiwag-Arena gab. Das untermauert auch die Schussstatistik, die ganz klar (44:24) für die Hausherren sprach. „Wir haben viel richtig gemacht und hatten 75 Prozent vom Spiel die Scheibe", seufzte Headcoach Rob Pallin, dass die Überlegenheit zu nichts Zählbarem führte. „Das sind Dinge, die man nicht coachen kann", spielte er auch auf den Treffer zum 3:4 an, bei dem Goalie Rene Swette (Fangquote nur 78,3 Prozent) mehr damit beschäftigt war, einen gegnerischen Stürmer zu bearbeiten, anstatt sich auf die Scheibe zu konzentrieren. Und nach Nick Ross zu Beginn der Partie patzte in der Defensive auch noch Philipp Lindner.
Im Finish und enttäuschenden Schlussdrittel (0:3) kam alles zusammen. „Wir müssen einen Weg finden, Spiele erfolgreich zu beenden", traf Kapitän Tyler Spurgeon den Nagel auf den Kopf. Phasenweise waren die Haie richtig stark, dann brach man wie schon so oft in dieser Saison wieder ein. Was man neben Unkonzentriertheiten bei aller individuellen Klasse (Yogan, Clark, Lammers ...) auch der mangelnden Kaderbreite zuordnen kann. „Wir brauchen einen harten Stürmer", hält Pallin fest. Einer wie Alexandre Lavoie scheint in vielen Szenen zu soft. Und es bleibt ein Rätsel, warum Verteidiger Lubomir Stach abgegeben wurde, ohne in der wichtigsten Phase der Saison nachzujustieren. Einen klaren Plan, der signalisiert, dass man mit aller Kraft doch noch in die Play-offs will, lässt das Haie-Management an dieser Stelle nicht erkennen. (lex)