Warum sollte der ORF mit Absicht weniger Quoten-Orientiert programmieren? Um damit Geld zu sparen und nur auf die GIS-Gebühren zurückzugreifen? Wieviele Österreicher würden sich dann erst recht und zu recht darüber beschweren, da sie ja alle GIS-Gebühren zahlen und dann nur so wenig Leistung dafür sehen? Wie du richtig sagst, der Mensch und vor allem der Österreicher ist ein Gewohnheitstier und erwartet vom ORF eine gewisse Programmvielfalt, die ich ohne quotenorientierte Programmierung sehr in Frage gestellt sehe. Ich halte diese Programmvielfalt aber für zwingend notwendig, da ansonsten einiges durch den Rost fallen würde, weil es vor allem aus witschaftlichen Gründen kein Sender mehr senden würde. Es könnte langfristig unter Umständen dazu führen, dass wir fast ausschließlich unabhängig vom TV Sender nur noch deutsche Inhalte zu sehen bekommen. Wie schon erwähnt, ich halte den ORFin gewissem Maße für ein Stück Österreichisches Kulturgut zur Wahrung der Österreichischen Identität.
Zu den Verstößen des ORF: Natürlich sollten redaktionelle Fehler wie falsche, auf Mutmaßungen beruhende Behauptungen nicht passieren, weil so etwas gerade für einen öffentlich rechtlichen Sender nicht ok ist. Solche Fehler passieren aber in jeder Tageszeitung und bei jedem anderen Sender auch. Offensichtlich ist der ORF dazu verpflichtet diese falschen Aussagen dann in seinem Programm öffentlich zu korrigieren, was ich sehr gut finde. Machen sämtliche privaten Sender so wenige dieser Fehler, müssen sie das dann nicht öffentlich kundmachen oder hab ich das zufällig noch nie gesehen (was durchaus auch sein kann)?
Zum Thema Club 2: unabhängig davon, wieviel diese Sendung unterm Strich kostet, warum soll sie besser ausschauen? Bei dieser Sendung geht's doch schließlich nur um den Inhalt, man könnte sie eigentlich genau so gut im Radio übertragen.