Abseits der bereits bestehenden Trainerdiskussion und der Beurteilungen der einzelnen Spieler stößt mir in Summe eine ganze Menge an sogenannten Kleinigkeiten auf, die vielleicht von manchen als lächerlich angesehen werden, aber das Bild abrunden, dass man sich als zahlender Kunde beim Verein einfach nicht gut aufgehoben fühlt.
Angefangen hat die Story mit dem - wohl notwendigen und damit von mir akzeptierten - Schritt Verein / GesmbH bzw Abschaffung der Foreverabos. Klar, lässt sich nicht ändern, aber die Art und Weise, wie das vom Verein drüber gebracht wurde, stößt einfach sauer auf.
Dann die exorbitante Anhebung der Preise der Einzelkarten: 45 € (!!!) für einen Derbysitzer. Sorry, da bleibt einem die Sprache weg und der treue Fan wird zur Melkkuh umtituliert. Profitgier in Ehren, aber da ist die Schmerzgrenze eindeutig übertroffen.
Ablauf der Heimspiele: Der Ausdruck "lieblos" wurde da oft und oft genannt und ist auch war. Wird einem - wenn schon nicht auf dem Eis - abseits des Eises auch nur ansatzweise etwas geboten ? Gastronomie in der Halle unter jeder Kritik. Auch hier das Motto: Gezahlt hams, wofür sollen wir als Verein um ein attraktives Rahmenprogramm kümmern ? Mit Kleinigkeiten, die wirklich nicht viel kosten, könnte hier rasch Abhilfe geschaffen werden.
Heartbreakers Story heute mit dem Fanshop, wo er vor verschlossenen Türen gestanden hat und angefressen wieder von dannen gezogen ist - sicher nicht der Weltuntergang, aber mit einem kleinen Zettel an der Türe hätte man die Verärgerung eines mehr als treuen Stammkunden verhindern können.
Dann die Homepage - also alles was recht ist, dass die Vereinsverantwortlichen klarerweise blauweiße Unterwäsche tragen ist klar. Aber wenn man sich die Berichte und Matchanalysen durchliest, schließt sich das nahtlos an die Arbeitsverweigerung und den Verlust des Realitätssinnes auf dem Eis an. Professioneller Umgang mit der Kundschaft sieht bei Gott anders aus. Informationsgehalt seeehr bescheiden !
Und zur Präsentation der Söhne Villach in der 2. Drittelpause bei der Linzpartie: Da kannst dir das so ziemlich mieseste Heimspiel der Saison ansehen, dich mit dem abgekupferten Ambrossong quälen und dir dann noch beim Rausfahren die hirnrissigen Kommentare dazu vom Roland Schurian anhören. Also an so einem Abend fühlst dich einfach nur mehr gfrozelt !
Ich würde in Summe gesehen mal sagen, dass der Verein den Bogen mit dem Umgang seiner Fans mehr als überspannt hat, auf und abseits des Eises. Zu sehr verlassen darauf und nach dem Motto verfahren: "Für was sollen wir uns Mühe geben, die kumman eh wieder !" sollte der EC VSV nicht.
Zu einem professionellen Management gehört auf alle Fälle ein professioneller Umgang mit den Fans - und der fehlt mir heuer absolut. Der Slogan "Wir greifen an "( der übrigens noch der Ära von Prohaska entstammt - der leiferte gute Arbeit ab !!!) alleine ist zu wenig, er wirkt eher als Verhöhnung, wenn man sich den Saisonverlauf ansieht !