Phil: es ist im Prinzip derselbe Effekt wie bei einer Autowindschutzscheibe im Winter. Im Auto ist es warm, und warme Luft kann mehr Feuchtigkeit halten als kalte. Wenn die warme Luft aber die kalte Windschutzscheibe berührt, kühlt sie ab. Der Anteil der Feuchtigkeit, den die Luft jetzt nicht mehr halten kann, kondensiert. Die Scheibe läuft an bzw. umgelegt auf die Halle: es bildet sich Nebel über der kalten Eisfläche.
Das Problem daran ist, dass der Effekt so lang anhält und sich so lange Nebel bildet, wie es überschüssige Feuchtigkeit in der Luft gibt. Erst wenn der Feuchtigkeitsgehalt der warmen umliegenden Luft durch das Kondensieren als Nebel so weit abgesunken ist, dass die Luft auch nach dem Abkühlen über dem Eis noch die gesamte enthaltene Feuchtigkeit tragen kann, hört die Nebelbildung auf.
Das heißt für den Hausmeister: Entfeuchter der Lüftung einschalten (überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft entfernen) oder verhindern, dass die warme, sehr feuchte Luft in die Nähe des Eises gerät. So war's gemeint.
Und noch was: die Zuschauer sind tatsächlich ein Faktor. Pro Stunde Derby dürften schätzungsweise ein paar tausend Liter zusätzliche Feuchtigkeit entstehen. Atmung, Schwitzen... Zum Vergleich: eine Eisreinigung, bei der warmes Wasser auf's Eis kommt und z. T. verdunstet, verursacht etwa 400 - 500 Liter zusätzlichen Wasserdampf in der Luft.