Ich glaube, langfristig helfen nur folgende Maßnahmen:
1.) Die EBEL wird wieder in die Organisationsstruktur des ÖEHV eingegliedert, damit diesen dämlichen Regelungen endlich ein Riegel vorgeschoben werden kann. Der ÖEHV hat derzeit keinen Einfluß auf die EBEL, auch das EBEL-Präsidium hat keinen Einfluß, nur die 10 Vereine entscheiden. Und solange das so ist, haben wir eine ähnliche Situation wie ein Angeklagter, der sich vor Gericht seine Gesetze selber schreiben kann. Das Ganze war ein Schuß in den Ofen und hat nur dazu geführt, dass die Vereine jetzt uneingeschränkt ihren eigenen Interessen Geltung verschaffen können.
2.) Neue Statuten für die Teilnahme an der höchsten österreichischen Spielklasse, und zwar:
2a.) Jedes Team hat einen ausreichend großen Teil seines Budgets für folgende Maßnahmen aufzuwenden: Nachwuchsteams in allen Klassen von den Bambinis bis zur U20 mit einem ausreichend großen Trainerteam und speziellen Coaches für alle Positionen.
2b.) Zahlung eines Beitrages in einen Fonds für die Entstehung einer österreichweiten Förderplattform für junge Spieler mit folgenden Aufgaben:
3a.) Anwerbung internationaler Coaches (vor allem aus technisch starken Nationen) für kurze Trainingslager. Zum Beispiel am Wochenende. In diesen Trainingslagern sollten verstärkt die Nachwuchsspieler zum Zug kommen, deren "Muttervereine" nicht über eine ausreichende Infrastruktur verfügen, um allen Altersklassen permanent ein regelmäßiges Training zu ermöglichen. Die Coaches und Eishallen werden aus dem Fonds finanziert. Die Standorte wechseln. Da könnten z.B. Eishallen oder -flächen in kleineren Städten angemietet werden, die geographisch gut liegen. In Kärnten z. B. Althofen, wenn die Hallen in Klafu und Villach belegt sind.
3b.) In den Nationalteampausen werden Nachwuchsvereine aus Nachbarländern eingeladen zu Mini-Turnieren. Die Kosten teilen sich alle beteiligten Verbände.
3c.) Verstärkte Zusammenarbeit mit ausländischen Scouts und Vereinen, um Spielern, die den Weg ins Ausland suchen, den Weg zu erleichtern.
Und der Beitrag zu dem Fonds kann ruhig in der Größenordnung 200.000 Euro pro Team und Saison liegen. Mit 1.2 Millionen kann man dann schon was auf die Beine stellen. Die paar Riddles weniger werden nicht abgehen, außerdem werden deren Positionen auch nach einiger Zeit von Österreichern mit wesentlich mehr Format eingenommen werden. Dann wird es auch genug gute Spieler geben, die in der EBEL tragende Funktionen haben UND sich in den ausländischen Topligen beweisen können.