Anaheim Ducks
Mitte März deutete alles daraufhin, dass die Playoffs der Saison 2008/09 ohne die Ducks stattfinden würden. Zu diesem Zeitpunkt lag man auf Platz 12 der Western Conference, doch dank zahlreicher Neuzugänge rund um die Trading Deadline schaffte man zehn Siege in den letzten 13 Partien und erreichte noch den 8.Rang. In der Battle of California besiegte Anaheim die hochfavorisierten San Jose Sharks mit 4:2 und scheiterte danach knapp mit 3:4 an den Detroit Red Wings im Conference Halbfinale.
Tor: Man darf gespannt sein auf das Duell um die Nummer 1 im Team zwischen Jonas Hiller und Jean-Sebastien Giguere. Der Schweizer hat vergangene Saison „Jiggy“ zwischen den Pfosten abgelöst und entwickelte sich als felsenfester Rückhalt in den Playoffs. Es gab Gerüchte, dass Giguere bereit wäre seine No-Trade-Klausel außer Kraft zu setzen, um zu einem anderen Team zu wechseln, was dieser jedoch widerlegte. Er werde sich dem Kampf um die Nummer 1 stellen und erhofft vom Management der Ducks eine faire Chance. Definitiv hat Anaheim somit eines der stärksten Torhüterduos der Liga. Justin Pogge wurde primär für das Farmteam in Iowa geholt und dürfte im Idealfall wohl wenig Chancen auf einen Einsatz in der NHL haben.
Verteidigung: GM Murray hatte gleich zu Saisonende klargemacht, dass er von Scott Niedermayer eine schnelle Entscheidung erwarte, ob dieser nun seine Karriere fortsetzt oder nicht. Nach dessen Zusage wurde knapp vor dem Draftday Chris Pronger an die Philadelphia Flyers abgegeben. Im Gegenzug kam Luca Sbisa nach Kalifornien, in den man große Hoffnungen setzt. Der junge Schweizer wird mit Wade Brookbank, Brett Festerling, Brendan Mikkelson und KHL-Heimkehrer Steve McCarthy um die restlichen 2 Plätze in der Verteidigung kämpfen dürfen. Ebenfalls neu in der Offseason kam Nick Boynton von den Panthers, ein Allrounder für die 2.Linie. Die definitiven Verstärkungen in der Defensive wurden mit James Wisniewski aus Chicago und Ryan Whitney aus Pittsburgh schon im Laufe der letzten Saison gemacht. Auf den ersten Blick hat man nach dem Abgang von Pronger etwas an Stärke eingebüßt, doch auf Grund seiner zeitweisen Undiszipliniertheiten ist man bei den Fans in Anaheim über den Verlust nicht gerade unglücklich.
Sturm: Ein großes Problem der Ducks in der vergangenen Saison war das Secondary Scoring. Das Duo Perry/Getzlaf bekam zwar mit Rookie Bobby Ryan wertvolle Unterstützung, aber sonst fehlten oftmals die Tore der zweiten und dritten Reihe. Dieses Problem sollte mit der Verpflichtung von Saku Koivu und Joff Lupul (Teil des Pronger-Deals) behoben sein, die wohl zusammen mit Teemu Selänne, der definitiv seine letzte Saison in der NHL spielen wird, in einer Linie auflaufen werden. In den hinteren Reihen wurden bis auf den Abgang von Rob Niedermayer keine großen Änderungen vorgenommen. Einzig Evgeni Artyukhin wurde aus Tampa geholt, um für mehr körperliche Präsenz neben Mike Brown und Publikumsliebling George Parros auf dem Eis zu sorgen. Neben Defensivcenter Todd Marchant, der fix im Line up steht, werden Ryan Carter, Erik Christensen, Andrew Ebbett und Petteri Nokelainen um die restlichen Plätze kämpfen.
Vorschau: Der Einzug in die Playoffs sollte für die Ducks vor allem wegen der beiden Torhüter und der Verstärkungen in der Offensive kein Problem sein, ob es für den Cup reicht, ist fraglich. Doch Coach Randy Carlile hat schon öfters bewiesen, sein Team in der Endrunde optimal einzustellen.
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