Zweitens ist der Gedanke dass da 3.000 Leute mal kurz aufstehen für eine Gedenkminute und danach wieder Party ist, irgendwie nicht richtig in meinen Augen, genau so wenig wie die Idee eines Faschingsumzuges in ein paar Tagen mit einer Route, die praktisch zwingend am Tatort vorbeigeht. Und den Umzug wird es nach Lage der Dinge wohl auch nicht geben, was ich auch für richtig halte.
Ich sehe das anders. Meiner Meinung nach sollte das Leben, so traurig es ist, genau so weiter gehen als davor, damit man solchen religiösen Fanatikern keine Bühne bietet. Denn das ist ja der größte Wunsch von jedem der zum IS konvertiert und solche grauenvollen Taten begeht. Solche Trauerwochen und abgesagt Veranstaltungen führen in ihren Kreisen zu Anerkennung, genau das wollen sie damit erreichen, Verunsicherung und Angst in der Gesellschaft. Die damit zusammenhängende verstärkte mediale Aufmerksamkeit, macht es dann leider auch oft für Nachahmer interessant. Deswegen ist es immer am besten, wenn die Gesellschaft zeigt, dass sie sich von religiösen Terroristen nicht beeindrucken lässt.