Mich wundert immer nur, dass langjährige Profis immer wen brauchen, der ihnen zu sagen hat, was sie zu tun haben.
Das ist eigentlich ganz einfach erklärt. Wenn du einem Offensivverteidiger wie Mangene sagt, dass er machen darf, was er will, dann wird er sich natürlich in jeden Shift versuchen offensiv in Szene zu setzten. Weil das sein Spielstil ist und er so gerne spielt. Das dann die Defensive vernachlässigt wird, ist ihm vermutlich selbst klar, nur sieht er vermutlich selbst seine Aufgaben wo anders. Kommt jetzt jedoch ein Trainer der ihm sagt, in genau dieser und jener Situation darfst du dich nach vorne einschalten, dann wird er sich auch daran halten und nur so kann die Abstimmung in einem Team erfolgen. Wenn nämlich jeder Spieler macht was er will, dann kommt so ein Chaos heraus, wie unter Ceman. Ein Spieler kann nämlich nicht auch für andere Spieler denken und wenn dann alle gleichzeitig denken, jetzt laufe ich nach vorne, dann passieren so Gegentore wie wir sie teilweise kassiert haben. Ein Trainer ist sozusagen der Kopf einer Mannschaft. Er sagt einen Körperteil (Spieler) wann er was zu machen hat und hilft somit bei einem koordinierten Denken.
Ich finde defensiv (inkl. Goalie) hat das Team unter Ceman auch schon gezeigt, dass es gut spielen kann. Was nachhaltig noch garnicht funktioniert hat war das PP und generell die Offensive.
Das würde ich jetzt so nicht behaupten. Die Spiele in denen wir unter Ceman ordentlich defensiv gespielt haben, hatten trotzdem kein System und teilweise eine wilde Zuordnung in der Verteidigung. Der Vorteil war nur, dass in diesen Spielen endlich einmal alle hinten waren.
Gegen Wien hingegen hat man jedoch sehr gut gesehen, dass jeder Spieler weiß, welche Zone ihm gehört, wann er einen Spieler übergibt etc. Da sind meiner Meinung nach schon Welten zwischen System Daum und Ceman.