Ich glaube nicht, dass eine Nivellierung des EBEL Niveaus nach unten das Niveau des Nationalteams hebt.
Aber um zu verstehen, wieso Ausländer die Entwicklung heimischer Spieler bremsen und warum es einfach nicht stimmt, dass der bessere Junge sowieso spielt, wenn er denn so gut ist, muss man auch hinter die Kulissen schauen. Trainer haben in den meisten Vereinen Mitspracherecht bei der Legionärsauswahl, sie stellen also bereits die eigene Urteilfähigkeit in Frage, wenn sie "ihre" Spieler nicht entsprechend einsetzen. Kaum ein Junger wird, ohne je ein PP in der EBEL gespielt zu haben, das auf Anhieb besser können als ein Legio, dazu braucht es Zeit und Erfahrung die man nur im Spiel in diesen Situationen bekommen kann. Trainer werden am kurzfristigen Erfolg gemessen, also setzen sie den ein, der aktuell besser ist. Trainer müssen gewinnen, sonst sind sie weg. Bei jungen Spielern hast halt immer mehr Risiko, sie sind meist noch nicht so konstant, zudem fällt ein Fehler des Jungen dem Trainer am Kopf, ein Fehler des Routiniers nicht.
In Österreich gibt es keine ander Liga, in der einigermaßen ein solches Niveau herrscht, dass man ernsthaft diese Fähigkeiten entwickeln kann, die man in Sondersituationen am Eis brauch, daher muss man sie im Ernstfall lernen. In diesen Ernstfall kommst aber kaum, wenn in ganz Österreich vielleicht 15 Spieler in den ersten 2 Special-team Formationen der EBEL Mannschaften spielen, als junger wirst auch noch schwer besser sein, als ein aktueller Nationalspieler.
Bestes Beispiel ist die erte Linie von Jesenice, die haben auch nicht in den ersten Powerplays ihres Lebens schon geglänzt, aber durch die Verantwortung haben sie gelernt und sich entwickelt und das sehr gut. Ob Sie das in der Form auch gemacht hätte ohne die Finanzprobleme Jesenices mit einem Kader mit 8-10 Kanadiern und einem kanadischen Trainer wage ich zu bezweifeln. Natürlich kannst nicht aus einem Trabi einen Ferrari machen, nur weilst ihn viel fährst, aber mangels einer ernsthaften Ausbildungsliga (Die U20 BuLi und die NL sind dazu einfach zu schwach) müssens die Erfahrungen einfach in der EBEL sammeln.
Dass das kein Allheilmittel ist, und auch schon in der Struktur weiter unten im Nachwuchs angesetzt werden muss ist auch klar, aber wenn man sich den Output an nachkommenden Spielern in der Generation 87 und jünger (die Auslandsösterreicher, die mit der EBEL genau nix zu tun haben mal ausgenommen so anschaut) dann ist da viel Durchschnitt aber nichts herausragendes dabei