''Zug spielt absolutes Pussyhockey''
09.03.2016, 20:05
Von The Hockey Week
Drei Playoff-Runden sind gespielt - und in allen Viertelfinal-Serien steht es 3:0! Klar, dass es in ''The Hockey Week'' wieder viel zu diskutieren gibt. Zu Gast bei Moderator Stefan Eggli und Eishockey-Experte Klaus Zaugg waren Ex-ZSC-Spieler Michel Zeiter sowie Journalist Reto Kirchhofer.
Auch die Expertenrunde ist überrascht von den klaren Resultaten - jedoch nicht in allen Fällen.
Genf plötzlich als Favorit
Reto Kirchhofer hat von Fribourg nicht mehr erwartet: ''Sie haben viel zu lange vom guten Qualistart profitiert und waren dementsprechend zu hoch klassiert''.
Genf ist auch ein starker Gegner. Sie sind eine schwere und grosse Mannschaft. Es ist unglaublich was sie für eine Intensität zu Stande bringen, meint ZSC-Legende Michel Zeiter.
Als Favoriten wurden die Genfer bisher nicht gehandelt. Für die Expertenrunde ist jedoch klar: dieses Jahr ist mit den Genfern zu rechnen.
''Wenn sie verlieren, zerbrechen sie''Michel Zeiter ist derweil vor allem vom HC Lugano überrascht: ''Das ist eine totale Stimmungsmannschaft. Wenns läuft dann läufts. Wenn sie aber zwei, drei Mal verlieren, zerbrechen sie''
Klaus Zaugg sieht die Schuld für das 3:0 vor allem beim Gegner: ''Zug spielt absolutes Pussyhockey. Die sind eine Karikatur einer Playoffmannschaft.''
Das schlechte Abschneiden der Zuger könnte derweil auch mit Torhüter Tobias Stephan zu tun haben. War er in der Qualifikation noch einer der besten Torhüter, weist er nun in den Playoffs nur noch eine Fangquote von unter 90% auf.
An eine Wende in dieser Serie glaubt darum keiner der Experten.
Auch das 3:0 in der Serie Davos gegen Kloten ist für Michel Zeiter unerwartet: ''Auf dem Papier hat Kloten eine starke Mannschaft. Sie haben nach der Quali ganz klar zu schlecht abgeschnitten'', meint er.
Berner Spieler sehen Matthews als Vorteil
Am meisten gibt das Scheitern der ZSC Lions zu Reden. Zum ersten Mal überhaupt steht ein Qualifikationssieger mit 3:0 im Viertelfinal vor dem Aus.
Journalist Reto Kirchhofer hat Insiderinformationen aus dem Berner-Lager: ''Im Training sagte mir ein Spieler wenn Matthews weiter so forciert werde, werde das zum Vorteil für die Berner. Erstens könne Zürich so seine Kaderbreite nicht ausspielen und zweitens führe das zu Unruhen im Team.''