hier nochmals ein kurzbericht aus dem sportpanorama von gestern
Beiträge von TsaTsa
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upps . sorry. scheint der fall zu sein

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das war aber eine ganz knappe sache

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Original von kac-tussi
Danke TsaTsa! Habe auch gleich auf der Visp HP nachgeschaut! Laut HP hat er nur einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben! Damit kann ich ja noch hoffen, ihn wieder nächste Saison in Österreich spielen zu sehen! Zumindestens hat er mir vor einer Woche noch persönlich bei All Star Game in Wien versichert " i will be back" ....
Ich bin aber trotzdem gespannt, wie seine Leistung bei den Visp ist...bitte gern geschehen
er wird demfall als verstärkungsspieler bei den vispern eingesetzt. ausser, er schlägt dort wie eine bombe ein, dass sie ihm denn gleich einen vertrag anbieten für nächste saison
na schau'n mer mal. -
da sich kaum ein visper sich in dieses forum verirrt werde ich mich bemühen, informationen über Iob hier reinzuschreiben.

ansonsten siehe unter https://www.eishockeyforum.at/www.hockeyfans.ch unter NLB oder auch direkt: https://www.eishockeyforum.at/www.ehc-visp.ch -
naja, hab's mir fast gedacht. gewisse blätter übertreiben halt gerne

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WAHNSINN IM OBERWALLIS
Bösewicht Ob die Litternhalle in Visp am Ende dieser NLB-Playoffs noch steht? Denn im Wallis hat der personifizierte Hockey-Wahnsinn Einzug gehalten. Sein Name: Anthony Iob(36). Sein Sündenregister: EINMALIG!
Seit Mitte Woche ist der italienische Internationale der dritte Ausländer des EHC Visp. Im Vergleich zu ihm sind erklärte Rauhbeine wie Yves Sarault oder Rolf Schrepfer Chorknaben. Einzelrichter Reto Steinmann müsste eigentlich schon ein Verfahren gegen Iob eröffnen, bevor er auch nur einen Fuss auf Schweizer Eis gesetzt hat. Denn was sich der in Ontario geborene Sohn eines Italieners und einer Kanadierin während seiner Karriere schon alles geleistet hat, ist rekordverdächtig.
>Bereits in der kanadischen Junioren-Liga erlangte Iob einen zweifelhaften Ruf, indem er den grossen Eric Lindros k.o. schlug.
>Wie es sich anfühlt, wenn "Tony" die Faust auspackt, erfuhr an der WM 2001 auch Jean-Jaques Aeschlimann. Auf die 1-8 Pleite gegen unsere Eisgenossen reagierte Iob, indem er Aeschlimann ins Land der Träume prügelte. Erst in der Kabine und eine Hirnerschütterung später kam unser damaliger Nati-Stürmer wieder zu sich.
>Auf die Mütze gab es auch an der letzten WM in Lettland, als sich Iob im Kabineneingang mit dem Ukrainer Sergej Klimentjew prügelte.
>Doch das ist noch längst nicht das Beste aus seinem Sündenregister. In Italien soll "Tony" in den 80er-Jahren während einer Massenschlägerei mit seinem Feuerzeug das Trikot eines Gegenspielers angezündet haben!IOB."Ich war einmal ein Biest"
"Blödsinn", wehrt sich Iob, als ihn "Sonntags-Blick" darauf anspricht.
"Wahr ist, dass ich während dieser Keilerei ein Feuerzeug aufhob und es anzündete. Als am nächsten Tag in der Zeitung stand, ich hätte ein Trikot angezündet, fiel ich fast in Ohnmacht."
Er sei eigentlich ein "nice guy" sagt er. "Ich war zwar mal eine Bestie, aber ich bin ruhiger geworden, auch wenn es eine Zeit gedauert hat." Über das Intermezzo mit Aeschlimann mag Iob deshalb nicht mehr sprechen. "Das liegt lange zurück."
Gelassen gibt sich Visps Sporchef Pius-David Kuonen bezüglich des Sündenregisters seines neuen Stürmers.
"Wenn man sieht, wie sich Todd Elik all die Jahre aufgeführt hat, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen." Kuonen freut sich sogar: "Wir Walliser können gut mit emotionalen Menschen umgehen."Böser Bube tut im Playoff gut
Dass mit Iob ein explosive Mischung ins Team kommt, empfindet Kuonen als positiv: "Ein böser Bube tut uns im Playoff gut. Oft haben wir schon Fairplay-Preise gewonnen - doch die zählen nichts.
Beim gestrigen Auftakt zu dem NLB-Playoffs setzte Visp im Derby gegen Sierre (4-5 n.V.) noch auf sein bewährtes Söldner-Duo Terry Yake/Tyler Beechey.
Wird "Tony Wahnsinn" heute erstmal aus dem Käfig gelassen?
Quelle: Sonntagsblick
Ist dieser Iob wirklich so schlimm? Habe zwar seinen Namen des öftern vernommen und dass er ein ganz böser sein soll

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Original von gm99
Gerade im Kurzsport auf ORF gesehen: Der Shorthander von Peintner war wunderschön herausgespielt; auch das 5:4 von Setzinger war durchaus sehenswert.EDIT: Die Schweiz schlägt die Slowakei 3:2 und ist somit noch ungeschlagen - schauen wir einmal, ob wir das morgen ändern können

hoffe doch für uns, dass wir das morgen nach dem spiel immer noch sind

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ohh grazie mille

für euch doch immer

grüässli TsaTsa
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Ort: St.-Jakob-Arena, Basel.
Zuschauer: 567.
Schiedsrichter: Mandioni, Fluri/WirthTore:
· 02:09 Fical (Petermann, Bader/Ausschluss Stewart) 1:0.
· 06:04 Rebek (Ph. Lukas, Welser/Ausschlüsse Kreutzer, Renz) 1:1.
· 07:54 Koch (Ph. Lukas/Ausschluss Müller) 1:2.
· 23:55 R. Lukas (Setzinger) 1:3.
· 34:02 Peintner (Ausschluss Rebek!) 1:4.
· 39:43 Barta (Seidenberg/Ausschluss A. Lakos) 2:4.
· 46:12 Ancicka (Ullmann/Ausschluss A. Lakos) 3:4.
· 57:38 Barta 4:4.
· 58:09 Setzinger (Welser, Rebek) 4:5.
· 59:05 Ph. Lakos (Setzinger, Koch/ins leere Tor) 4:6.Strafen:
· 01:51 OES Stewart / Halten
· 05:14 DEU Kreutzer / Haken
· 05:52 DEU Renz / Haken
· 06:36 DEU Müller / Übertriebene Härte
· 08:34 OES Ph. Lakos / Beinstellen
· 17:34 OES Ph. Lukas / Haken
· 17:50 DEU Ullmann / Unerlaubter Körperangriff
· 29:47 OES Gruber / Stockschlag
· 31:10 DEU Tripp / Übertriebene Härte
· 33:04 OES Rebek / Halten
· 34:07 DEU Ullmann / Haken
· 36:35 OES Schuller / Behinderung
· 37:19 DEU Gogulla / Haken
· 39:30 OES A. Lakos / Halten
· 40:00 DEU Bankstrafe
· 44:14 OES A. Lakos / Behinderung
· 54:08 OES Mattie / BehinderungDeutschland: Kotschnew (Ersatz: Jonas); Bakos, Köttstorfer; Ancicka, Renz; Müller, Kopitz; Bader, Petermann; Kreutzer, Barta, Arendt; Tripp, Barta, Seidenberg; Wolf, Ullmann, Lewandowski; Gogulla, Fical, Polaczek.
Österreich: Boch (Ersatz: Machreich); Rober Lukas, Rebek; Andre Lakos, Mattie; Stewart, Philippe Lakos; Gruber, Oraze; Setzinger, Koch, Welsner; Trattnig, Philipp Lukas, Baumgartner; Schuller, Divis, Harand; Peintner, Kaspitz, Kraxner.
Schüsse aufs Tor: -:-
Bemerkungen: 58:09 Time-out Deutschland, danach bis 59:05 ohne Torhüter. - Beste Spieler: Michael Bakos; Oliver Setzinger.
Statistiken
folgen...
Österreich mit Prestige-SiegVon Benjamin Bienz, Fotos von Christian Häusler
In einer Intensiven, spannenden Partie besiegten die Österreicher die deutsche Nationalmannschaft verdient mit 6:4. Deutschland konnte zwar ein drei Tore wettmachen, ehe Oliver Seitzinger mit zwei Toren, in den letzten zwei Minuten den Sieg für das Team Austria herbeiführte.
Es entwickelte sich ein munteres Spiel zwischen den beiden Nachbarländern Deutschland und Österreich. Schon nach 129 Sekunden lenkte Peter Fical nach einem Schuss von Felix Petermann die Deutschen in Front. Diese Freude hielt nicht für lange. Nur knapp Vier Minuten später glich Jeremy Rebek das Spiel wieder aus. Es kam noch besser für die Österreicher, nur 50 Sekunden nach dem Ausgleich brachte Thomas Koch seine Landsleute gar in Führung. Die Führung des Jim Boni Team ging mehr als in Ordnung. Österreich war über das Spiel gesehen die besser, spielstärkere Mannschaft. Dies widerspiegelte sich auch im Resultat nieder. In den zweiten 20 Minuten war die Dominanz des östlichen Nachbars noch deutlicher. Vorallem bei spielerischen gleichstand spielgelte sich dies nieder im zweiten Drittel nieder. Lukas Robert und Markus Peintner mit einem Shorthander brachten die Österreichische Nati gar mit drei Längen voran.
Deutschlands Reaktion im letzten Drittel
17 Sekunden vor dem ende konnte Björn Barta die Deutschen wieder auf 2:4 herankommen lassen. Die Deutschen kehrten nun ins Spiel zurück. In der 47. Minute lenkte Martin Ancicka einen Schuss von Christoph Ullmann zum 3:4 Anschlusstreffer ins Tor. Die Emotionen kehrten nun endgültig zurück. Es entwickelte sich eine spannende intensive Schlussphase. Zwei Minuten vor dem glich Daniel Kreutzer gar noch aus für die immer stärker aufspielenden Deutschen. Doch nach 58.09 brachte Oliver Setzinger die Österreicher wieder in Führung. Er konnte alleine auf den Deutschen Keeper Dimitrij Kotschnew los und erzielte so den entscheidenden Siegestreffer für die Österreicher. Als die Deutschen nochmals alles riskierten und den Torwart rausnahmen erzielte Oliver Setzinger den zweiten Treffer am heutigen Nachmittag. Ein enttäuschter Stürmer der Deutschen Daniel Kreutzer sagte:" Wir haben gut angefangen, bekamen dann zu viele Strafen und brachten uns so aus dem Konzept. Im letzten Drittel konnten wir wieder reagieren. Doch als wir ausgeglichen haben bekamen wir wieder zwei dumme Gegentore. So verloren wir wieder. Oliver Setzinger der Matchwinner der Österreicher sagte: "Wir hatten zwei Drittel lang gut gespielt. Nach dem 4:1 fühlten wir uns zu sicher, doch zum Glück konnten wir dann nochmals reagieren und den Sieg doch noch bewerkstelligen." Somit konnten die Österreicher einen wichtigen Prestige-Sieg feiern über den nördlichen Nachbarn.
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oder auch für nähere informationen:
https://www.eishockeyforum.at/www.sehv.choder https://www.eishockeyforum.at/www.spoor.ch
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Zitat
Original von eismeister
geil !
es gibt nichts schöneres als einen sieg gegen deutschlanddasselbel sagen wir schweizer jeweils auch
gratuliere !! 
hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. wir hatten ja manchmal auch probleme gegen die deutschen, daher tut ein sieg immer gut
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Kapa o Pongo
kriegerischer tanz vor dem rugbyspiel, irgendwie furchteinflössend
https://www.eishockeyforum.at/www.youtube.co…ted&search=
dieser ist glaubs aus der werbung:
https://www.eishockeyforum.at/www.youtube.co…ted&search=
schade ist dies auf dem eis nicht möglich

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finde es ein kindergartenspiel, dass die ersten vier oder resp.drei den gegner fürs playoff aussuchen können. hoffe das es auf nächste saison wieder abgeschafft wird. was die herren des sehv wieder geritten haben?
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Resultate vom 03.01.07 41.Spielrunde
Ambri-Piotta - Lugano 2-6
Basel - ZSC Lions 1-3
Bern - Genéve 3-2
Kloten - Davos 4-1
Rappi-Jona Lakers - Zug 4-1
SCL Tigers - Fribourg 4-5 -
Resultate vom 02.02.07 40.Spielrunde
Fribourg - Rappi-Jona Lakers 5-2
Genéve - Basel 6-1
Zug - Bern 4-3Resultate vom 04.02.01 40.Spielrunde
Davos - SCL Tigers 4-5
Lugano - Kloten 5-3 -
Nachtragsspiel vom 30.01.07 zu Runde 35
SCRJ Lakers - Lugano 7-4
Nachtragsspiel vom 30.01.07 zu Runde 38
Davos - Ambri-Piotta 3-7
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Resultate vom 28.01.07 39.Spielrunde
Ambri - Zug 0-3
Basel - Fribourg 5-4
Bern - ZSC Lions 6-2
Genéve - Davos 1-2
Kloten Flyers - SCRJ Lakers 6-1
Lugano - SCL Tigers 6-5 -
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Original von PG1291
bern zündet nicht mehr in hallen, in freiburg waren auch gewisse dinge in der halle und nichts wurde gezündt.gewissen fans mit krankheiten oder solchen wie dir gegenüber die dagegen sind.schaade stören sich gewisse immernoch daran auch wens im freien knallt.beim 1 marsch wurde das wegen dem zünden vor ort abgesprochen mit der polizei,diesmal wollten die herren es ja von anfang an nicht.was meinst du mit fans mit krankheiten? werde aus diesem satz nicht ganz schlau,scusi
habe nicht gesagt, dass ich dagegen bin wenn vor haus geknallt wird.wenn es ja nur dabei bliebe, aber letzten samstag liessen die berner ja wieder mal ihren frust anderweitig los. schade eigentlich.
übrigens bei hockeyfans.ch ist ebenfalls ein interessanter beitrag betr. berner fans / fribourg zu lesen. -
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Original von PG1291
tsatsa die sachen waren auch nicht gedacht um sie in der halle zu zünden, nicht eine fackel, nicht ein knaller ging hoch in der halle obwohl die polizei nicht alles hatte. und die friburger haben auch einwenig gezündt vor der halle hätte man henau gleich durchgreiffen müssen eigentlich.und die sicherheit ums stadion vor dem spiel ging ein wenig flöten da sich die cops fast nur auf die einkesselungsaktion konzentrierten was ich gehört hab hats zur selben zeit mal geknallt vor der halle.ja es hat mal geknallt vor der halle. draussen störts mich überhaupt nicht, wenn nicht gerade neben mir eine gezündet wird. aber es gibt doch immer wieder solche die das zeugs reinschmuggeln. schlechte erfahrungen haben wir da mit ambri und dem ZSC. darum werden solche sachen gefilzt.
aber das theater nach dem spiel hätte ja auch nicht sein müssen, darum auch ein grossaufgebot der polizei. hat ja mit sport nichts mehr zu tun. schade dass das polizeiaufgebot mit hunden immer grösser werden muss. -
ja das ist schon gut so, diese sachen haben in der eishalle nichts verloren. zu feiern hatten die berner ja eh nichts

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Resultate vom 27.02.07 38.Runde
Fribourg - Genéve 5-2
SCRJ Lakers - Bern 5-4 n.V.
SCL Tigers - Basel 3-2
Zug - Kloten 6-3 -
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Original von Thomas D
TsaTsa: Danke für den sehr interessanten Bericht
... aber was hat dieser mit den Caps zu tun - ich dachte Gilligan wäre nur KAC-Coach in Österreich gewesen
...weil anscheinend die caps an ihm interessiert seien.

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Hab' da noch was zu Gilligan, der Ende Saison definitiv die Rappi-Jona Lakers verlässt.
21.Januar 2007, NZZ am Sonntag
Die eigenen Wege des Amerikaners
Trainer Bill Gilligan und die SCRJ-Lakers trennen sich - eine Scheidung mit Ansage
Von Peter B,BirrerDie Chefetage der Rapperswil-Jona Lakers wollte nicht länger zuwarten und wissen, wer der Cheftrainer der Saison 2007/08 ist. In Transfergesprächen lauteten die obligaten Fragen potenzieller Verstärkungen:"Wer ist Trainer?" Vor ein paar Tagen offiziallisierten die St.Galler die Antwort. Der 53-jährige Amerikaner Bill Gilligan verlässt den Obersee und wird auf nächste Saison hin durch seinen finnischen Vorgänger Kari Eloranta ersetzt. So endet auf halber Distanz die Liaison, die 2005 euphorisch als "Meilenstein" gefeiert wurde.
Nach der Entfernung des Meilensteins steht soviel fest:Gilligan wollte nicht unbedingt in Rapperswil bleiben. Und die Lakers wollten nicht mehr unbedingt mit dem Amerikaner weiterarbeiten. Einen versteckten Hinweis darauf ist dem Communiqué zur Begrüssung Elorantas zu entnehmen. Wenn der Finne auf fünf Zeilen als "exzellenter Ausbildner" gerühmt wird, lässt dies den umgekehrten Schluss zu, dass Gilligan die Wünsche im Ausbildungsbereich der Lakers nicht befriedigte.
Gilligan ist und bleibt Gilligan. Oder wie der SCRJ-Lakers-Geschäftsführer Reto Klaus formuliert. "Bill ist Bill." Der Amerikaner pflegt zeit seines (Eishockey-)Lebens nur Einjahresverträge abzuschliessen. Ohne Einschränkungen. Als er zwischen 1988 und 1992 den zuvor verwilderten und zerstrittenen SC Bernzähmte, ihn in vier Jahren zu drei Meistertiteln führte, waren Spekulationen über seine Zukunft jedes Jahr Tagesgespräch. Er handelte aus der Position der Stärke, diktierte das Tempo, liess Klubpräsidenten zappeln und die Lohnsumme ansteigen. Dem Fachblatt "Sport" sagte er vor dem Play-Off 1990:"Ich entscheide mich erst nach der Saison. Ein Trainer kann innert kurzer Zeit sehr viel verlieren, er muss sich genau überlegen, wo er arbeitet," Es kam sogar vor, dass inmitten meisterlicher SCB-Aktivitäten tagelang die Frage hiess: Unterschreibt er? Gilligan sagt heute, dass in Bern viel hochstilisiert worden sei. Wichtige Teamstützen seien jeweils informiert gewesen.
2007; nicht mehr übergrosses, emotionales Berner-Eishockey-Biotop, sondern St.Galler Überblickbarkeit. Bill Gilligan entledigt sich nach dem Training im Trainer-Büro der Eishalle in Rapperswil seiner Schlittschuhe.
Sind sie Zögerer? Gilligan blickt auf und sagt ruhig:"Nein. Ich habe nur eine andere Philosophie. Im Eishockey kann schnell viel passieren - in beide Richtungen. Ich finde es total falsch, wenn in der Schweiz Verträge unterschrieben werden, bevor die Saison zu Ende ist." - Haben Sie stets Einjahresverträge unterschrieben? "Mehr oder weniger." - Tun Sie das im Gefühl der Stärke? "Vielleicht ist es dumm. Wenn ich länger angebunden bin und entlassen werde, erhalte ich mehr Geld. Eishockey ist sehr dynamisch. Niemand weiss was kommt." Zum Stichwort "Sicherheit" ("Die gibt es nicht") fügt er "Bequemlichkeit" hinzu. Die Versionen divergieren nicht. Die sporttechnische Führung der Lakers, bestehend aus dem Verwaltungsratdelegierten Bruno Hug und Reto Klaus, tastete sich im November zur Zukunftsfrage vor. Doch Gilligan hatte sich noch nicht entschieden. Das Prozedere wiederholte sich im Dezember. Die Zeit schritt voran, der Amerikaner wurde über die Trainersuche stets informiert. Heute gibt er zu bedenken. "Es ist schon lange klar, dass wir uns trennen. Sie haben mir mehr als genug Zeit gegeben." Der Verleger Hug lotste Gilligan 2005, der zuvor das Team der Universität Amherst(Massachusetts)trainiert hatte, nach Rapperswil. Der Amerikaner sei "sehr eigenwillig", sagt Hug, "das hat Sonnen-, aber wie allles auch Schattenseiten, er macht alles so, wie er es will." Aber auch der Klub habe einen eigenen Charakter und gehe seinen eigenen Weg. In Äusserungen Gilligans dringt zudem noch durch, dass der Coach nur bedingt daran glaubt, in Rapperswil den Gipfel stürmen zu können.
Dass der - je nach Sichtweise - verschlossen, arrogant oder geheimnisvoll wirkende Gilligan nicht leicht zu fassen ist und eigene Wege geht, hat sich nicht verändert. Stürmischen Meisterfeiern pflegt er schnurstracks und teilweise vor der Schlusssirene zu entfliehen. Wenn andere im Jubel grölend untergingen, zog er sich entweder in die Einsamkeit des Mannschafts-Cars, in die Dunkelheit des Parkplatzes hinter der Resega oder in die Kabine der Gottéron-Junioren zurück - mit leiser Stimme und klarem Kopf Auskunft gebend. Es gibt kein Siegerbild mit ihm. Der "Berner-Zeitung" beschied er 1989. "Ich bin ungeduldig. leicht gelangweilt, was arrogant wirken kann, habe oft Probleme mich zu konzentrieren, bin oft stur, provoziere absichtlich, spiele gerne mit den Reaktionen anderer, und ich denke, dass ich auch zu selbstkritisch bin." Will er andere herausforden, indem er sich nicht festlegt? "Die Ungewissheit ist mein Antrieb. Aber da ist keine Absicht, ich treibe kein böses Spiel." 1991 sagte er im Play-Off dem "Sport", die Zukunft offenlassend:" irgendwo im Unterbewusstsein macht mir dieses Spiel ein wenig Spass." In Bern habe der Amerikaner seine Unterschrift an Bedingungen geknüpft, hiesse es jeweils auch. Nach dem Motto: Wenn Ruotsalainen zurückkommt, bleibe ich.
Doch vielleicht hat Gilligans Zögern diesmal mehr lebensnahe Gründe. Er ist Vater dreier Kinder im Alter von 2,3 und 6 Jahren. Seine Frau ist Amerikanerin. Wo wird eingeschult? In welcher Sprache? Zurück in die USA? Er wisse es noch nicht. Sagt er. Oder doch Trainer in Europa bleiben? Auch das ist möglich............
Gilligan ist bestimmt ein sehr guter Trainer, aber für die Lakers der falsche gute Trainer