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Emery wird in Ottawa aus dem Kader geschmissen
Es war eine Trennung mit Ansage: Ottawas Skandaltorhüter Ray Emery hat nach der Niederlage im Playoff-Achtelfinal seinen Garderobenplatz für immer geräumt. Der Held der Stanley Cup Playoffs vom letzten Jahr hat mit Eskapaden im Team aber auch in der Gemeinde Ottawa für so viele Nebengeräusche gesorgt, dass Ottawas Teambesitzer, Eugene Melnyk, über seinen eigenen Schatten springen wird und General Manager Bryan Murray den Aufkauf von Emerys Vertrag erlaubt. Melnyk glaubt eigentlich nicht an das Werkzeug des "Buyout", doch im Falle Emery änderte er seine Meinung.
Bei einem Buyout kann Emery aus seinem laufenden Vertrag entlassen werden, wenn ihm 33 Prozent seiner Vertragssumme ausbezahlt werden. Diese Summe belastet den Salary Cap danach verteilt auf vier Jahre, im Falle von Emery sind das lediglich gut 500 000 US-Dollar pro Jahr. Wäre Emery älter als 26 Jahre, wäre der ''Buyout'' merklich teurer.
Dieser ''Buyout'' ist ein Bekenntnis gegen Emery und nicht für seinen Schweizer Konkurrenten Martin Gerber. Geht es nach den Vorstellungen von Ottawas General Manager Bryan Murray, wird auch Gerber künftig nicht mehr für Ottawa spielen. Dem tollkühnen Plan stehen aber etwas viele Hürden im Weg:
Murray will Vancouvers Startorhüter Roberto Luongo gegen seinen Starcenter Jason Spezza tauschen. Spezza soll auf dem ''free agent''-Markt mit einem noch unbekannten Namen ersetzt werden. Die Ankunft von Luongo würde Martin Gerber verdrängen, die Los Angeles Kings bekunden Interesse am Schweizer. Als zweiten Torhüter hinter Luongo können sich die Senators den AHL-Goalie Brian Elliott vorstellen, Gerber vertrauen sie zu wenig, um ihm Elliott zur Seite zu stellen. In der Verteidigung wird ''free agent'' Wade Redden keinen Vertrag mehr erhalten. Er soll durch den San Jose Sharks ''free agent'' Brian Campbell ersetzt werden.