Fredi Pargätzi tritt zurück
Der Spengler Cup verliert seinen Kopf: Fredi Pargätzi, der Präsident des Organisationskomitees, tritt nach der diesjährigen Austragung zurück. ImInterview begründet er seinen Schritt und blickt zurück.
Fredi Pargätzi tritt nach dem diesjährigen Spengler Cup als Präsident des Organisationskomitees zurück. Der 62-jährige Davoser bestätigte auf Anfrage eine Meldung von watson.ch.
Fredi Pargätzi, nach 26 Jahren treten Sie als Präsident des Organisationskomitees des Spengler Cups zurück. Weshalb?
Die Kommunikation war erst nach dem diesjährigen Turnier geplant. Aber wie so oft ist jetzt auch dies früher als geplant raus. Ich denke, 26 Jahre sind eine lange Zeit und letztlich war es vielmehr eine Frage meines Alters. Es ist Zeit, die Bühne zu verlassen. Und ich mache das gut vorbereitet und geordnet.
Sie bleiben dem Turnier auf strategischer Ebene erhalten und geben «nur» die Führung ab.
Ja, es ist kein Herunterfahren von hundert auf null. Ich bleibe strategisch weiterhin dabei.
Wer übernimmt die Führung des ältesten Klub-Eishockeyturniers?
Die Nachfolge ist vorbereitet. Wir kommunizieren das zu gegebener Zeit.
26 Jahre an der Spitze des Spengler Cups. Da kommt einiges an Erfahrung zusammen.
Ja,das ist in der Tat eine lange Zeit, eine schöne Zeit. Beinahe mein halbes Leben. Und der Spengler Cup hat mich sehr geprägt. Ich hoffe, ichhabe das Turnier auch etwas prägen können in dieser Zeit.
Worauf blicken Sie gerne zurück?
Auf die Verbundenheit mit dem Spengler Cup und dem HC Davos, bei dem ich seit über 50 Jahren Mitglied bin. Das OK-Präsidium war nicht einfach nur ein Job. Es gab aber auch Dinge, die ich anders machen wollte.
Was zum Beispiel?
Ich war viel auf der ganzen Welt unterwegs. Und die internationale Anerkennung für das Turnier ist enorm. Aber zu Hause, in der heimischen Liga, hier ist es anders. Die Thematik der Konkurrenz in der Liga ist enorm. Die Anerkennung für den Spengler Cup fehlt hier bis heute.
Wie schwierig ist es, nach einer so langen Zeit loszulassen?
Schwierig.Aber ich trete lieber in einer Zeit, in der alles gut ist, ab. Es ist ja kein Entscheid aus der Not. Aber natürlich ist es schwierig und es tut weh, das Kind Spengler Cup loszulassen.
Was macht Ferdi Pargätzi in Zukunft? Sie arbeiten im Hauptamt als Leiter Sport und Kultur, Sportanlagen bei der Destination Davos Klosters.
Ich hoffe auf noch viele gesunde Jahre. Bei der Destination bin ich zu 90 Prozent angestellt. Und ich wünsche mir, bis zur Pension bleiben zu können. Die Aufgabe beim Spengler Cup war stets ein Nebenamt.
Pargätzi war früher selbst Eishockeyspieler und ist seit 1990 für den Spengler Cup verantwortlich. 2002 und 2003 nahm er ein Timeout. Die diesjährige Austragung wird seine 24. und letzte als Chef. Der Spengler Cup fand
1923 zum ersten Mal statt und ist damit das älteste internationale Eishockeyturnier. Es findet alljährlich zwischen dem 26. und 31. Dezember statt und ist der Lebensnerv des HC Davos. (phw)