Sorry, der Artikel ist weder sonderlich innovativ noch ist er logisch konsistent. Davon, dass er die Umstände und ökonomischen Hintergründe genauer ausleuchtet und berücksichtigt mal gar nicht zu reden.
Alles anzeigen[align=justify]KOMMENTAR
GERALD POTOTSCHNIG
Potenzial
Mit Hängen und Würgen hat der KAC bei Schlusslicht Jesenice 3:2 gewonnen. Was aber mehr zählt, als gar manche Glanzleistung.
Denn der KAC hatte von den erlaubten 60 Punkten nur 30,5 auf dem Spielbericht stehen. So wenig, wie keine andere Mannschaft, seit es die höchst umstrittene Punkteregelung gibt.
Weil vier Legionäre krank bzw. verletzt waren, spielte der KAC mit nur zwei Ausländern. Blutjunge Österreicher rückten nach.
30.5 Punkte, was für eine Glanzleistung nachdem das grandiose System durch 0 Punkte Bewertung eines ganz und gar nicht unerheblichen Teiles der inländischen Spieler (U22 plus quasi alle Torleute) schwerstens kastriert wurde (was nebenbei bemerkt auch gut ist). Dass der KAC eine gute Kadertiefe und passable Jungspieler hat ist unbestritten und auch gut so, Dank und Ausbildungsentschädigung nach Zeltweg und Dornbirn sollte dabei nicht vergessen werden.
ZitatTabellenführer VSV macht aus anderer Not schon längst die gleiche Tugend. Mangels nötigem Kleingeld musste Villach früher als alle anderen auf junge Spieler aus eigener Produktion setzen.
Und der heutige Gegner des KAC, die bisher besten Graz 99ers, die es je gab, haben heuer strategisch umgestellt. Mit „Sir“ Bill Gilligan als Magnet ließen sich erstmals österreichische Teamspieler und heimische, noch ungeschliffene Juwelen nach Graz locken.
Wenn man sich anschaut wie viele VSV Spieler auch früher schon woanders hingewechselt sind ist auch diese erfreuliche Tatsache gar nicht so neu...
Graz: Gilligan ist ein guter Trainer, aber wie zum Teufel hat der Hexer das wohl gemacht, dass die ungeschliffenen Diamanten und Teamspieler nach Graz kamen...wird doch wohl nicht das böse Geld im Spiel gewesen sein, dessen Fehlen dem heiligen VSV den Pfad der Tugend gewisen hat? Und die Tatsache, dass der HCI ausgestiegen ist und somit ein Nachfrager weniger am Markt ist (das bedeutet wohlgemerkt auch 1 Import weniger beim VSV...) spielt ja auch keine Rolle. Genausowenig wie jene, dass das äusserst beliebte Legionärslager Salzburg zuvor verpflichtete etablierte Ösis abgibt und zudem aus dem Fundus der jung/jüngeren Hackler aus der Twilightzone zwischen Farm und EBEL Mannschaft was abgelassen hat...Nein Herr Pototschnig, das hat alles nix damit zu tun....Ach ja. die 99ers haben ups 1,2,3,4,5,6,7,8,9 Imports im Kader...hamma wohl übersehen.
ZitatUnd was sagen uns diese drei Beispiele? Es bedarf vielleicht tatsächlich keiner Truppen namenloser Eis-hockey-Söldner und keiner uneingeschränkten Öffnung von Grenzen und Legionärszahlen.
Womöglich hätte Österreichs Eishockey sogar mehr Potenzial, als es selbst weiß. Man muss es nur nützen.
Die 3 Beispiele sagen zum einen Mal, dass nicht alles was hinkt ein Vergleich ist und das es reicht 1 und 1 auf 1,8 aufzuaddieren um in Ö ein bejubelter Sportjournalist zu werden. Zum anderen sind die 3 Manifestationen des Österreichsischen (sorry, Kärntner) Eishockeywunders ja eh unter den Rahmenbedingungen eines de facto offenen Marktes zu Stande gekommen. Also warum Herr Pototschnig gegen die Marktöffnung und die namnelosen Ausländer anschreiben (übrigens, Namen stehen üblicherweise am Trikot), wenn es eine Beschränkung gibt, die ohnehin nicht bindet (zumindest nicht im Kärntnerland...und in Graz, eh klar)? Versteh ich zumindest nicht, was zum Teufel sollen offene Grenzen stören, wenn ja ganz offensichtlich eh keiner drüberwill. Haben die vielleicht einen mässigenden Effekt auf gewisse Preise, selbst wenn die "Drohung" der Substitution inländischen mit ausländischem Talent im Gleichgewicht gar nicht wahrgemacht wird und spielen die Klubs in Zeiten der Krise finanziell zumindest ein bisschen frei - vielleicht sogar um etwas mehr Resourcen für die Jugendabteilung freizumachen? Fragen über Fragen, Herr Pototschnig (und seine Fans). Mich bitte aufklären, ich versteh's nicht völlig.