Wenn man sich s durchdenkt, ist es noch weit komplexer, weil du auch eine Funktion berechnen müsstest für maximal Vorsprünge (1 3 4 5 6…), da diese sicher nicht linear ist und dann auswerten, inwieweit spiele mit 2Tore maximalführung gedreht werden und ob das signifikant abweicht.
Es sagt ja keiner das 2 zu 0 schlechter ist als 1 zu null, ausser man überinterpretiert die überstrapazierte Aussage.
Macht aus meiner Sicht auch wenig Sinn da eine Doktorarbeit draus zu machen, das beschriebene psychologische Phänomen ist beobachtbar. Ob s immer der Rede wert ist, ist a andere Frage.
Unabhängig von den Komplexitäten der Details so einer Erhebung (die bestehen in der Tat) behaupte ich kühn folgendes:
Zu jedem Zeitpunkt eines Spieles ist die Wahrscheinlichkeit dieses bei einer gegebenen Führung noch zu verlieren (aus der Sicht des führenden Teams) im Ausmaß des Vorsprunges streng monoton (und ja mit steigenden Rückgängen) fallend. Die statistische Signifikanz ist dabei ein Nebenthema, da auf Grund der Abundanz der vorhandenen Daten ein annähernd beliebig großes Sample von Beobachtungen formbar ist anhand dessen sich der behauptete Zusammenhang empirisch zeigen ließe.
Eine Doktorarbeit braucht man dazu wirklich nicht
und für den ausgeführten psychologischen Effekt gibt es sicher auch noch einen genauso gut belegten, der genau in die andere Richtung geht (mit der 2-Tore Führung konnte Team X befreit aufspielen bla bla...). Die einzige Erkenntnis ist, dass man über Sport wunderbar schwurbeln kann (und als Reporter eventuell sogar muss).