Klar ist die Punkteregel Unsinn und das hab ich schon x-mal geschrieben, ich würde sie sofort mehr oder weniger ersatzlos streichen. Allerdings ist der Grund der Erregung für Eishockeygottes (vermutlich unehelichen
Sohn wie ich das sehe nur Vordergründig die Punkteregel sondern wie ich zugegbenermaßen unterstelle die Tatsche allein, dass die BW sich erdreisten in der jetzigen Not auf einen erfahrenen und doch recht guten "Legionär" sprich Ausländer (eher was böses wie's scheint) zu setzen und nicht mit den heiligen Österreichern dem vozeitigen Saisonende entgegenzutaumeln - mit allen Kollateralschäden, die das für die Zukunft bringen würde.
Es muss den Vereinsverantwortlichen, die im Ernstfall mit ihrem Vermögen geradestehen, und bei denen es genauso um ihre Jobs (plus die von x weiteren Angestellten) geht erlaubt sein eine sportliche Entscheidung zu treffen. Und völlig einseitig können die Arbeitsverträge mit den geschassten Spielern ja nehme ich an eh nicht gekündigt werden, also werden die 3 nicht verhungern. Jeder der 3 abgemeldeten hat vermutlich die Möglichkeit OL zu spielen, weiterhin zu trainieren und sich für nächste Saison aufzudrängen (ob in Linz oder einem anderen Verein) oder überhaupt gleich den Verein zu wechseln. Die Punkteregel verhindert, dass die 3 weiterhin auf Standby für die 1er Wings stehen können, das ist durchaus schade, aber wenn nicht ganz was grobes passiert hätte selbst in diesem Fall keiner der 3 (ausgenommen Ibounig vermute ich) in Zukunft realistische Chancen auf Eiszeit gehabt (und wenn dann auch nur auf Kosten anderer uU jüngerer aber vielleicht talentierterer Spieler, was ist mit denen?), also was soll das ganze Tamtam?
Eishockey in der EBEL ist auf Grund des gemeinen Zuschauers Vorliebe für eine siegreiche Mannschaft ein ständiger Tanz am Limit und es ist a) nicht die Aufgabe und b) nicht im Pouvoir der Profiteams jedem Österreicher, der nur irgendwie in Frage kommt einen Job auf Lebenszeit zur Verfügung zu stellen.
Bessere Jugendausbildung auch in Linz - super (schreib ich alle 2 Wochen), moderate Anreize wirklich jungen und talentierten Spielern den Übergang ins Profigeschäft zu erleichtern auch super, aber geschützte Werkstätte für die "Jungen" bis fast Mitte 20 ist komplett daneben. Wer (Profi)Sport ernst nimmt muss irgendwann mal sehen, dass die Leistung eines Athleten auschlaggebend ist, ob er sich am Markt durchsetzt oder nicht. Und Leute, die es wirklich drauf haben setzen sich durch auch wenn es wie im Fall M. Mayr lange dauert. Die #8 der BWL ist mMn das Beispiel wie es zu funktionieren hat. Der is jahrelang in Zeiten wo die Liga noch schwächer war wie jetzt nur gesessen und er hat sich durchgebissen vermutlich sehr hart gearbeitet und ist jetzt mit Fug und Recht auf Grund seiner Performance ein verlässöicher Stammspieler, der seine Rolle im Team super runterspielt. DAS ist ein local hero und sowas kommt nur unter Bedingungen starker Konkurrenz hervor.