Ich denke dass sich erfolgreiche Ligen nicht rein über die Gesetze des Marktes regeln lassen, siehe auch Salary Cap und Draftsystem in NA Ligen. Wenn sich die finanzkräftigen nach Belieben eindecken können, dann spielen sie irgendwann nur mehr gegen Punktelieferanten.Die andere Frage ist komplex, ob unsere nicht gut genug sind für Special Units oder ob sie es nicht werden weil sie nie dürfen. Denke wer wirklich talentiert ist bekommt auch bei uns seine Chance (evtl mit Umweg Ausland). Manche brauchen aber länger und verbessern sich mit Erfahrung (grad Verteidiger machen z.B. eine lange Entwicklung durch). Wir hatten aber bisher weder eine starke Nachwuchsliga noch ein Farmsystem nach der U20. Da ist es für die Vereine einfacher sich aus dem riesigen Pool der fertigen Spieler aus Übersee zu bedienen.
Gibt ja auch in der NHL Rookies die überfordert sind und nach einem oder 2 Jahren im Farmteam in der Top 6 zurückkommen. Bei uns würde so jemand wahrscheinlich bis 24 in der 4. Linie mitgeschleppt werden und dann aufhören.
Aber klar, ohne Qualität im Nachwuchs geht es nicht. Und jetzt einfach die Legios drastisch zu reduzieren halte ich auch für kein Allheilmittel.
Ja, es gibt durchaus Gründe warum eine Liga, die ein Produkt mit ganz speziellen Eigenschaften produziert, in den Wettbewerb am Spielermarkt eingreifen sollte (zB Draft). Aber: die Punktregel ist einfach kein guter Eingriff, da sie das was sie vorgeblich tun soll nicht tut aber dafür den Markt verzerrt. Der existenzgrund für die Punkteregel ist, dass man die Verhandlungsposition der knappen guten Österreicher bei einer Legionärsbeschränkung schwächen wollte aber der Verband (in Vernachlässigung seiner Aufgaben) Zeter und Mordio geschrieen hat von wegen Nationalteam und man einen Kompromiss brauchte, der die Öffnung des Spielermarktes mit einer Förderung von Nachwuchsspielern verband. Der Kollateralschaden ist die Verzerrung des Marktes durch die intransparente und "unrealistische" Bepunktung der älteren Spieler und verkaufen tut man das Ganze noch dazu als Instrument, dass die Auswirkungen der finanziellen Unterscheide der Klubs auf die Spielstärke der Teams glättet (was es nicht tut, die Liga ist einfach so schon sehr ausgeglichen).
Insofern: ein Tool die Liga ausgeglichen zu halten braucht man nicht, das ist sie im internationalen Vergleich eh in sehr großem Ausmaß (mit Ibk hat sich das etwas geändert...Ausreißer nach unten). Um die Kosten unten zu halten und die Qualität bieten zu können , die am Markt gefragt ist, braucht man die Legionäre, dazu brauch ich keine Punkteregel, da reicht es den Markt für EU Spieler freizugeben. Und für das Problem der Integration junger Spieler brauchich auch keine Punkteregel, denn das ist in erster Linie ein Ausbildungs und kein Integrationsproblem und 2. kann man das auch mit finanziellen Anreizen unterstützen.
Der Salary Cap der NHL kommt primär aus einem Verteilungskampf zwischen Teambesitzern und Spielern (historisch sind Caps die Antwort der Ligen auf die Einführung der free agency, die es nicht immer gegeben hat...) und das Draft System ist eine Institution zur Wahrung der Ausgeglichenheit der Liga.